Chapter 34

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Es war soweit. An diesem Abend sollte ich Harrys Familie kennen lernen. Zumindest seine Mutter und seine Schwester. Sie wollten ihn besuchen kommen. Sowohl sein Vater als auch sein Stiefvater waren an diesem Abend verhindert. Doch Harry hatte mir versichert, dass ich die Beiden auch noch kennen lernen sollte. Aufgeregt half ich Harry dabei die Speisen für den Abend zu zubereiten. Harry lächelte mich dabei immer wieder verschmitzt an und jedes Mal wusste ich, dass ich irgendetwas im Gesicht hatte.

„Dann mach es doch weg.", schrie ich ihn beim sechsten Mal genervt an.
„Da ist aber jemand gereizt."
„Ich bin nicht gereizt.", antwortete ich ihm genervt.
„Aber aufgeregt."
„Vielleicht."
„Ganz sicher. Oder macht es dir Spaß mich anzuschreien."
„Vielleicht.", ich konnte einfach nicht anders als über ihn zu lächeln.
„Und mir würde es Spaß machen, dir den Kuchenteig von der Nase zu lecken."
„Bahh Harry.", sagte ich, dieses Mal lachend und es wurde noch schlimmer, als Harry wirklich zu mir herüber trat und mir vorsichtig den Kuchenteig von der Nase leckte.
„Ja, schmeckt gut.", stellte er fest und ich knuffte ihm in die Seite.

Nach gefühlten Stunden waren wir beide fertig und hatten alle Vorbereitungen getroffen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass seine Mutter und seine Schwester gleich eintreffen würden. Nervös zupfte ich mir noch einmal meinen Rock zu Recht. Ich hatte das Gefühl noch aufgeregter zu sein, als an dem Abend, an dem ich Harrys Bandkollegen kennen gelernt hatte.

„Meine Mutter wird dich lieben.", verkündete Harry mir stolz. Als ich die Vorfreude in seinen Augen sah, wich meine Angst ein Stück weit und machte einem Wunsch platz. Ich wünschte mir, dass ich Harry auch meinen Eltern vorstellen konnte. Dass ich Eltern hatte, denen ich genauso stolz von Harry erzählen konnte, und die ihn liebevoll in unsere Familie aufnehmen würden. Aber das hatte ich nicht, und bevor ich darüber al zu traurig werden konnte, klingelte es an der Tür.

„Soll ich mitkommen?", fragte ich Harry zögernd, als dieser sich zur Tür aufmachte.
„Natürlich.", lächelte er mich an und griff nach meiner Hand. Er ließ mir erst gar keine Wahl und zog mich einfach mit.
„Harry.", ein junges Mädchen mit blonden Haaren fiel ihm um den Hals, sobald er die Tür geöffnet hatte. Freudestrahlend drückte sie ihn an sich und er erwiderte die Umarmung. Nachdem sie sich wieder von ihm gelöst hatte, drehte sie sich zu mir: „Und du musst Hope sein. Harry hat schon so viel von dir erzählt. Ich bin Gemma", und mit einem breiten Lächeln schloss sie auch mich in eine Umarmung. Dieses unwiderstehliche Lächeln lag wohl in der Familie. Ich schloss sie sofort in mein Herz und ihre herzliche Begrüßung ließ meine Angst ein beträchtliches Stück schrumpfen. Auch Harrys Mutter, Anne, trat jetzt ein und umarmte Harry. Danach gab sie mir lächelnd die Hand und stellte sich vor: „Ich bin Anne. Harrys Mutter." Als sie so vor mir stand, wich auch die letzte Anspannung komplett von mir: „Schön sie kennen zu lernen. Ich bin Hope."
„Harry hat gar nicht erzählt, wie hübsch du bist."
„Und sie sind definitiv noch hübscher als Harry erzählt hat.", erwiderte ich.
„Und gute Manieren hat sie auch noch.", wendete sie sich an Harry „Also ich mag sie jetzt schon.", fügte sie noch Augenzwinkernd hinzu.

Wir saßen alle vier am Tisch. Harry neben mir und Gemma und Anne gegenüber von uns. Harry holte gerade das Essen, als Anne mir eine Frage stellte.
„Harry hat erzählt, dass du auch etwas mit singen machst?"
„Ja, ich singe auch, nur nicht ganz so gut und erfolgreich wie ihr Sohn."
„Kindchen, du kannst du zu mir sagen.", strahlte Anne mich an.
„Zu mir natürlich auch.", fügte Gemma verschmitzt hinzu. Definitiv die gleichen merkwürdigen Witze wie ihr Bruder, dachte ich schmunzelnd. Ich sah die zwei Frauen mir gegenüber an und konnte nicht anders, als einfach zu lächeln. Kein Wunder, dass Harry so ein liebevoller Mensch war, bei diesen zwei tollen Frauen. Ich hatte das Gefühl, dass es keine bessere Familie als diese beiden geben konnte.

„So hier ist das Essen.", kündigte Harry an und stellte es auf den Tisch. „Hope und ich haben uns sehr viel Mühe gegeben und oh Wunder, die Küche steht noch."
„Du hast gekocht?", fragte Gemma ungläubig. „Wann hattest du denn dafür das letzte Mal Zeit?"
„Ich weiß es nicht.", gab Harry ehrlich zu „Aber ich dachte, dass ich mir die Zeit einfach nehme und einen schönen Tag mit meiner wundervollen Freundin verbringe, die es mir damit gedankt hat, dass sie mich angeschnauzt hat."
Gemma und Anne fingen an zu lachen.
„Was hattest du denn verbrochen?", fragten sie gleichzeitig und mussten nur noch mehr lachen.
„Gar nichts.", schmollte Harry.
„ Ich war einfach so nervös.", gab ich ehrlich zu.
„Wieso denn Schätzchen?", wollte Anne überrascht wissen „Doch nicht etwa wegen uns?"
„Doch.", ich nickte zustimmend „ Ich meine, Harry hat so viel von euch beiden erzählt und ich wollte einfach einen guten Eindruck hinterlassen."
„Hope hat nämlich Angst, dass man sie nicht mögen könnte. Meiner Meinung nach völlig unbegründet aber auf mich hört sie ja nicht."
„Kann ich verstehen. Habe ich ja auch nie Bruder.", fing Gemma wieder an zu lachen und wir anderen drei stimmten ein, wobei Harry versuchte so zu tun, als wäre er tief getroffen.
„Ich höre doch auf dich. Nur eben nicht, wenn es wichtig ist.", versuchte ich Harrys Laune zu verbessern, doch ich richtete eher das Gegenteil an. Anne und Gemma mussten noch mehr lachen und Harry schob trotzig die Unterlippe vor. Er sah dabei so niedlich aus, dass ich mich einfach zu ihm rüber beugen musste, und ihm einen Kuss auf die schmollende Unterlippe drückte.
„Wofür war der denn jetzt?", Harry schaute mich verwundert an.
„Weiß ich nicht.", ich schaute ihm dabei tief in die Augen und es schien, als würde plötzlich alles andere verschwinden. Für wenige Sekunden blieb mir der Atem weg und ich konnte meinen Blick nicht von Harrys Augen lösen. Es klingt kitschig, doch in diesem Moment sah ich in ihnen die Welt. Ich sah alles, was ich brauchte und alles, was ich jemals brauchen würde.
„Wir sind auch noch da, ihr beiden Turteltauben.", unterbrach Gemma uns, und ich löste meinen Blick von Harry. Anne schaute uns verschmitzt an, und ich hatte das Gefühl, dass sie genau wusste, was in mir vor ging. Ich merkte, wie meine Wangen anfingen zu glühen und ich mich fühlte, als hätte sie uns bei etwas erwischt.

Different (Harry Styles)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt