Chapter 35

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„Anne und Gemma sind fantastisch.", gestand ich Harry kurz nachdem die Beiden wieder gegangen waren „Man muss sie einfach lieben. Eine andere Möglichkeit gibt es gar nicht.
„Sie sind genauso fantastisch wie du auch.", erwiderte Harry und küsste mich. Wieder und wieder. Und ich wollte nicht, dass er jemals damit aufhörte.
„Harry", flüsterte ich.
„Ja?"
„Ich bin bereit."
„Wofür?"
„Bereit mit dir zu schlafen.", überrascht schaute Harry mich an. Verlegen lächelte ich und schaffte es nicht ihm in die Augen zu schauen.
„Sicher?"
Ich nickte nur. Röte stieg mir in die Wangen.
„Dann komm mit.", vorsichtig griff er nach meiner Hand und wir gingen in sein Schlafzimmer. Auf dem Weg dahin hielten wir immer wieder an und er küsste mich. Das Verlangen in mir wuchs bei jedem Kuss noch ein Stückchen mehr und verdrängte sowohl die Angst als auch die Aufregung komplett.

Im Schlafzimmer angekommen zog Harry mir erst mein Oberteil aus, bevor er meinen Rock öffnete und zu Boden fallen ließ. Kurz glimmte Scham in mir auf, als ich dort nur noch in Unterwäsche vor ihm stand, doch dann zog ich ihm langsam sein Oberteil aus und verteilte Küsse auf seinem Oberkörper. Hitze ergriff Besitz von mir und ich hörte auf nach zu denken. Ließ es einfach zu. Harry hob mich an der Hüfte hoch und legte mich aufs Bett. Ehe ich wusste, was geschah, kam er über mich und stütze sich auf den Ellenbogen ab. Dann schaute er mir einfach nur ins Gesicht und verlegen versuchte ich seinem Blick auszuweichen.
„Nicht. Schau mich an Hope.", ich tat wie mir geheißen, auch wenn es mir schwer fiel.
„Schau mich an. Du bist so wunderschön.", bei seinem Kompliment errötete ich und ich hätte es nur zu gerne erwiderte, doch die Sprache war mir abhanden gekommen.
Langsam ließ Harry seine Hände hinter meinen Rücken gleiten und öffnete gekonnt meinen BH. Bei jeder Berührung seiner Hände auf meinem Körper, hatte ich das Gefühl zu explodieren. Verdammt, ich begehrte ihn und ich wollte ihn. Jetzt. Sofort. Ich hatte mir nie etwas mehr gewünscht als ihn. Jetzt, hier, auf der Stelle.
„Harry.", flüsterte ich und in seinen Augen sah ich, wie sehr er es genoss. Er wusste, welche Wirkung er auf mich hatte und es gefiel ihm.
„So eilig?", fragte er und ich nickte beschämt.
„Ein ungeduldiges Mädchen bist du.", neckte er mich, bevor er mir die BH Träger von den Schultern streifte und mich so oben rum komplett entblößte.
„So perfekt.", stöhnte er, bevor er mit seinen Lippen meine Brustwarzen liebkoste. Shit, ich war kurz davor zu explodieren, so gut fühlte es sich an. Sein kühler Mund auf meiner erhitzten Haut. An meinen Schenkeln konnte ich fühlen, dass auch er erregt war.
„Harry.", flehte ich und er wusste sofort, was ich meinte.
„Sicher?", vergewisserte er sich noch einmal. Ein Blick in mein Gesicht verriet ihm, wie sicher ich war. Ohne viel Spielchen zog er erst sich selber die Hose, sowie Boxershort aus und dann mir meinen Slip.
Wir waren beide nackt. Bevor ich mich dafür schämen konnte, hatte Harry sich ein Kondom über gestreift und drang vorsichtig in mich ein. Sein Blick suchte meinen. Ein Schmerz durchzuckte mich, und Harry hielt kurz inne, bis er verstrichen war. Dann machte er weiter. Ich ließ mich von ihm führen, bis wir uns beide in einander verloren.
In dieser Nacht geschah dies drei Mal.


Als ich am nächten Morgen neben ihm aufwachte, fühlte ich mich anders. Mein Blick glitt zu Harry und plötzlich überkam mich Panik. Ich hatte keine Ahnung, woher sie kam und warum sie kam, doch sie überkam mich. Panik, die mich beinah dazu brachte aufzuschreien. Aber nur beinah. Im letzten Moment beherrschte ich mich und griff einfach nur nach meinen Klamotten, die neben mir auf dem Boden lagen. Schnell zog ich sie mir über und schlich aus dem Zimmer. Harry wurde zum Glück nicht wach und ich ging in seine Küche. Dort mache ich mir einen starken Kaffee und lehnte mich an den Tresen. Mein Blick wanderte durch die Küche, bis sie an einer Notiz von mir hängen blieb. Lächelnd las ich sie.

Wir werden es schaffen, weil ich dich Liebe. Und du, du liebst mich.

Es war mein Versprechen. Mein Versprechen, welches ich ihm gegeben hatte, ohne zu wissen, ob ich es auch jemals einhalten könnte. Wieder und wieder las ich die Zeilen und dachte an die vergangene Nacht zurück. Und wieder fühlte ich mich anders. Woran es lag? Ich hatte keinen blassen Schimmer.

Daran, dass ich ahnte, dass ich dieses Versprechen nie halten könnte? Oder daran, dass ich mich anders fühlen musste, schließlich hatte ich gerade den letzte Schritt zum Frau sein getan? Oder daran, dass ich nicht mehr an seiner Liebe zweifelte, auch nicht an meiner? Nein, unsere Liebe war da. Sie war da und ich war mir sicher, dass sie auch noch in vielen Jahren da sein würde. Unsere Liebe war etwas Besonderes, das verstand ich sehr wohl. Diese Liebe hatte es geschafft, dass ich viele Nächte ohne Alpträume verbracht hatte. Sie hatte es geschafft, dass ich wieder vertraute und an Glück glaubte. Ja, diese Liebe war verdammt stark und sie bestand.
Doch daran konnte es nicht liegen. Es war nicht der Grund, warum ich mich anders fühlte. Ich fühlte mich anders, weil ich nicht glücklich war. Verrückt, oder?
An diesem Morgen stand ich da, in meinen hastig angezogenen Klamotten, eine Tasse Kaffee in der Hand und mein Blick auf ein aufgeschriebenes Versprechen gehaftet, hinter mir eine wundervolle Nacht mit Harry. Und ich, ich war nicht glücklich.
Bis heute verstehe ich nicht so richtig, wie das mit dem Glück funktioniert. Wann wir es spüren und wann nicht. Warum wir es in Momenten, in denen wir eigentlich glücklich sein sollten, nicht spürten und in Momenten voller Trauer jedoch spürten.
Während ich dort stand und über alles nachdachte, was vor uns und was hinter uns lag, bekam ich Angst. Meine Angst wuchs und setze sich als Stein in mir fest. Als Brocken, den so schnell wohl nichts verschieben könnte. Auch als Harry zwei Stunden später sich zu mir gesellte, war sie noch da. Sie blieb und Tage später wusste ich auch, warum sie da war.


Different (Harry Styles)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt