Ich hörte, wie er mir hinter her ging, doch ich hielt nicht an. Ich wollte einfach nur noch weg. Es war nicht so, dass ich ihn nicht mochte. Im Gegenteil ich fand ihn nett.
Es war einfach nur die Reaktion, die ich immer zeigte, wenn etwas zu schnell ging oder schwierig wurde. Weglaufen, so hatte ich es gelernt. Selbst wenn ich etwas anderes gewollt hätte, ich hätte mich nicht dagegen wehren können. Es war fast schon zu einem Instinkt geworden.
Kurz überlegte ich, ob ich Sam oder Cole Bescheid sagen sollte, doch dann entschied ich mich dagegen. Ich verließ einfach die Disko, denn ich war mir sicher, dass die beiden früher oder später zurück kommen würden und sich nicht ewig damit aufhalten würden mich zu suchen.
Frische Luft schlug mir entgegen, als ich die Disko verließ und ich atmete tief ein. Mein Körper freute sich über die unverbrauchte Luft. Das leichte Schwindelgefühl, welches mich in den letzten Minuten erfasst hatte verließ mich wieder und ich konnte endlich wieder klar denken.
Viel zu spät erst bemerkte ich, dass die Tür hinter mir erneut aufging und der Junge heraus trat.
Als ich ihn bemerkte wollte ich wieder flüchten, doch ich kam nicht weit.
Meinen Blick noch hinter mich gerichtet sah ich nicht, wo ich hinrannte und so krachte ich unvermittelt in eine andere Person.
Im letzten Moment wurde ich von dieser grob am Arm festgehalten, damit ich nicht hinfiel. Vor Schreck vergaß ich beinahe zu atmen und ich brauchte einige Sekunden, bis ich realisierte, was gerade passiert war und ich anfing mich dafür zu schämen. Ich hatte eine fremde Person umgerannt. Es war mir so peinlich, dass ich nicht aufsah und meinen Blick beschämt gen Boden richtete.
Ich murmelte eine leise Entschuldigung und die andere Person ließ meinen Arm los.
„Kein Problem, ist ja nichts passiert.", sagte eine freundliche Männerstimme.
In dem Moment kam auch der Junge von der Disko zu uns und ich konnte die Überraschung auf seinen Gesichtszügen sehen.
„Harry?", fragte er.
„Niall, was machst du den hier? Ich dachte du seist in Mullingar, und nicht in London."
„War ich auch. Bin heute zurück gekommen und brauchte einfach mal ein paar Momente nur für mich."
Immer noch traute ich mich nicht aufzuschauen, denn ich schämte mich noch. Jedoch verfolgte ich interessiert das Gespräch der beiden, denn ich wollte endlich wissen, wer der Junge aus der Disko war.
Niall hieß er, doch noch immer wusste ich nicht, woher ich ihn kennen musste.
Und der Junge, den ich gerade umgerannt hatte hieß Harry. Der Abstand zwischen uns beiden betrug nur zwei Schritte und als mir das auffiel brachte ich schnell weiter zwischen uns.
„Und du bist?", fragte mich nun Harry.
„Hope.", stotterte ich.
„Warum bist du vor Niall weg gerannt?"
Ich zuckte nur mit den Schultern, denn ich wusste nicht, wie ich das erklären sollte. Was sollte ich den auch schon sagen? Er würde es sowieso nicht verstehen und ich konnte es einfach nicht erklären.
„Wenn hast du denn da aufgerissen.", wollte er nun von Niall wissen.
Ich konnte sehen, wie auch er nur ratlos mit den Schultern zuckte.
Plötzlich fing Harry an zu lachen.
„Na ihr seid mir ja zwei. Redet ihr etwa beide nicht mehr?"
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Different (Harry Styles)
FanfictionHope und Harry. Der gleiche Anfangsbuchstabe und ihre Liebe zur Musik ist wohl das Einzige, was sie verbindet. Ansonsten könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Sie, die arme Straßenmusiker, die das Wort glücklich nur aus Geschichten kennt. Er, d...