LenaPoV
Derek, Scott, glaube ich heißt der andere Junge und ich sitzen im Wagen meines Cousins in Richtung Wald. Hoffentlich finden wir Boyd und Cora, bevor irgendwas schlimmes passiert. Derek hat das andere Mädchen gerade tot in einer Abstellkammer gefunden. Das arme Mädchen, Erika hieß sie. Das hat sie nicht verdient.
Ich kann es immer noch nicht glauben. Derek und Cora leben noch. Ethan und Aiden haben mir, bevor wir nach Beacon Hills aufgebrochen sind gebeichtet, dass Derek nicht tot ist. Genauso wenig, wie Cora und auch Peter. Danach sah ich rot und die Wut ging mit mir durch. Ich verstehe immer noch nicht, warum sie mich Jahre lang angelogen haben. Meine Familie bedeutet mir alles. Sie wussten, wie sehr ich unter den Verlust geleidet habe. Immer hin bin ich bei der Seite unserer Familie aufgewachsen. Sie nicht. Deswegen können Ethan und Aiden mich zwar verstehen, aber meine Gefühle nicht nachvollziehen. Sie mussten so einen großen emotionalen Verlust noch nicht ertragen. Dementsprechend war ich aufgewühlt. Ich habe mich noch nie so sehr von meinen Brüdern Verraten gefühlt.
Vor drei Tagen in Salem,
Ich warte ganz ungeduldig auf Ethan und Aiden. Wer waren nur diese unbekannten Werwölfe und warum durfte ich nicht helfen herauszufinden, was sie hier wollen? Immer hin sind sie doch wegen mir hier, oder nicht? Ich setze mich auf einen Stuhl. Im nächsten Moment stehe ich wieder und laufe durch die Küche. Ich gucke auf die Uhr. Nach meiner Meinung sind sie schon zu lange weg. Hoffentlich war zu gehen nicht die falsche Entscheidung. Ich kenne meine Brüder und ich bezweifle, dass diese Betas gegen zwei Alphas ankommen. Sie werden sie umbringen. Ich habe ihr Todesurteil unterzeichnet, als ich gegangen bin. Wie konnte ich nur? Vielleicht wollten sie wirklich nur reden. Bevor ich komplett durchdrehen kann, geht die Tür auf und Ethan und Aiden kommen rein. Ich gehe auf sie zu und mustre sie von oben bis unten. Sie sehen nicht sehr mitgenommen aus. Die Kleidung ist nur voller Dreck und ich kann auch kein Blut erkennen. „Keine Angst. Sie leben noch. Anscheinend wollten sie nur reden." , kommt es von Aiden, bevor ich überhaupt was sagen kann. Bin ich so leicht zu durchschauen? Ethan ist derweil die Treppe hoch gelaufen. „Gut." Ich stütze mich am Küchentresen ab. „Was wollten sie den wissen?", erkunde ich mich. Ethan kommt wieder in die Küche. Er hat drei große Reisetaschen bei sich, die vollgepackt sind. Alles was wir haben unordentlich hineingestopft. Meine Brüder gucken sich kurz an. Was ist den hier los ? „Wir müssen sofort nach Beacon Hills aufbrechen. Anordnung von Deucalion." „Was! Warum? Ich dachte, erst Ende der Woche? Aiden, Ethan. Was ist passiert? Was wollten die Werwölfe von mir?" Meine Stimme ist bestimmend. Ich werde sauer. Sie sind so komisch. Was verschweigen sie mir? Die beiden zögern einen Augenblick und gucken sich unsicher an. „Es reicht! Raus mit der Sprache!" „Sie kamen aus Beacon Hills von ihrem Alpha. Er wollte Informationen über dich und sich nach deiner Sicherheit erkundigen." kam es von Ethan, nach einer langen Pause. „Was habe ich den bitteschön mit dem Alpha aus Beacon Hills zu tun? Ich war seit 8 Jahren nicht mehr dort. Ich kann ihn nicht kennen." Ein ungutes Gefühl macht sich in mir breit. „Doch du kennst ihn.", behauptet Aiden. Was? Das wüsste ich doch. Ich wollte gerade gegen diese Aussage halten, als mein Bruder fortfährt. „Es ist Derek." Nein! Derek ist, ist tot. Da bin ich mir sicher. Das geht doch gar nicht. „Es ist Derek.", wiederholt Aiden nochmal etwas lauter. „A.. aber.... aber er ist tot. Das kann nicht Derek sein. Ihr.. ihr irrt euch." „Nein tun wir nicht. Er ist auch der Grund warum wir nach Beacon Hills gehen. Deucalion will ihn in seinem Rudel und hofft, dass er dir helfen kann den Fluch zu brechen. Damit du zum richtigen Werwolf wirst. Er will deine Stärke haben. Deucalion weiß, wie außergewöhnlich du bist, wenn du dein volles Potenzial ausschöpfen kannst. " , sagt Ethan. „Wenn es sein muss, zwingt er dich auch zu Dingen, die du nicht machen willst. Er will einzig und alleine deine Macht besitzen. Das heißt auch, wenn Derek sich gegen uns entscheidet, ist das sein Tod." , ergänzt Aiden. Sie wussten das Derek noch lebt und haben mir nichts gesagt? Sie wissen ganz genau wie wichtig er mir ist und was ich durchgemacht habe, als er fort war. Was für Schmerzen ich hatte. Mittlerweile habe ich Tränen in den Augen, als ich das nächste sage, eher schreie: „Wie konntet ihr mir das nur verschweigen? Er wird sich nie für Deucalion und gegen sein Rudel entscheiden. Wenn ihr das denkt, kennt ihr ihn nicht. Also ist er wieder so gut wie tot? Ihr seid meine Zwillingsbrüder. Er ist genauso auch euer Cousin. ER GEHÖRT AUCH ZU EURER FAMILIE UND ES IST EUCH TOTAL EGAL. Scheiß egal, ob er stirbt." Meinen Tränen lasse ich jetzt freien Lauf und ich spüre, wie die Wut in mir kocht und mein Wolf am lieben raus will. Raus aus seinem Gefängnis. Doch er kann nicht und so wird er noch aggressiver und das macht mich umso gefährlicher. Aiden guckt meinen Bruder an und nimmt ein paar schritte Abstand. In solchen Situation sollte man sich nicht mit mir anlegen. Das hat er selbst schon mal zu spüren bekommen. Ethan erwidert seinen Blick, bleibt aber erstmal auf der Stelle stehen und kommt dann näher, als er mir das Nächste sagt. „Nicht nur Derek lebt noch...Peter und Cora haben das Feuer auch überlebt und sie befinden sich beide in Beacon Hills." „WAS!" Meine Wut übermannt mich. Ich greife mir den nächstliegenden Gegenstand und werfe diesen schnurstracks in Richtung meiner Brüder. Zu ihrem Nachteil ist das unser Messerblock. Ich mache mir nicht die Mühe einzelne Messer zu werfen, sondern werfe gleich den ganzen Block. Dank Ethans guten Reflexen konnte er sich noch rechtzeitig ducken und die Messer fliehen weiter auf Aiden zu. Zwei Messer landen neben seinen Kopf in der Wand, doch das Dritte geht durch seinen rechten Oberarm. Er stöhnt vor Schmerzen auf und flucht. Beim letzten Wutanfall hat Aiden Teller abbekommen, dessen Scherben sich in seine Haut gebohrt haben. Das ist mir jedoch gerade egal. Cora. Peter. Peter, mein Erzeuger, mein sogenannter Vater lebt auch noch. Warum er, warum ausgerechnet er? Warum haben sie mir das verschwiegen und warum sagen sie es mir ausgerechnet jetzt? Ich will Peter nicht sehen. Ich will ihn auf gar keinen Fall sehen. Ich sinke zu Boden. Mir wird alles zu viel. Die Wut, die ich gerade für meine Brüder empfinde, gemischt mit der Wut, die ich für Peter empfinde. Und dann noch die Sorge um Derek und Cora. Es kommt alles hoch auch Dinge, die damit gar nichts zu tun haben. Schuldgefühle und Vorwürfe mir selbst gegenüber. Ich sitze weinend und schreiend in mich zusammengekauert auf dem Boden. Ethan versucht mich irgendwie zu beruhigen, doch es funktioniert nicht. Alles was ich zu greifen bekomme, fliegt in die Richtung dieser beiden Verräter. Ich will sie gerade nicht in meiner Nähe haben. Plötzlich merke ich, wie mein Körper immer schwerer wird. Ich schreie sie immer noch an, auch noch als mir schwarz vor Augen wird. Ich kann spüren, wie mir das alles zu viel wird und ich schließlich zusammenbreche...
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The True Alpha
FanfictionAnna-Lena Hale ist was besonderes. Und sie hasst es. Nicht nur, dass sie als geborener Werwolf Verwandlungsprobleme hat, sondern auch ist ihre Familiengeschichte mehr als kompliziert. Seit dem großen Feuer wohnt sie nicht mehr in Beacon Hills und...
