Ich löse mich von Isaac und schaue in seine umwerfenden Augen. Ich kann Besorgnis erkennen. „Wir müssen weiter zum Dach.", fange ich an. Er schüttelt den Kopf. „Aber wir müssen Derek befreien." „Als erstes musst du hier weg, aber da ich weiß, dass du nicht gehen wirst, bis Derek und Cora in Sicherheit sind, fällt das weg. Daher müssen wir zu Scott. Denk mal nach." Er zieht mich das Treppenhaus runter, weit weg von Deucalion. „Wenn wir jetzt den Strom anmachen wird jeder wissen, dass Derek und Jennifer im Aufzug sind." Stimmt. Ich schaue kritisch und schlage mir gedanklich mit der flachen Hand gegen die Stirn. „Warum ist uns das nicht früher eingefallen?" Er zuckt mit den Schultern. „Wir müssen Scott finden und uns was anderes überlegen." Ich nicke. „Du solltest deinen Brüdern sagen, was Deucalion vor hat. Am besten heute noch. Sie werden nicht zulassen, dass er dich tötet." „Sie werden mir heute nicht zu hören. Wenn sie merken, dass ich noch hier bin werden sie noch wütender sein, als eh schon. Das wird niemanden was nützen. Sie werden es nicht erfahren. Nicht heute, oder wann anders. Sie würden für mich kämpfen und das bedeutet ihr Tod. Das lasse ich nicht zu. Ich werde da wohl alleine durch müssen." Isaac bleibt stehen und schaut mich ernst an. „Du bist nicht alleine." Ich nehme seine Hand. „Ich weiß. Ich meinte alleine ohne meine Brüder." „Ich werde dir nicht von der Seite weichen." „Das kann aber auch echt nervig werden. Ich hoffe, du meinst das nicht wortwörtlich." Ich grinse. Isaac fängt an zu lachen und schüttelt den Kopf. „Du weißt was ich meine. Toll du hast die romantische Stimmung zerstört." Ich kicher, wie ein kleines Kind. Oh Gott. Ich kann einfach nicht klar denken, wenn dieser Junge in meiner Nähe ist. Ich kann ihm nicht widerstehen. Ich schaue tief in seine Augen und strecke mich. Ich schlinge meine Arme um seinen Hals und küsse ihn. Es ist wie eine Sucht. Seine weichen Lippen auf meine zu spüren. Dieses Kribbeln an jeder Stelle, die seine Hände berühren. Ich kann einfach nicht genug kriegen. Ich löse mich widerwillig nach einer viel zu kurzen Zeit. Wir sind nicht zum Vergnügen hier. Meine Stirn ist an seine gelegt. Ich kann seinen heißen Atem auf mein Gesicht spüren, genauso wie ich seinen erhöhten Herzschlag wahrnehme. Von meinem Plus brauchen wir erst gar nicht anfangen. Der ist schon längst in die Höhe geschossen. „Wir müssen weiter.", sagt Isaac und tritt ein Schritt zurück. Dabei streichelt er mit seiner Hand kurz meine Wange. Er wandert von der Wange runter zu meiner Hand und verkreuzt unsere Finger miteinander. Wir gehen weiter den restlichen Weg des Treppenhauses zurück in die vorherige Etage. „Sind wir eigentlich zusammen?" Ich unterbreche die Stille auf dem Weg mit dieser direkten Frage. Der Lockenkopf mustert mich grinsend. „Das kannst du dir selber beantworten." Er drückt meine Hand sanft.
Dumme Frage, aber ich musste mir einfach sicher sein. Das heißt wir sind jetzt zusammen, oder? Oder?
Nun sind wir in der ersten Etage und kein Stück weiter. Toll. Wir gehen zurück und folgen an der Flurgabelung Scott nach rechts. Es ist zu still im Gebäude, so still das man die bedrückende Stimmung spüren kann. Jeder meiner einzelnen Knochen ist angespannt. Meine Sinne haben sich von alleine bis aufs übernatürlichste geschärft und mein Wolf spielt in meinem innersten verrückt. Ich spüre ihn und seine Gefühle so stark, wie lange nicht mehr. Er findet sich langsam mit seiner Situation ab. Möchte mir helfen und drängt nicht mehr danach eigenständig herauszukommen. Er spürt auch die Veränderung im Inneren.
Ich nehme ein Geräusch war, dass dank meiner Sinne eindeutig ist. Schritte. Und zwar mehrere. Mein Begleiter hat sie anscheinend auch gehört, denn er deutet mir leise zu sein. Gemeinsam gehen wir langsam und bedacht weiter. Die Schritte sind nun ganz nahe. Ich signalisiere Isaac abzuwarten und presse mich an die Wand. Wenn wir Glück haben könnten wir unentdeckt bleiben. Lass die Unbekannten nicht nach links abbiegen. Wer könnte das sein? Das sind mindestens zwei Leute? Kali und Deucalion sind noch oben, ganz sicher, vielleicht Scott und Melissa, oder haben meine Brüder wieder ihre Menschengestalt angenommen?
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The True Alpha
FanfictionAnna-Lena Hale ist was besonderes. Und sie hasst es. Nicht nur, dass sie als geborener Werwolf Verwandlungsprobleme hat, sondern auch ist ihre Familiengeschichte mehr als kompliziert. Seit dem großen Feuer wohnt sie nicht mehr in Beacon Hills und...
