Scott Pov:
„Es sind Philosophen, also auch die Lehrer. Allison und ihr Vater haben gerade Mrs. Westover gefunden.", berichte ich Stiles am Telefon. Er ist im Krankenhaus, da Cora zusammengebrochen ist. Als er uns schrieb, hat Lena sich mit Isaac an ihrer Seite sofort auf den Weg gemacht. Nun stehe ich auf einer Anhöhe gegenüber von unserer Schule. Es ist schon dunkel geworden und die Veranstaltung beginnt in wenigen Minuten. Stiles Stimme am anderen Ende des Hörers reißt mich aus den Gedanken. „Das ergibt Sinn. Terra. Sie war nicht nur Polizistin. Sie unterrichtete auch." „Dann wird das letzte Opfer ein weiterer Lehrer sein.", schlussfolgere ich. „Davon gibt es dutzende und die sind alle auf dem Heimweg.", antwortet mein bester Freund niedergeschlagen. Ich blicke zur Schule rüber. Das letzte Opfer stirbt heute Abend! „Nein. Nein sind sie nicht. Sie gehen alle zu der Aufführung." Ich bemerke, wie hektisch meine Stimme klingt. „Welche..? Das hab ich total vergessen stimmt. Ich mache mich auf den Weg und versuche vorher nochmal mit Dad zu reden." Er legt auf. Ich beschließe rein zu gehen. Als ich durch die Tür schreite spüre ich, wie sich ein mulmiges Gefühl in meiner Magengegend ausbreitet. Es sind alle Lehrer hier. Zig Schüler und Eltern natürlich auch. Vorne vor der Bühne steht Ethan mit Danny, der seinen Freund die Fliege zurecht rückt. Bestimmt versucht er die Nervosität seines Freundes zu lindern, da Danny im Schulorchester ist, welches heute einen Auftritt hat. Aiden lehnt an der Wand, neben dem anderen Eingang und mustert seinen Bruder und dessen Freund kritisch. Warum das den? Morell ist mitten in der Menge und sucht sich einen Platz. Etwas weiter hinten sehe ich Lydia stehen. Was macht sie hier? Sie macht es mir gleich und starrt besorgt durch die Masse. Ich gehe zu ihr. „Du wolltest doch nachhause gehen." Sie schaut mit großen Augen zu mir hoch. „Ich kann nicht. Ich weiß echt nicht, wieso ich immer nur die Leichen finde.", sie macht eine kurze Pause, bevor sie fortfährt „Wenn ich aufhöre, dagegen anzukämpfen könnte ich sie finden, bevor es passiert. Vielleicht früh genug, damit jemand wie du das Schlimmste verhindern kann.", redet sie leise. „Sag mir Bescheid, sobald du etwas verspürst und ich werde das Schlimmste verhindern. Ich schwöre es.", gebe ich ihr mein Versprechen. Ich werde alles dafür tun, damit nicht noch mehr Leichen gefunden werden. Sie nickt leicht und nimmt meine Hand in ihre. Ich spüre, was für eine Angst sie hat und wie viel Kraft sie all das hier kostet. Unser Schulleiter wendet sich an die gekommenen Leute und macht auf das heutige Programm aufmerksam. Außerdem gibt er Auskunft über die verschwundenen Lehrer und beteuert, dass bestimmt bald wieder alles gut sei. Falsche Hoffnungen. Lydia und ich tauschen einen kurzen Blick aus. Kurzes Gemurmel entsteht, was jedoch sofort verstummt, als das Orchester anfängt zu spielen. Wir stehen hinter der letzten Sitzreihe auf der rechten Seite. Wie sehr ich hoffe, dass wir falsch liegen und nichts passieren wird. Ich merke nach einer Zeit, dass sich Lydia von mir entfernt, nachdem ihr Handy vibrierte. Ich wollte dem nachgehen, als im nächsten Moment die Tür hinter mir aufgeht und Mr. Argent gefolgt von Allison und Jackson? hereinkommt. Was macht er den bitte bei ihr. Unsere Blicke kreuzen sich. Ich kann nicht sagen, was ich aus seinen Blick deuten soll. Haben die beiden was miteinander? Jackson wollte sie doch schon früher für sich gewinnen. Wollte er mir da nicht nur eins Auswischen und Erpressen? Bevor diese Gedanken zu weit abdriften steht Stiles neben mir, schaut nach vorne und dann wieder zu mir. Nun sucht er mit seinen Augen den Raum ab und wendet sich flüsternd an mich. „Wo ist Lydia?" Ich drehe mich um. Da wo sie vorhin noch stand, ist nichts mehr von ihr zu sehen. Ich schaue mich panisch um. Sie ist weg! Vielleicht die nächste Leiche finden? Ganz alleine! Vom gleichen Gedanken gepackt, rennen Stiles und ich aus der großen Halle raus in die dunkle Nacht. „Lydia?" „Lydia!" Hier ist sie nicht. Ich scanne unser Umfeld mit meinen Wolfsaugen und hoffe sie so zu finden. „Siehst du was?", fragt Stiles sofort und ist ungeduldig. „Keine SMS zurück. Was sollen wir tun?", fragt er weiter. „Scott?" Ich wende mich panisch zu meinem besten Freund. Auch ihm ist die Panik in sein Gesicht geschrieben. Ich bin ratlos. Ich weiß nicht, wie wir sie finden sollen. Plötzlich höre ich wieder einen Schrei. Einen noch schmerzvolleren Schrei, als heute Mittag. Er zwingt mich direkt zu Boden und ich kann nicht anders, als mir die Hände gegen die Ohren zu pressen. „Scott?", vernehme ich die besorgte Stimme von Stiles. Wieso betäubt ihn der Schrei nicht? Als die Nacht wieder von der Stille getränkt wird, habe ich immer noch ein Dröhnen auf den Ohren. „Scott ist alles okay?" Die verschwommenen Umrisse meines besten Freundes, der besorgt vor mir kniet nehmen wieder Gestalt an. Ich blicke ihn an. „Ich weiß wo sie ist. Ich weiß wo Lydia ist." Ich springe auf und gehe in schnellen Tempo auf den Haupteingang unserer Schule zu. Daher kam der Schrei. „Was? Woher?", er eilt mir verwirrt hinterher. „Lydia, sie hat geschrien. Anscheinend ein betäubender Schrei gegen übernatürliche Wesen." Immer noch unzufrieden mit meiner Antwort mustert mich Stiles. Ich höre mit meinen Werwolfgehör Lydia wimmern, was mich veranlasst übernatürlich schnell los zu laufen. „Scott!", vernehme ich Stiles, renne aber weiter. Lydia ist in Gefahr. Im rennen verwandle ich mich und spurte auf das Klassenzimmer zu woraus nun lautstark Geräusche kommen. „Fallen lassen!" Der Sheriff? Ich betrete den Raum und sehe Stieles Vater zu Boden gehen. Ich brülle die Angreiferin an, die sich als Mrs. Blake entpuppt. Sheriff Stilinski starrt meine Werwolfgestalt verblüfft an. Sofort bewege ich mich auf schnellsten Weg zu Mrs. Blake und greife sie an. Ich versuche sie mit meinen Krallen zu erwischen, welchen sie zu meinen Pech mehr als geschickt ausweicht. Im nächsten Moment blockt sie meinen Angriff und schleudert mich mit einer unmenschlichen Kraft nach hinten gegen die Stühle. Stöhnend lande ich auf meinen Bauch und von der ihrer Berührung und dem Aufprall verlässt eine gewisse Menge an Blut meinen Mund. Sobald mein Kopf den Boden berührt, wird mir schwarz vor Augen und ich verliere das Bewusstsein...
Meine Augen öffnen sich als ich langsam wieder regeneriere. Immer noch mit verschwommener Sicht setzte ich mich auf. Ich vernehme das Geräusch von Fensterscheiben, die zu Bruch gehen. Ich richte mich ganz auf und halte mir meine Wunde am Bauch. Meine Sicht wird immer besser und ich bemerke, dass ich noch in Werwolfsgestalt bin. Stiles ist nachdem er ausgeschlossen wurde auch da und rennt besorgt zur kaputten Fensterscheibe. „Dad?" Ich starre wortlos auf das kaputte Glas. Mrs Blake ist der Darak und hat Sheriff Stilinski entführt. Wir haben es schon wieder nicht geschafft...
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The True Alpha
FanfictionAnna-Lena Hale ist was besonderes. Und sie hasst es. Nicht nur, dass sie als geborener Werwolf Verwandlungsprobleme hat, sondern auch ist ihre Familiengeschichte mehr als kompliziert. Seit dem großen Feuer wohnt sie nicht mehr in Beacon Hills und...
