Chapter 23 ✓

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Mittlerweile sind die ersten drei Stunden vorbei und es ist komisch. Ich habe heute noch keinen außer Allison und Lydia gesehen. Jackson, Boyd und Isaac sind bei Derek und meine Brüder sind auch nicht aufgetaucht. Kein Wunder sie greifen ja Derek an. Das wirklich Komische ist aber, dass ich Scott auch nicht gesehen habe. Und dieser sollte hier sein. Es sind gerade 5 Minuten Pause, bevor die nächste Stunde anfängt. Mathe. Da Mr. Harris immer noch verschwunden ist, wieder nur Vertretungsunterricht. Ich stehe vor dem Klassenraum und halte Ausschau nach irgendjemanden. Eigentlich müsste doch Stiles hier noch irgendwo herumlaufen, wenn er nicht schon längst auch nach irgendwohin verschwunden ist. Aber zu meinem Glück ist er das anscheinend nicht, denn er rast gerade just in diesem Moment an mir vorbei und am Klassenzimmer, wo er eigentlich Unterricht hätte. „Hey, Hey Stiles!" Ich eile den Menschen hinterher, der sich aber nicht die Mühe macht stehenzubleiben. „Lena ich kann gerade nicht. Echt nicht." Ich stelle mich vor ihm, sodass er kurz stehenbleiben muss, oder wie in seinem Fall in mich hinein rennt. „Was ist los?" Ich merke, dass irgendwas nicht stimmt. Stiles ist einfach auf seiner Art so hektisch, wenn er im Stress ist. Er greift nach meinem Arm und zieht mich mit. „Komm einfach mit. Ich erkläre dir unterwegs alles." Ich stolpre seinem schnellen Schritt hinterher zu seinem blauen Jeep. „Wohin fahren wir?", frage ich, als wir in diesem sitzen. „Deaton wurde entführt. Vom Darak, glauben wir. Scott hat einen Anruf von ihm bekommen, kurz bevor er verschwunden ist.", fängt er an zu erzählen. Ich höre ihn zu und muss schlucken. „Shit." „Ja das kannst du laut sagen." Währenddessen erzähle ich Stiles, dass Boyd, Isaac und Jackson bei Derek sind, um ihm zu helfen das Alpharudel aufzuhalten.

Als wir ankommen ist nicht nur Scott in der Tierklinik, sondern auch Sheriff Stilinski und eine Deputy. Wir warten gerade darauf, dass uns Mr. Stilinski mehr erzählen kann. Stiles lehnt mit verschränkten Armen an der Wand, Scott steht niedergeschlagen vor ihm und ich sitze auf der Rezeption. Diese Zeit bis er kam, kamen mir wie mehrere Stunde vor. Er kommt und legt Scott, der ihn hoffnungsvoll anschaut einen Arm auf die Schulter. „Hör zu. Wir tun alles was wir können. Am besten ihr Drei geht jetzt wieder zurück zur Schule." „Ja.", haucht Scott nur, als der Sheriff auch schon wieder verschwindet. Ich springe von der Rezeption runter und gehe mit den beiden Jungs in den Hinterraum, wo wir ungestört reden können. Ich weiß jetzt schon wir werden nicht zurück zur Schule gehen. Scott schaut gerade hauptsächlich Stiles an, als er weiterspricht. „Wir sollten es ihm sagen." Sowohl ich, als auch sein bester Freund schauen ihn so an, als hätten wir uns gerade verhört. „Du willst es ihm wirklich sagen? Oder ihm etwas sagen, was nicht das ist was ich denke, was du ihm sagen willst?", hakt Stiles nach. Ich verdrehe die Augen. Typisch Stiles. „Du weißt was ich meine." „Er könnte uns besser helfen, wenn er wüsste was hier abgeht.", gebe ich zu denken. Stiles mustert uns ernst. „Scott du weißt, wie deine Mom reagiert hat. Sie hat dir 1 Woche lang nicht in die Augen gesehen.", verteidigt sich der Braunhaarige. „Anscheinend ist sie ja drüber hinweg." Scott nickt mir zu. „Genau ist sie. Und das brachte uns sogar einander näher." „Ich weiß nicht Leute kommt schon. Seht ihn euch an er ist jetzt schon überfordert.", wendet er es immer noch ab. „Ja er ist überfordert, weil er nicht den Hauch einer Ahnung hat was hier passiert. In seiner Stadt sterben Leute. Die Stadt, die er beschützen soll und das ist nicht seine Schuld, dass er keine Ahnung hat, was hier vor sich geht.", versucht Scott ihm klar zu machen. „Er findet es irgendwann eh heraus.", wende ich mich an den tollpatschigen Jungen vor mir. „Ja aber ist das jetzt der richtige Zeitpunkt?" „Was ist, wenn noch jemand stirbt, weil wir es ihm nicht sagen?" „Wenn wir es ihm sagen wird es ihm umbringen." Das sind also seine Bedenken. „Hört zu. Ich meine ich verstehe ja, dass Deaton so was wie ein Vater für dich ist Scott und er für dich auch irgendwie zur Familie gehört Lena. Ist ja auch klar, aber... Okay. Das dort ist tatsächlich mein Vater. I-i-ich kann nicht... Ich kann nicht beide Eltern verlieren okay? Nicht beide." Stiles schaut uns mit feuchten Augen an. Ich wusste gar nicht, dass seine Mutter tot ist. Na klar er wohnt alleine mit seinen Vater, aber... Oh Gott. „Nein du hast recht." Ich stimme Scott nickend zu. Stiles hingegen seufzt nur laut und schaut an uns vorbei. „Nein hab ich nicht... Hab ich nicht. Ich sag es ihm.", er schaut uns an. „Gut wir helfen dir.", sage ich und lächle ihn an. Wir gehen aus dem Hinterraum raus, um jetzt mit Mr. Stilinski zu reden, aber er ist nicht alleine. Und ich kenne diese Person wage und zwar nicht nur aus der Schule. „Bitte, was auch immer sie brauchen und ihnen hilf meinen Bruder zu finden." Die Jungs sind vollkommen perplex. Stiles schaut uns an und formt lautlos mit den Lippen das Wort „Bruder?" Marin Morell, die Vertrauenslehrerin aus der Beacon High und die Druidenabgesandte meines ehemaligen Rudels, des Alpharudels. Nach dem Gespräch mit dem Sheriff kommt sie schnurstracks auf uns zu. „Hört mir gut zu ihr Drei. Kein Sheriff, kein Dorfsheriff und kein Detective ist je in der Lage Deaton zu finden." „Sie müssen uns nicht um Hilfe bitten." „Tut sie nicht.", murmle ich vor mich hin, was ein komischer Blick der Jungs bedeutet und ein lächeln von Marin. „Eigentlich versuche ich euch zu helfen, denn wenn ihr meinen Bruder wirklich finden wollt, müsst ihr dafür die Person nützen, die vielleicht tatsächlich die Fähigkeit besitzt das Übernatürliche zu finden." Nachdem ich mir den Satz nochmal durch den Kopf gehen lassen habe, weiß ich sofort wen sie meint. Und wie es aussieht bin ich nicht die Einzige, die verstanden hat. „Lydia.", sagen Stiles und ich zeitgleich, was Scott nur mit einen Blick quittiert. Wir wollen sofort los in die Schule, doch Marin hält mich am Arm zurück. Die beiden anderen bleiben auch abrupt stehen, um zu sehen, ob sie eingreifen müssen. „Deucalion war über deine Entscheidung ganz und gar nicht erfreut. Er will Derek dafür büßen lassen. Ohne einen guten Einfall wird das für Einige tödlich enden Lena." Ich nicke. „Jetzt müssen wir uns aber erst mal um Deaton kümmern." Ich entwende mich ihren Griff und eile gefolgt von den Jungs zu Stiles Auto. „Ich wusste gar nicht, dass Deaton eine Schwester hat, oder geschweige denn es unsere Vertrauens-/ Französischlehrerin ist. Heißt das sie ist auch eine Druidin, oder vielleicht sogar der Darak. Warum wusste sie sonst so viel über die Situation mit Deucalion?", mutmaßt Stiles schon drauf los. Ich drehe mich genervt um. „Man Stiles nein sie ist nicht der Darak, denn sie ist die Druidenabgesandte von dem Alpharudel, deswegen wusste sie so viel darüber okay? Und jetzt steig ein und fahr los wir müssen schleunigst zu Lydia." Das Einzige was er macht, ist mit seinen Lippen ein 'Oh' zu formen, bevor er ins Auto steigt und wir zur Schule rasen. Vorne weg Scott auf seinen Motorrad. Um mein Gewissen zu beruhigen schreibe ich schnell Isaac. Ich muss mich einfach vergewissern, dass es ihnen gut geht.

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