Ich finde sie nicht wie erwartet in der Cafeteria oder auf dem Hof, sondern in der Bücherei. Das ist der letzte Ort, wo ich sie vermutet hatte. Wenn ich sie nicht durch Zufall gesehen hätte, hätte ich sie ja nie gefunden. Sie lehnen an einem Regal und beobachten die Tische. Okay, creepy...oder doch nicht ganz, als ich Danny und Lydia an den Tischen erkenne. „Hi, ich will euch ja nur ungern in eurem, was auch immer ihr da tut stören, aber ich hab da eine kurze Frage?" Ethan ist schon mitten im Satz zu Danny verschwunden und verwickelt ihn in ein Gespräch. Ich hebe empört die Hände. Wirklich? „Was gibt's?", holt Aiden mich wieder zurück. „Ich will dem Geländelaufteam beitreten." „Das ist keine schlechte Idee. Warum nicht. Dann kommst du nachher auch zum Probetraining?" „Ja hatte ich vor. Seid ihr auch da?" „Ja sind wir. Lass uns am besten vorher treffen und zusammen hingehen. Vor der Mittagspause an den Schließfächern?", fragt Aiden. Ich zeige ihm mit einem Nicken meinerseits meine Zustimmung. Ich wollte ihm gerade erzählen, dass ich Lydia und Allison kennengelernt habe, als die Erstgenannte auf uns zu kommt. Sie hat meinen Bruder schon die ganze Zeit beobachtet, wie er auch sie. „Hi Lena. Ich wollte dich fragen, ob du nicht nachher Lust hättest was mit mir und Allison zu machen?" „Sorry. Ich habe heute einen langen Tag und muss nachher noch trainieren. Sonst total gerne." Wir beschließen Nummern auszutauschen um das Treffenso schnell wie möglich stattfinden zu lassen. Danach richtet sie ihre volle Aufmerksamkeit auf Aiden. Ich muss anfangen zu Lächeln.„Lydia, das ist Aiden mein Drillingsbruder, Aiden, das ist Lydia, eine Freundin von mir." Nicht das er nicht schon wüsste, wer sie ist. Ich verschwinde auch, als ich die beiden bekannt gemacht habe. Lydia ist ja Teil seiner Aufgabe.
Nachdem ich Musik und die Freistunde gut überstanden habe, haben wir Mittagspause. Ich schlendre zum abgemachten Treffpunkt. Ethan und Aiden sind noch nicht da. Um mir solange die Zeit zu vertreiben, fange ich an meinen Spind zu dekorieren. In meinem Portmonee habe ich noch Fotos. Auf dem einen bin ich mit meinen Brüdern abgebildet, es ist das Neuste. Vielleicht erst ein paar Wochen alt. Wir sind alle Drei am grinsen und liegen uns in den Armen. Das nächste, zeigt mich in London mit Jackson. Mit Jackson Whittemore. Ich habe ihn letztes Jahr auf meiner Klassenfahrt kennengelernt. Er ist mir beim joggen durch den Hyde Park über den Weg gelaufen, besser gesagt er hat mich angerempelt. Ich habe eine schnippische Bemerkung geäußert. Dann habe ich bemerkt, dass ein Werwolf vor mir steht. Irgendwie ist es danach zu einer Unterhaltung gekommen und ich habe erfahren, dass er erst seit kurzem in London lebt und aus Beacon Hills stammt. Als ich erwähnte Beacon wegen einem Hausbrand verlassen zu haben, wollte er gleich meinen Nachnamen wissen. Ich dachte mir nichts dabei, weil jeder weiß, dass es nur einen schwerwiegenden Brand in Beacon Hills gab. Wir hatten Nummer getauscht und uns noch ein paar mal getroffen. Seit dem Tag schreiben wir fast wöchentlich und skypen auch miteinander. Er ist zu einem meiner engsten Vertrauten geworden. Man könnte sagen, er ist mein bester Freund. Das Gespräch über Dereks Existenz hatten wir noch nicht. Ich denke ja, dass mein Cousin ihm verboten hat darüber zu reden. Das letzte Foto, zeigt mich mit Derek, Max und Laurin. Max und ich waren da vielleicht gerade 7, Laurin 6 und Derek musste um die 13 Jahre gewesen sein. Das war eine schöne Zeit, an die ich mich kaum erinnere. „Nette Fotos." Aus Reflex schließe ich sofort meinen Spind, auch wenn es nur Aiden ist, der die Fotos sowieso kennt.
Nachdem wir wieder unsere Sportsachen angezogen haben, gehen wir nach draußen Richtung Lacrossfeld, wo der Coach auf die Geländeläufer wartet. „Ah unsere Neulinge. Schön, dass ihr euch für das Probetraining entschieden habt. Da hinten ist die Startlinie." Er zeigt auf die rechte Seite, wo schon ein paar Schüler stehen. Als wir näherherankommen, erkenne ich unter diesen Schülern auch Stiles, Scott und Isaac. Sie gucken uns an. Nein, mehr mich mit einen Blick, den ich nicht richtig deuten kann. Irgendwie eine Mischung aus Misstrauen, Verzweiflung, aber auch Mitleid, glaube ich.
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The True Alpha
FanfictionAnna-Lena Hale ist was besonderes. Und sie hasst es. Nicht nur, dass sie als geborener Werwolf Verwandlungsprobleme hat, sondern auch ist ihre Familiengeschichte mehr als kompliziert. Seit dem großen Feuer wohnt sie nicht mehr in Beacon Hills und...
