Chapter 36 ✓

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Genauso gut könnte es dich töten." , schnappe ich die Stimme von Peter auf. Ich schaue verwirrt zu meinem Begleiter, der es anscheinend auch gehört hat und stoße dann die Tür auf. Mein Cousin setzt gerade zum sprechen an. „Wie stelle ich es an?" Peter steht vor der riesigen Fensterfront und hat uns den Rücken zu gedreht, während Derek am Tisch abgestützt vor uns steht. „Wie stellst du was an und was könnte dich töten?" Nun drehen sich die beiden Männer in unsere Richtung. Derek schenkt seinen Beta einen kurzen Blick, bis er zu mir schaut. Ich sehe, wie fertig er ist. „Egal. Was willst du hier?", fragt er emotionslos. „Bitte was?" Ich gehe einen Schritt auf ihn zu. „Ich glaube, wenn es dich töten kann, ist es nicht gerade egal was du vor hast." Ich gehe an ihm vorbei und setzte mich auf den Tisch. „Und außerdem will ich zu Peter." Der zuletzt Genannte heftet seinen Blick auf mich. „Wie vermisst du mich schon?" Ich schnaube missbillig und gebe meinem Erzeuger ein Handzeichen gerade mal die Klappe zu halten. Mein Blick gleitet wieder zu dem Schwarzhaarigen. „Derek, sag mir was los ist. Ich will deinen idiotischen Plan bezüglich Cora wissen." Mit hochgezogener Augenbraue schaut mich der Ältere an. „Ja das war eindeutig. Sonst würdest du nicht so was Dummes tun." „Ich werde meine Alphakräfte aufgeben, um Cora das Leben zu retten.", rückt er mit der Sprache heraus. Sag ich doch idiotisch. Ich schüttle ungläubig den Kopf. „Da das jetzt geklärt ist, was wollte meine werte Tochter den von mir?" Da ich keine Lust auf Streit habe und ich weiß, dass ich Derek nicht von seiner Meinung abbringen kann hoffe ich einfach nur, dass er weiß was er tut. Ich richte mich wieder auf und gehe an den mittlerweile auf der Wendeltreppe sitzenden Werwolf zu. „Wir.", ich deute auf Isaac. „Versuchen meinen Arsch zu retten. Denn Deucalion hat mir eine Deadline gesetzt. Also entweder bekomme ich den Bann gelöst, oder ich bin bis zur Sonnenfinsternis tot." Derek schaut verdutzt zu uns rüber. „Was?" Isaac schnaubt abfällig und murmelt irgendwas von zuhören. „Und habt ihr auch schon eine Vorstellung, wie ihr das anstellen wollt?" Ich nicke und erzähle von meinem Plan. Peter richtet sich auf und kommt zum Tisch gelaufen. „Okay. Hab ich richtig verstanden. Ihr wollt, dass ich deine vergangenen Gedanken anzapfe und dich zurück zu den zwei schlimmsten Tagen deines jüngeren Ichs befördere?" „Mit einer Methode, die eigentlich von einem geübten Alpha ausgeführt werden sollte, weil du sonst sterben, oder gelärmt werden kannst?", fügt Derek entsetzt hinzu. „Ja.", bestätige ich. „Auf keinen Fall." Ich trete auf meinen Cousin zu. „Ich hab auch nichts zu deinen selbstmörderischen Plan gesagt, um Cora zu retten." „Das ist was ganz anderes!" „Nein ist es nicht!" „Das wirst du auf keinen Fall machen. Wir werden eine andere Möglichkeit finden!" „Wir haben aber keine Zeit mehr Derek!" Ich funkle ihn zwischen meinen Augen an. „Ich werde dich nicht um Erlaubnis bitten. Du kannst dabei sein und mich unterstützen oder es sein lassen." Derek haut wütend auf den Tisch. Ich weiß, dass ist alles zu viel für ihn. Er will nicht Cora und mich verlieren. Und er weiß, wie schlimm diese Tage für mich waren. Er nickt zwischen zusammengeknirschten Zähnen. „Na gut, aber Peter wehe es geht irgendwas schief." „Ist ja gut ich will doch auch nicht, dass meine Tochter stirbt." Gleichzeitig schnauben Derek und ich abfällig. „Hey! Das könnt ihr mir nicht unterstellen!", wirft er ein. Ich verdrehe genervt die Augen. Ich glaube erst das mein Erzeuger sich um mich sorgt, wenn ich es mit eigenen Augen sehe. „Lass es uns einfach hinter uns bringen ja?" Ich hab jetzt schon kein Bock mehr. 

Ich sitze etwas unbeholfen auf dem von mir positionierten Stuhl. Während Derek und Peter darüber diskutieren was alles schief gehen kann, redet mein Freund auf mich ein und fragt mich bestimmt zum tausendsten Mal, ob ich mir wirklich sicher bin.

Können sie nicht mal alle die Klappe halten? Es ist immer noch meine Entscheidung.

„Hey es reicht! Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit." Ich stöhne genervt auf. Peter und Derek haben aufgehört zu diskutieren und gucken mich an. Isaac kniet sich vor mich. „Und du bis-" „Ja ich bin mir sicher, wirklich und jetzt stopp. Ich kann die Frage nicht mehr hören." Er nickt und richtet sich wieder auf. Ich fange Dereks Blick auf. Besorgnis liegt in diesem und nicht nur wegen Cora. „Wenn es wirklich klappt, weißt du was das bedeutet?" Ich nicke. Wenn wir den Bann durch solche Bedingungen lösen wird in meinem Inneren ein Gefühlschaos herrschen – mehrere Gefühle werden auf meinen Wolf einprasseln. Er wird unkontrolliert hervorstechen und ich brauche meinen Anker, um die Kontrolle zurück zu bekommen. Wir wissen auch nicht, wie stark er bzw. ich sein werde, wenn meine gesamten Kräfte hervortreten – auch nicht was meine besondere Fähigkeit ist.

„Ich vertraue darauf, dass ihr mich auf den rechten Weg führt. Ihr müsst es einfach schaffen." „Versprochen." „Ja versprochen." Peter nickt zustimmend. „Wir sollten anfangen. Und Derek du solltest dich um Cora kümmern." Ich sehe Derek zögern. „Los bevor es zu spät ist. Du bist ja hier."

Nun spielt sich alles in Zeitlupe ab. Derek geht zu Cora während Isaac sich ein Stuhl schnappt und neben mich setzt. Seine Hand umfasst meine. Peter, der hinter mir steht und meinen Nacken freilegt. „Lockenkopf wir fangen mit der Erinnerung an, die dich beinhaltet. Wenn ich in Lenas Gedanken bin, erzähl mir alles von eurer früheren Zeit, damit wir die richtige Erinnerung erwischen, verstanden?" „Ja." Ich höre, wie Peters Krallen herauskommen. Ich spüre die Krallen meinen Nacken durchbohren. Reflexartig drücke ich die Hand meines Freundes so stark, wie ich kann, hoffend das dadurch der Schmerz vergeht. Plötzlich erschlafft mein Körper und meine Gedanken driften ab....



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