PoV Lena
„Du hast was?" Ich schaue mein Cousin geschockt an. Das kann nicht sein Ernst sein? „Ich habe Peter angerufen." Derek wurde von Scott angerufen, der uns berichtete was in der Schule passiert ist. Ich kann nicht glauben, dass Mrs. Blake der Darak ist. Die Jungs wollten sich mit Derek im Loft treffen, da sie glauben, dass unsere Deutschlehrerin bei Derek auftauchen wird. Anscheinend hat mein Cousin was mit ihr. Gott... Schon der Gedanke.
Ich hoffe nur, dass sie herausbekommen, wo Stiles Vater ist. Scott meinte, er sei total fertig, was nicht verwunderlich ist. Und deswegen hat er meinen lieben Erzeuger gebeten hier nach dem rechten zu sehen und mir zu helfen. Nur der Gedanke an ihn macht mich schon wieder rasend vor Wut. „Denkst du nicht, dass ich es alleine schaffe auf Cora aufzupassen? Und außerdem ist Isaac auch noch hier." Isaac ist mir bis jetzt kein einziges Mal von der Seite gewichen. Er holt uns gerade einen Kaffee. Zum Glück, dann muss er diese kleine Außenradersetzung nicht mitbekommen. „Er hat sich verändert. Ein Wunder das ich das sage, aber das hat er. So ist Cora sicherer und ihr könnt mal reden.", gibt er gelassen wieder. „Ich will aber nicht reden, Derek!" Er zuckt mit den Schultern und macht auf dem Absatz kehrt. „Dein Pech. Er ist schon auf dem Weg und ich muss jetzt weg." Bevor ich auch noch irgendwas erwidern kann, hat der Alpha das Krankenhauszimmer schon verlassen. Ich lasse mich auf dem Stuhl neben dem Bett nieder und gebe einen lauten Seufzer von mir. Ich schaue zu Cora, die ruhig schläft. Würde sich ihre Brust nicht heben und senken, wäre ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob sie noch lebt. Sie ist so blass. Angst kommt wieder in mir auf. Was hat sie nur? Wir sind doch für nichts humanes anfällig und sie wirkt einfach, wie im Koma.
Plötzlich schrecke ich auf. Die Lampe über mir geht mit einem lauten Knall aus. Das muss wohl am Unwetter liegen. Schon als Isaac und ich hier ankamen hat es wie aus Eimern geschüttet und der Wind wurde auch immer stärker. Wie auf Kommando kommt der zuständige Arzt von Cora und teilt mir mit, dass das Krankenhaus wegen dem Unwetter evakuiert wird und meine Cousine ins benachbarte Krankenhaus verlegt wird. Sie soll ins Untergeschoss kommen, um später leichter in den Krankenwagen gebracht zu werden. Ich quittiere alles mit einem nicken meinerseits und folge dem Arzt, der Cora Richtung Fahrstuhl schiebt. Als wir den Flur weiter voranschreiten, kommt Isaac um die Ecke und wirft mir einen verdutzten Blick zu, folgt uns aber.
Als der Arzt Coras Bett in einen Behandlungsraum im Untergeschoss abstellt und verschwindet richtet sich der Beta an mich. „Und das sollte jetzt was?" Er reicht mir eines der beiden heißen Getränke aus seiner Hand. Ich erkläre kurz die Umstände wegen dem Unwetter und der Evakuierung. Er nickt und lässt sich auf einen leeren Behandlungstisch nieder. Mir fällt auf, dass wir gerade zum ersten mal alleine sind seit heute morgen.
Ich kann ihn endlich auf den Kuss ansprechen, schießt es mir durch den Kopf. Ich werfe einen kurzen Blick auf meine Cousine und überprüfe, dass es ihr den Umständen entsprechend gut geht, bevor ich zum Sprechen ansetze. „Ähm Isaac. Ich... ich wollte nochmal über heute morgen reden.", bringe ich unsicher hervor. Warum bin ich so unsicher? Er scheint kurz zu überlegen, bis seine Augen sich etwas weiten und er mich anschaut. „Achso du meinst den Kuss." Ich kann seinen Gesichtsausdruck nicht deuten, genauso wenig, wie seinen Unterton der in dem vorherigen Satz mit schweifte. Bereut er es etwa? Schon wieder steigt Angst in mir auf, aber eine andere, als die um Cora. Ich schaue hoch in seine Augen und muss mich konzentrieren – mich nicht wieder in diese blauen Kristallen zu verlieren. „Ich wollte, ich will nicht, dass... dass du es als Fehler abstempelst oder so.", rede ich unsicher und leise weiter. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie sich seine Mundwinkel nach oben ziehen und er sich vom Tisch abstützt, auf wessen er bis gerade noch gesessen hat. Als ich keine Anstalten mache meinen Blick von alleine zu erheben, kommt er auf mich zu und legt eine Hand unter mein Kinn, sodass ich gezwungen bin ihm wieder in die Augen zu schauen. Diese Geste lässt mich schmunzeln. „Warum bist du den so nervös?", zieht er mich auf. Seine Hand immer noch unter meinem Kinn ruhend und leicht hin und her streichelnd. Ich spüre nur schon wieder von dieser winzigen Bewegung, wie die kleinen Blitze durch meinen Körper jagen. Ich bin nicht fähig auch nur ein Pieps von mir zu geben. Ich starre ihn wie gebannt an, was ihn noch mehr Grinsen lässt. Im nächsten Moment entfernt er seine Hand unter meinen Kinn und nimmt mit beiden Händen liebevoll mein Gesicht. Er beugt sich zu mir runter und haucht mir einen Kuss auf meine Lippen. Ich schließe genüsslich meine Augen, doch bevor ich auch nur anfangen kann den Kuss richtig zu genießen, hat er seine Lippen wieder von meinen entfernt und schaut zu mir runter. Seine Hände ruhen noch an meinem Gesicht, als er verführerische anfängt zu Sprechen. „Hätte ich das getan, wenn ich es bereuen würde?" Ich musste lächeln. Als Antwort umfasse ich mit meinen Händen seine und stelle mich auf Zehnspitzen, um ihn nochmal küssen zu können. Ich bin gerade so glücklich, wie schon lange nicht mehr. Auch wenn ich mich schlecht fühle in unserer momentanen Situation so glücklich zu sein. Wir lösen uns voneinander und schauen uns einfach nur an. Meine Hände sind während dem Kusses zu seiner Brust gewandert und haben mich Isaac noch näher gebracht. Keiner von uns will diesen Moment mit Worten zerstören. Ich weiß auch gerade nicht wirklich, was ich sagen könne. Doch im nu schafft es jemand anderes diesen bezaubernden Moment voll und ganz zu zerstören und auch gleich meine Laune wieder zum Tiefpunkt zu bringen. „Ach ist junge Liebe nicht schön?" Peter steht lässig an der Wand und mustert uns. Ich löse mich von Isaac und mustre meinen Erzeuger wütend. Müssen wir heute wirklich ständig unterbrochen werden? Und irgendwie immer von Familienmitgliedern. Isaac weiß wohl gar nicht, wie er sich gegenüber dem älteren Werwolf verhalten soll und wird einfach nur rot vor Peinlichkeit. Gar nicht auf seine Aussage eingehend wende ich mich an ihn. „Da bist du ja Peter." „Ach immer noch nicht Dad?", scherzt er schmollend. „Das kannst du dir gerne verdienen.", geben ich grinsend von mir. „Sei froh, dass ich deinen Lover/ Dereks Beta nicht wie andere Väter quer durch den Raum schleudre, weil er mit meiner Tochter anbändelt. Was Derek wohl dazu sagt? " Ich höre Isaac neben mir hart schlucken und muss bei dem Anblick irgendwie auflachen. „Um wie andere Väter zu sein, musst du dich erst mal um mich kümmern. Dann reden wir weiter." Er quittiert dies nur mit einen Schmunzeln und wird dann Ernst, als er seine Nichte erblickt. „Wie geht es dir?" Er geht zu Cora und nimmt ihre Hand. Ich stelle mich gefolgt von Isaac neben ihn. „Ich weiß es nicht. Seit heute Mittag ist sie in so einer Art Koma. Kurz nachdem Aiden sie erwischt hat." Peter schaut mich unwissend an. „Warum hat dein Zwilling Cora krankenhausreif geprügelt?" „Cora wollte sich für Derek rächen und es ist nach hinten los gegangen. Sie hat Aiden provoziert und eine Hantel abbekommen." Ich schaue runter zu ihr. Das war so dumm gewesen. Sie wusste doch, dass sie keine Chance gegen einen Alpha hat, oder nicht? „Und du nimmst es einfach hin, dass dein Bruder deine Cousine in eine Art Koma prügelt hat und sie anscheinend zu Schwach ist, um auf ihre Selbstheilungskräfte zurückgreifen zu können?", fragt Peter aufgebracht. Ich sehe ihn mit dem willst-du-mich-verarschen-Blick an. „Natürlich. Ich bin begeistert, dass meine Cousine sich in einen komatösen Zustand befindet und wahrscheinlich unglaubliche Schmerzen hat.", gebe ich aufgebracht und triefend vor Ironie von mir. „Jetzt sehe ich die Ähnlichkeiten.", murmelt Isaac, was ihm einen genervten Blick seitens Peter und mir einbringt. „Du weißt das meine ich nicht." „Hättest du dich für all deine Kinder interessiert, wäre es nie dazu gekommen.", zische ich. Er schaut mich ausdruckslos an. Die Lampe in diesem Raum flackert auf und ist kurz davor aus zu gehen. Das Unwetter wird immer heftiger. Der Regen peitscht, wie verrückt an die Fensterscheibe und der laute Blitz und Donner bescheren mir leichte Gänsehaut. Peter nickt nur und schnappt sich ein Handtuch, welches neben Cora liegt. Er rollt es zu einer Rolle zusammen. „Was machst du?", wende ich mich nun ruhiger an meinen eigentlichen Vater. „Sie glüht richtig. Ich versuche sie zu kühlen." Er geht kurz zum Wasserhahn und hält das Handtuch unter kaltem Wasser. Dann kommt er wieder und tupft vorsichtig ihre Stirn ab.
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The True Alpha
FanficAnna-Lena Hale ist was besonderes. Und sie hasst es. Nicht nur, dass sie als geborener Werwolf Verwandlungsprobleme hat, sondern auch ist ihre Familiengeschichte mehr als kompliziert. Seit dem großen Feuer wohnt sie nicht mehr in Beacon Hills und...
