Chapter 30 ✓

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Behutsam, aber mit leichtem Nachdruck werde ich zur Seite geschubst, sodass ich neben Isaac auf den Boden falle. Total verdattert lasse ich es zu. Isaac muss mich auffangen, weil ich sonst gefallen wäre. Ich glaube keiner wird so behütet zur Seite geschubst, wie ich. Trotzdem weiß ich immer noch nicht was sie wollen und blicke reichlich verwirrt in das ebenso verwirrte Gesicht von Isaac.

Wir müssen hier weg.

Egal was sie wollen Cora wird sterben, wenn sie nicht so schnell wie möglich in ein anderes Krankenhaus kommt. Und was machen wir? Genau. Wir machen das, was man immer machen sollte, wenn man einen Kampf aus dem Weg gehen will. Und weiß, dass man in der Unterzahl ist. „Lauf!" Ich springe auf und renne dicht gefolgt von Isaac zurück in den Raum, wo Peter mit Cora ist. Als wir drin sind schließen wir die Tür und lehnen uns atemlos davor. „Was ist los?", kommt es neugierig von Peter. „Ihre Brüder sind los.", gibt der Beta aufgebracht wieder. Ich überhöre die spitze Bemerkung und teile den beiden meinen gerade ausgedachten Plan mit. „Wir müssen auf die andere Seite des Ganges in den Aufzug in ein anders Stockwerk und Cora in den Krankenwagen kriegen." Isaac schaut mich irritiert an. „Hast du die beiden da draußen vergessen?" Und wie aufs Stichwort versuchen Ethan und Aiden durch die Tür zu kommen. Ich stemme mich mit aller Kraft dagegen und schaue nach links zu dem Blondschopf, der mittlerweile seine Werwolfgestalt angenommen hat. „Ich denke wir haben keinen besseren Plan in der kurzen Zeit.", stimmt mir nun Peter zu und hilft uns. Wie kommen wir zum Aufzug? Ich schaue mich genauer in den Behandlungsraum um. Ah. Das könnte klappen. Ich wende mich an die Werwölfe seitlich von mir. „Auf drei geht ihr zur Seite und lässt die beiden rein rennen. Ich schnappe mir vorher Cora und verriegle die Tür." Ohne auf eine  Antwort zu warten, renne ich los und entferne mit einem Ruck eine Eisenstange von irgendein Gerät. Dann spurte ich los zum Bett, wo meine Cousine immer noch ohnmächtig liegt und löse die Bremsen. Ich schaue zur Tür, wo die beiden Schwierigkeiten haben diese zu zuhalten. Sie warten nur noch auf mein Zeichen. 


Hör auf mit dem Scheiß. Ihr sollt nur das Krankenhaus verlassen. (Aiden)

Klar und ich bin die Einzige, die einigermaßen heile hier raus kommt, oder was? (Lena)

Deucalion ist hier. Mir ist egal, was mit den anderen ist. Du verschwindest. Sofort! (Ethan)


Gut das macht es noch schwieriger. Wir sind am Arsch ohne Hilfe.


„Lena!" Isaacs angestrengte Stimme reißt mich zurück ins hier und jetzt. Anscheinend haben meine Brüder während unseres Gedankengesprächs die Tür weiter demoliert. Sehr stark demoliert. Okay. Jetzt oder nie. „Drei!", rufe ich und Isaac und Peter springen zur Seite. Dann geht alles so schnell. Meine Brüder rennen geradewegs rein gegen das zweite Bett, Peter und Isaac stürmen raus, genau wie ich, die Coras Bett mit einen schellen Ruck aus dem Raum befördert. Ich flitze wieder zurück zur Tür, schließe diese und stecke die Eisenstange zur Verrieglung dazwischen. Nachdem die Fusion sich einmal von innen gegen die Tür geworfen hat, ist die Eisenstange schon verbogen. Mist. „Schnell den Automaten vor die Tür!", wende ich mich an Isaac. Peter hat schnell genug geschaltet und ist mit Coras Bett zum Fahrstuhl, um diesen zu rufen. Ich gehe zur Seite, als Isaac den Automaten vor die Doppeltür positioniert. Das sollte etwas länger halten, als eine beschissene Eisenstange. Wir rennen zum anderen ende des Gangs, wo Peter gerade Cora in den Fahrstuhl reinschriebt. Keine Sekunde später hört man einen lauten Knall und die riesige Doppeltür ist aus ihren Angeln gerissen. Doppelt Mist. Ich hämmre wie wild auf irgendeinen Knopf, damit sich diese verdammte Tür schließt. „Komm schon!" Das Monstrum vor uns brüllt auf und stürzt auf uns zu. „Los schneller!" Bevor sie uns erreichen schließt sich mit einem leisen Pling  die Aufzugtür. Allen entkommt ein erleichtertes Seufzen. „Wir haben es geschafft." „Freu dich nicht zu früh kleiner." „Sie werden die Treppen nehmen.", werfen ich ein. Oder irgendwie anders, aber sie werden uns nicht entkommen lassen. Dafür sind sie zu wütend. Viel zu wütend. „Und was machen wir?" „Warten. Die anderen sind auf dem Weg.", antwortet Peter Isaac. „ Und wie sollen wir Drei und zweieinhalb Werwölfe der Fusion meiner Brüder solange standhalten?" „Zweieinhalb Werwölfe?", schmunzelt Isaac. Ist das das Einzige, was er in dieser Situation verstanden hat?  Peter klatscht in die Hände. „Blondschopf? Du und ich werden die Jungs in Schacht halten und Lena du machst ein Abgang mit Cora." Pling. Zeit zum beschweren ist nicht. So packe ich das Bett und renne los auf die andere Seite. Etwas verwirrt halte ich an. Da wo der Ausgang des Krankenhauses sein sollte ist eine Wand. Fuck. Falsches Stockwerk. Nein wir sind in der 2. Etage. Ich dachte, ich hab den richtigen Knopf gedrückt. „Wir sind auf der falschen Etage!", rufe ich an meine Gehilfen gewandt, genervt von unserem Glück. Doch diese sind nicht mehr in der Lage zu reagieren. Ich nehme ein wütendes Brüllen aus dem Treppenhaus wahr. Und der Erste wurde gegen die Betonwand geschleudert. Mit einem genervten stöhnen richtet sich Isaac wieder auf und stürzt sich entschlossen auf den zwei Köpfe größeren Wolf. Peter schnappt sich sämtliche Dinge und schleudert sie in die Richtung meiner Brüder, um sie abzulenken. Diese hingegen wehren mit Leichtigkeit ab und das Metallding, was ich nicht identifizieren kann kommt im hohen Bogen auf mich und Cora zu. Meine erste Intuition ist nicht gerade gut, aber ich habe keine Zeit. So schubse ich Cora unsanft vom Bett herunter und baue dieses als Schutz vor uns auf. Das Metallding prallt ab und schnell wende ich mich an meine Cousine. „Sorry.", murmle ich und überprüfe, ob alles gut ist. Ich atme erleichtert aus, als ich ihren Herzschlag höre. Wir brachen alle Hilfe, die wir kriegen können.

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