PovJackson:
Nach einer guten Stunde haben Cora und ich all mögliches Zeugs gekauft. Energydrinks, Obst und was weiß ich, was da alles noch in den Tüten ist. Das ist auf jedenfall Hauptbestandteil des Einkaufes. Natürlich darf ich die Tüten hoch tragen. Sie sind ja auch so schwer und unmöglich zutragen für ein Mädchen. Bitte sie ist ein Werwolf. Genervt verdrehe ich die Augen. „Auspacken schaffst du aber gleich selbst, oder ist das auch unmöglich, so wie das du mir hier bei tragen helfen könntest." Ich halte die vier Tüten seitlich hoch und mustre Cora. Diese ist von meiner Heldentat jedoch unbegeistert und grinst vor sich hin. „Ach wenn du schon so fragst." Ich schüttle den Kopf und erwidre nichts darauf. Das Mädchen vor mir reißt die Tür auf und spaziert geradewegs in die Küche. Ich folge ihr und stelle die Tüten ab. Derek liegt, wie vor einer Stunde noch auf der Couch und entspannt sich. „Und fündig geworden?", fragt er uns uninteressiert. Cora ignoriert ihn und packt derweil die Sachen in den Kühlschrank. Ich platziere meinen Hintern neben Derek auf der Couch. „Wenn ich heute morgen noch angezweifelt habe, dass ihr Geschwister seid.", ich mache eine etwas länger Pause und schaue den Älteren ernst an „Nein, ihr seid euch viel zu ähnlich. Beide nervtötend." Dereks gibt ein tiefes Lachen von sich. „So charmant, wie immer Whittemore." Ich schaue auf die Uhr und richte mich auf. „War ja nett dich wiederzusehen und deine reizende Schwester kennenzulernen, aber ich muss langsam los. Ich hab meiner Adoptivmutter nur gesagt, dass ich kurz weg bin und jetzt haben wir schon einige Stunden später. Man sieht sich also.", verabschiede ich mich von den Hales, die mir zum Abschied zunicken. Ich bin drauf und dran mit meiner Hand die große Stahltür zur Seite zu schieben, als sie von der anderen Seite mit einen Ruck aufgerissen wird. „Was zum-, och ne.", ertönt vor mir, die mir bekannte und nervigste Stimme, die jemand haben kann.
Pov Stiles:
Endlich, endlich nach neun verdammt langen Stunden sind wir wieder in Beacon Hills. Coach hat mir noch recht lange die Hölle heiß gemacht, da ich seine Pfeife aus dem Fenster befördert habe. Bevor ich jedoch in mein schön gemütliches Bett kann, fahren alle, außer Lydia und Allison noch zu Dereks Loft. Wir hoffen ihn dort anzutreffen und zwar lebend, sonst kann der Alphaarsch echt was erleben. Willst du ihn etwa mit deinem Baseballschläger verprügeln oder was?
Ich verdrehe die Augen über den hilfreichen Kommentar meiner inneren Stimme. „Ich hoffe er lebt." Scott macht sich schon die ganze Zeit Gedanken. Ich schaue auf den Beifahrersitz meines Jeeps, wo mein bester Freund ungeduldig sitzt. „Das glaub ich schon. Ethan hat kein Grund beider Sache zu lügen.", meldet sich Lena zu Wort, die hinten neben Boyd und Isaac sitzt. „Dann haben wir trotzdem ein anderes Problem.", spreche ich dann das offensichtliche Problem an und richte mein Blick weiter auf die Straße. Alle schweigen, da sie genau wissen was ich meine. Wenn Derek noch lebt, hat er ein großes Problem mit Kali. Der Alpha macht ihn an Ennis Tod verantwortlich und will sich rächen. Da ich stark bezweifle, dass Derek sein eigenes Rudel umbringen wird, heißt das sein Tod und darauf können wir gerne verzichten. Den Rest des Weges schweigen wir und hören der Musik aus dem Radio zu.
Ich und Scott sind die Ersten, die die Treppe zum Loft hochgehen, dicht gefolgt von den Drei anderen Wölfen. Wir haben unten einen Porsche packen sehen, also muss irgendjemand hier sein. „Ich höre Stimmen!", richtet Scott sich aufgeregt an mich. Nun spurte ich die Stufen hoch und nehme gleich mehrere auf einmal. Oben angekommen reiße ich die Stahltür mit einem Ruck auf, werde jedoch am weiterlaufen gehindert. Währenddessen starre ich in zwei, mir leider bekannte blaue Augen. „Was zum-, och ne." Muss er ausgerechnet jetzt wieder hier aufkreuzen, wirklich? „Stilinski?", er schaut hinter mich zu Scott, „McCall?" Jackson klingt überrascht. Warum klingt er überrascht? Sollten wir nicht die sein, die überrascht sind? Er steht doch nun mal in Dereks Loft und ist nicht, wie er sollte in London. Bevor wir jedoch was erwidern können, werde ich zur Seite gedrückt und Lena rast auf Jackson zu. Sie springt im geradewegs in die Arme. „Jackson, was machst du den hier?" Was? Ich blicke hinter mir zu meinen drei Freunden, die genauso verwirrt gucken. „Ihr kennt euch?", fragt Isaac mit einem Hauch von Eifersucht in der Stimme. Hinter Jackson und Lena tauchen Cora und DEREK auf. Derek lebt! „Derek du lebst!" Scott geht auf den Älteren zu und stellt sich ihm gegenüber. „Wir dachten-", setzt Boyd an, doch beendet seinen Satz nicht. „Mir geht's gut. Ich muss nur wieder zu Kräften kommen." Nachdem Jackson und Lena gerade ein paar Minuten vor sich hin geflüstert haben, wendet sie sich an ihren Cousin und umarmt diesen stürmisch. „Oh Gott. Ich bin so froh." Ihre Stimme ist voller Erleichterung. Er erwidert die Umarmung und löst sich dann von ihr. Da jetzt keiner was sagt, ergreife ich das Wort. Ich bin immer noch verwirrt und brauche Antworten. „Okay wir sind alle froh, dass Derek wieder da ist, aber wir haben erstens ganz andere Probleme und zweitens-" ich wende mich an Jackson und Lena, bevor ich fortfahre, „Woher, verdammt kennt ihr euch? Und was machst du wieder in Beacon Hills Jackson? Ich dachte ich würde dich für eine echt lange Zeit nicht mehr wiedersehen." „Das würde mich auch interessieren.", murmelt Isaac neben mir. Derek wirft mir einen seiner ernsten Blicke zu und die beiden zuletzt angesprochenen tauschen einen Blick aus, bevor Lena sich zu uns wendet. „Da gibt's nicht viel zu erklären. Wo ich eine Zeit lang in London gelebt habe, habe ich Jackson kennengelernt. Seitdem sind wir Freunde." Freunde? Ja okay, wer will schon mit Jackson befreundet sein? Bevor ich das aussprechen kann, ergreift Derek das Wort. „Okay, da das jetzt auch geklärt ist Stiles was meintest du mit anderen Probleme?" Scott erklärt ihm alles, dass Ennis Tod ist und Kali auf Rache aus ist. „Das wissen wir schon. Es ist ein Werwolkodex schon aus alten Zeiten. Peter guckt, ob Deaton uns helfen kann, aber wir müssen uns auch was einfallen lassen." „Wow Cora, soweit waren wir auf der Hinfahrt hierher auch schon." Die junge Hale guckt mich sauer an. Derek tritt in die Mitte. „Nein, ihr werdet gar nichts unternehmen, wenn nur ich. Sie wollen mich. Ihr geht jetzt erst mal alle nach Hause, ruht euch aus und geht morgen in die Schule.", weißt er uns an. „Wir werden dich doch nicht alleine gegen sie antreten lassen.", hält Scott dagegen. „Das ist dein Tod.", meint Lena. „Wir überlegen uns was, aber erst wenn wir alle wieder bei Kräften sind, sonst überlebt das keiner." Damit geben sich alle zufrieden und verlassen letztendlich das Loft. Auf den Weg zu unseren Autos wende ich mich an den zurückgekommenen Werwolf. „Bleibst du hier oder geht's für dich irgendwann wieder nach London." Er lacht auf. „Kannst es wohl nicht erwarten mich so schnell, wie möglich wieder los zu werden was Stilinski? Aber ich muss dich leider enttäuschen. Ich weiß noch nicht ob ich wieder gehe." Na ganz toll. Scott hat wohl nicht so ein Problem damit. „Wir können jede Hilfe gegen das Alpharudel gebrauchen." Er reicht Jackson die Hand. „Willkommen zurück." Ist das sein Ernst? Hat er vergessen, welche Probleme wir letztes Jahr mit dem Kanima hatten? Und meinte Lena nicht sie haben sich in London kennengelernt? Was ist, wenn er auch mit ihren Brüdern befreundet ist, enger als mit Lena und uns verrät? Der Ex-Kanima schüttelt seine Hand. „Als Omega wirst du aber nicht so hilfreich gegen ein Haufen Alphas sein.", widerspreche ich. „Du als Mensch noch weniger." Empört gucke ich ihn an. „Das glaube ich kaum. Ich hab immer noch einen Verstand den ich einsetzen kann." „Ach wirklich." Ich verenge meine Augen und trete einen Schritt näher auf ihn zu. Er ist immer noch so ein verdammt arrogantes Arschloch, wie vor 6 Monaten. Ist ja klar, dass man sich nicht so schnell ändern kann, besonders kein Jackson Whittemore. Scott eilt zwischen uns und hält uns voneinander fern. „Hey, es reicht Stiles okay?" Warum schaut er nur mich an? Ich hab mich wohl kaum selber beleidigt. „Aber er hat nicht ganz unrecht. Du solltest Derek fragen, ob du wieder ins Rudel kannst." WAS? Das meinte ich doch überhaupt nicht. Ich stöhne auf und gehe alleine zu meinen Jeep. Ich kann noch hören, wie Mr. Perfect meint, dass er schon wieder im Rudel drin ist. Kurze Zeit später kommen auch Scott, Isaac und Lena, die ich noch zu Scott bringen muss. „Stiles was sollte das den?", spricht Lena mich wütend an. Ich drehe mich so um, dass ich alle anschauen kann. „Was das sollte? Ich vertraue ihm nicht. Man Scott, ich sage dir das wird alles wieder auf das gleiche Schlamassel hinauslaufen, wie letztes Jahr. Wer hatte gesagt, dass Matt der böse ist und auf wen wollte keiner hören? Genau ich war das und jetzt sage ich, dass wir Jackson nicht trauen können, weil es nun mal Jackson ist. Seid wann hilft er uns, wenn es nicht für sein eigenen Vorteil ist Mhm?", spreche ich meine Sorgen aus. „Stiles du übertreibst. Ich denke dieses mal will er uns wirklich helfen." Lena nickt zustimmend. Ist ja klar das Scott das denkt, hätte auch nichts anderes gedacht. „Aber irgendwie hat er auch recht. Wir kennen Jackson.", verteidigt Isaac mich. Lena schaut ihn ungläubig an. „Und ich kenne ihn auch. Er wird uns helfen." „Ach ja? Ich glaube wir kennen ihn länger." Sie mustert ihn wütend und lehnt sich zurück. Das Einzige was sie noch gesagt hat, war leise gemurmelt, so was ähnliches, wie dass wir falsch lägen. Wir haben es alle dabei belassen und ich habe die Drei zu Scott gefahren. „Bis morgen Kumpel.", verabschiedet sich mein bester Freund von mir. „Bis morgen.", erwidre ich und verabschiede mich noch von Isaac und Lena. Dann fahre ich endlich selber Nachhause, wo ich auch auf Dad treffe. Ich unterhalte mich noch mit ihm und berichte, wie das nicht stattgefundene Geländelauftreffen war, natürlich das übernatürliche ausgelassen. Danach gehe ich noch schnell duschen und ab ins Bett. Wie ich es vermisst habe. Keine ungemütlichen Sitze, sondern mein schönes, warmes, oberhammer gemütliches Bett.
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The True Alpha
FanfictionAnna-Lena Hale ist was besonderes. Und sie hasst es. Nicht nur, dass sie als geborener Werwolf Verwandlungsprobleme hat, sondern auch ist ihre Familiengeschichte mehr als kompliziert. Seit dem großen Feuer wohnt sie nicht mehr in Beacon Hills und...
