Kapitel 5

2K 121 0
                                        

Kapitel 5

Die Jungs bedanken sich schnell bei Kim und ich klopfe ihr kurz dankbar auf die Schulter.

Wir gehen wieder aus der Küche hinaus. "Was jetzt?", fragt Nick und sieht uns alle kurz an. "Lasst uns raus gehen, heut ists richtig heiß", meint Chris und zwinkert mir schon wieder zu. Josh und Nick stimmen zu, also nicke ich auch.

Ich trotte ihnen durchs Internat hinterher, bis wir vor einer großen Türe mit Glasscheiben stehen bleiben. Josh drückt sie auf und sofort kommt schwüle Hitze herein, wir alle gehen hinaus. Ich sehe mich um, eine große Asphaltfläche, auf der sich mehrere Bänke befinden, ein großer Baum in der Mitte um den auch eine Bank steht, ein paar Snackautomaten und eine grüne Wiese. Einige Schüler stehen oder sitzen in Gruppen herum, manche rauchen auch. Ich sehe keinen Betreuer. Ich beachte die Jungs nicht länger und lege mich auf die Wiese. Ich schließe meine Augen und fahre mit meinen Fingern durch das Gras.

Eine Weile liege ich so da und ich spüre wie ich anfange zu schwitzen. Plötzlich ergießt sich eine kühle Flüssigkeit über meinen Körper und mein Top. Ich stöhne erschrocken auf und reiße meine Augen auf. Über mir steht Nick mit einem Eimer in der Hand. Ich sehe ihn wütend an und stehe auf. Ich schlage ihm kurz mit der flachen Hand auf die Brust. Ich ziehe mein Top aus, sodass jeder meinen BH sehen kann, doch das ist mir egal, ich empfinde keine Scham. Ich verdrehe das Top mit den Händen sodass das Wasser herraus tropft.

Ich schaue auf, vor mir stehen die drei Idioten und versuchen nicht mich anzustarren. Ich lache auf, diese ganze Situation ist eigentlich nicht witzig, doch ich habe schon so lange nicht mehr gelacht, jetzt muss es einfach raus. Mein Lachen klingt zuerst unsicher und falsch, doch das legt sich schnell. Die Jungs gucken sich erst verwirrt an, lachen dann jedoch mit.

Nick zieht sein T-Shirt aus und reicht es mir. Ich schüttel meinen Kopf. "Na los ziehs schon an, dann können wir dich endlich wieder angucken." Ich grinse ihn schief an und ziehe es an. Es fühlt sich gut an und es riecht gut. Ich betrachte Nicks Oberkörper, er hat ein leichtes Sixpack und er ist nicht zu schlank und auch nicht zu dick, er sieht.. gesund aus und attraktiv."Steht dir, außerdem hast du ein echt süßes Lachen." Ich merke wie mir die röte in die Wangen steigt und schaue schnell weg. Josh legt seinen Arm um mich. "Tollen Körper hast du übrigens." Ich lache und schubse ihn weg.

Plötzlich kommt Ashley daher. Ich kann ihren Blick nicht deuten. "Ich finde es echt fies von dir, immerhin sind wir Mitbewohnerin und du behandelst mich wie Luft. Ich hasse es wie Luft behandelt zu werden und anstatt etwas mit mir zu machen hängst du nur mit diesen Typen ab. Ich hab einiges durchgemacht und ich könn-" - "Sag mal weißt du wo du hier bist? Hier haben alle einiges durchgemacht und jetzt hör auf Ska so an zu machen", unterbricht Nick sie. Wow, er verteidigt mich vor ihr, das ist irgendwie süß, aber auch unnötig. Ich sehe Ashley nochmal genau an. Jetzt weiß ich es! Sie ist eifersüchtig. Ich gehe auf Ashley zu und umarme sie fest. Zuerst ist sie zu verblüfft, doch dann erwidert sie meine Umarmung. Ich löse mich vorsichtig von ihr und hole meinen Stift aus meiner Hosentasche und einen Zettel aus meiner Tasche. Darauf schreib ich: 'Es tut mir leid. Heut ist erst der zweite Tag, mach dir keine Sorgen."

Ich gebe ihn ihr und geh wieder ins Gebäude. In meinem Zimmer angekommen, mache ich das Fenster auf, hänge mein Top davor und lege meine Tasche aufs Bett.

Glück.Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt