Kapitel 37

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Kapitel 37

Zwei Tage sind seit meiner Entlassung aus dem Krankenhaus vergangen. Ich bin bei Leo untergekommen.

Seine Mitbewohner sind total nett.

Zum einen ist da Georg, der ein ziemlicher Tollpatsch ist und zum anderen Kira, die sich sehr darüber freut nicht mehr das einzige Mädchen in der WG zu sein.

Möbel habe ich keine gebraucht, da das.., nein, mein Zimmer schon voll eingerichtet ist. Doppelbett, Kleiderschrank und Schreibtisch. Mehr brauche ich auch nicht.

Nur Klamotten brauche ich noch, zwar teilt Kira ihre mit mir, doch auf Dauer ist das keine Lösung.

Dafür habe ich, aber schnell einen Job gefunden, als Verkäuferin in einem Skatershop und sobald ich Gehalt bekomme, gehe ich mit May shoppen.

Meine Mutter sah zwar sehr enttäuscht aus als ich ihr von meinem Plan erzählte und fast hätte ich nachgegeben.

Doch nach schier endloser Diskussion erlaubte sie es mir doch und schenkte mir noch ein Smartphone.

Heute Abend ist hier die Party.

Ich steige langsam aus dem weichen Bett und tapse in Boxershort, Top und Haaren ,die in alle Richtungen abstehen, ins Wohnzimmer.

Georg und Kira sind mitten beim Frühstück und ich setze mich zu ihnen.

Die Wohnung ist schlicht, aber gemütlich eingerichtet.

Zwar nicht ganz ordentlich, aber genau das macht sie für mich sympathisch.

"Morgen."

Ich streiche mir übers Gesicht und schneide ein Brötchen auf.

"Guten Morgen Sonnenschein", begrüßt Kira mich.

Ich lächle sie an und schmiere auf das Brötchen in meiner Hand Nutella.

Gerade als ich hinein beißen will, wird es mir aus der Hand genommen und ich sehe sauer zu Leo, der genüsslich den ersten Bissen kaut.

"Idiot."

Nun reiße ich ihm das Brötchen aus der Hand und beiße schnell ab.

Er lacht nur und setzt sich neben Georg, der etwas Milch verschüttet hat und sie mit dem Mund auf seinem Teller ableckt.

Nach dem Frühstück räumen Leo und ich alles auf und daraufhin gehen er und Kira schon zu ihren Jobs.

Georg sitzt währenddessen auf dem Sofa ubd guckt Fern.

Ich geselle mich neben ihn.

Was kann ich heute noch so tun?

Arbeiten muss ich erst ab Montag.

Vielleicht kann ich mich ja mit Nick treffen.

Er fehlt mir. Obwohl wir uns erst zwei Tage nicht mehr gesehen haben.

Doch noch mehr fehlen mir Josh und Chris.

Was soll ich nur ohne die beiden machen?

Was soll ich nur ohne Chris machen?

Der Tag vergeht ziemlich schnell und am Abend richten wir noch die letzten Sachen für die Party her.

Georg ist gerade dabei mir ein Trinkspiel zu erklären, als es auch schon klingelt und die ersten Gäste hereinkommen.

Ich werde allen vorgestellt und Leo dreht die Musik auf.

Mir wird mein erstes Bier für diesen Abend in die Hand gedrückt und ich nehme einen kleinen Schluck daraus.

Es kommen noch mehr Leute und Georg erklärt allen das Trinkspiel.

Wir werden 'Sissi und der wilde Kaiser' angucken und immer wenn in dem Film 'Eure Majestät' gesagt wird, muss man einen Kurzen trinken.

Das Spiel ist auch als 'Fiftyfive' bekannt, da man 55 Kurze trinken muss.

Es fängt an.

Wir sind zehn Leute die mitmachen und ich glaube zehn die nur zuschauen.

Ich bin das einzigste Mädchen, das mitmacht.

Nach den ersten zehn Kurzen gibt der erste auf.

Nach weiteren zehn, zwei weitere.

Bei fünfzig angekommen, sind nur noch Georg, ich und noch ein Typ übrig.

Ohja, ich vertrag viel. Hatte ich das schon erwähnt?

Letztendlich gewinnen Georg und ich. Wir umarmen uns.

Plötzlich taucht eine Hand auf meiner Hand auf und ich werde in die Mitte der Wohnung gezogen.

Zwei Hände legen sich auf meine Taille und ich schwinge mich zum Rhythmus der Musik.

Ich lache über Leos Gesicht wie er mich beim tanzen betrachtet.

"Was ist?", schreie ich.

Er lacht nur und legt seine Stirn auf meine.

Ich sehe ihn nur an und atme seinen guten Duft ein, der sich mit Alkohol gemischt hat.

Wie kann man so gut aussehen?

Im nächsten Moment habe ich wieder ein Bier in der Hand und trinke es auf Ex, während Leo seins nur bis zur Hälfte leer macht.

Ich stelle mich ganz dicht zu Leo.

Keine Hand würde mehr zwischen uns passen.

Ich lehne mich zu seinem Ohr und lalle mit verführerischer Stimme: "Lass uns in dein Zimmer gehen."

Ich entferne mich wieder von ihm und zwinkere ihm schnell zu.

Er leert sein Bier, nimmt mich bei der Hand, was meinen Bauch zum flattern bringt, was bestimmt vom Alkohol kommt, und zieht mich durch die Wohnung in sein Zimmer.

Darin angekommen schließt er die Tür von innen sofort und stemmt seine Hände links und rechts von meinem Kopf ab.

Er lehnt sich runter zu mir.

"Du machst mich verrückt."

Ich grinse ihn einfach nur an und realisiere die Situation noch nicht so richtig.

Mein Atmen geht schnell, als er sich endlich mit seinem Gesicht zu mir beugt und seine Lippen gierig auf meine presst.

Ich drücke mich mit dem Körper an ihn.

Ein Kleidungsstück nach dem anderen landet auf dem Boden, bis wir nur in Unterwäsche auf seinem Bett landen.

Wir drehen uns immer wieder herum und landen vom Bett auf dem Boden.

Ich löse mich von ihm und lache kurz auf.

Ich liege unter ihm und sehe ihm einfach tief in die Augen.

Das wäre das erste Mal, dass ich mit jemandem schlafe seit..

Ich verdränge den Gedanken schnell wieder und ziehe seinen Kopf zu mir herunter um ihn wild und fordernd zu küssen.

Die restlichen Klamotten, die wir noch anhaben verschwinden wie von selbst.
Passiert das hier wirklich?

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