Kapitel 15

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Still schweigend saßen wir auf dem Bett. Ich sah immer noch auf unsere verflochtenden Hände. "Worüber wolltest du mit mir reden?", durchbrach ich die unangenehme Stille. "Oh ähm... ich schätze es ist jetzt soweit oder? Ich wollte dir nur sagen, dass..." "Oh Gott Rosie!", wurde er unterbrochen und Tessa stürmte ins Zimmer. Sofort ließ er meine Hand los und Kälte machte sich breit. "Was ist los?", fragte ich sie seufzend. ich wollte nun endlich wissen, was er mir sagen wollte. Tessa blieb geschockt in der Tür stehen und starrte von mir zu Logan und wieder zurück. "Deine Mutter." Immer noch in Starre hielt sie mir ein Telefon hin. Sofort schnappte ich es mir. 

"Mom?", rief ich panisch.

"Hallo Rosie. Ich bin sicher du hast es schon gehört", erwiderte sie leise. An ihrer Stimme erkannte man deutlich, dass sie geweint hatte oder es wieder tat. 

"Ja... Sie haben es mir schon erzählt... Wie geht es Cam?", fragte ich.

"Er ist ziemlich niedergeschlagen. Verständlich. Doch er weiß auch, dass wir keine freien Minuten haben zu trauern. Wir versuchen uns zu verstecken, wenn es Sonder - oder Gefahrenmeldungen gibt. Diese werden durch einen Piper angesagt. Vielleicht... vielleicht schaffen wir es den nächsten Flug erst einmal weg von hier zu nehmen. Sachen besitzen wir nicht wirklich mehr. Cam vermisst dich schrecklich." Ich schniefte und Tränen rannen über meine Wangen. 

"Ich vermiss Cam auch sehr. Es wäre wundervoll Mama! Dann kann ich euch ja Geld schicken und ihr könnt her kommen oder?", fragte ich hoffnungsvoll. Logans Hand an meinem Rücken schenkte mir Halt. 

"Wir brauchen dein Geld doch nicht Schatz. Wir... wir bekommen das auch so hin", versprach sie. 

"Aber Mama! Du brauchst nicht auf mutig tun okay? Ich hoffe ihr bekommt einen Flug..." Höchstwahrscheinlich nickte sie jetzt, obwohl sie wusste, dass ich sie nicht sehen konnte. 

"Erzähl wie ist es so? Hast du schon einen Jungen kennengelernt?" Lachend setzte ich mich in Schneidersitz hin. Ich liebte es, wenn meine Mutter versuchte die Stimmung zu lockern, da sie dies auch meistens hinbekam. 

"Ja...", murmelte ich und hörte sie aufkreischen. Ich lächelte vor mich hin.

"Erzähl mir von ihm!", verlangte sie.

"Ich kann nicht Mama... Er sitzt neben mir." Logan hob lächelnd den Kopf, als würde er wissen, worüber wir redeten. 

"Dann schick ihn halt weg!", verlangte sie spielerisch empört. Ich legte eine Hand auf das Mikro. 

"Logan? Würdest du mich kurz allein lassen. Ich verspreche dir, dass wir nachher miteinander reden werden okay?", bat ich und er nickte. Kurz drückte er nochmal meine Hand und stand dann auf. "Verrätst du mir nachher auch, was ich über mich geredet habt?" Er begann zu grinsen als ich leicht rot anlief und lächelte. "Nur, wenn es nicht zu vieles und zu privates ist", versprach ich und schon war er weg. 

"Okay Mom, was willst du wissen?"

Erinnerung Ans VergessenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt