Kapitel 13

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Viel zu schnell kamen wir an Perries Haus an.
Nervös fummelte ich mit meinen Fingern herum.
Inzwischen verspürte ich ziemliche Schuldgefühle wegen meiner harschen Worte. Alles was ich gestern gesagt hatte war kein bisschen gerechtfertigt.

Leigh schien meine Anspannung zu bemerken. Sie nahm meine Hand und drückte diese beruhigend: "Alles wird gut, du wirst schon sehen."
Ich nickte und folgte Leigh ins Haus.

Im Wohnzimmer erwartete mich ein echt schockierender Anblick.
Perrie sah mehr als nur schlimm aus.
Sie hatte wohl die ganze Nacht nicht geschlafen, washalb sie nun tiefe Ringe unter ihren Augen hatte. Außerdem waren ihre Augen schon rötlich vom Weinen, trotzdem liefen ihr immer noch mehr Tränen über ihre Wangen. Sie fuhr sich immer wieder nervös mit den Fingern durch die Haare.
Mein Herz schmerzte bei diesem Anblick und es war absolut schrecklich zu wissen, dass ich dafür verantwortlich war.
"Perrie?", fragte Leigh mit vorsichtiger Stimme.
Sofort flog ihr Blick zu uns und als Perrie mich erblickte war auf ihrem Gesicht pure Erleichterung abzulesen.

Sie fing mit zittriger Stimme an zu reden: "Oh Gott Jade, geht es dir gut? Ich hatte solche Angst um dich. Es tut mir so so sehr leid. D-das ist alles meine Schuld."
Sie kam auf mich zu und wollte mich wohl umarmen. Doch sie stoppte ungefähr einen halben Meter vor mir. Offensichtlich erinnerte sie sich daran, wie ich sie das letzte Mal von mir gestoßen hatte.

Doch ich brauchte im Moment einfach so dringend eine von Perries warmen Umarmungen, sodass ich den Abstand zwischen uns trennte und sie von mir aus Umarmte.
Einen Moment lang wirkte Perrie erstaunt doch dann erwiederte sie die Umarmung und ich lehnte mich glücklich gegen sie.

Doch dann viel mir ein, dass es einige Dinge gab, die ich unbedingt sagen musste.
"M-mir tut es leid. Ich hätte diese Sachen gestern nicht sagen dürfen, nichts von dem ist wahr und ich hätte auch nicht abhauen sollen. Leigh hat mir alles erklärt aber eigentlich hätte ich dir gestern zuhören sollen, anstatt gleich irgendwelche voreiligen Schlüsse zu ziehen."
"Ist schon gut. Jeder hätte an deiner Stelle genauso gehandelt. Was solltest du denn auch sonst denken. Wenn ich von Anfang an viel offener zu dir gewesen wäre, wäre das alles nicht passiert. Was genau hat dir Leigh denn gesagt?"
"Sie hat erzählt wie viel du für mich getan hast, also das mit deinem Management."
Perrie nickte und atmete erleichtert aus.

"Pez-"
"Pez?", fragte Perrie erstaunt.
Ich hatte ehrlich gesagt nicht einmal bemerkt, dass ich Perrie einen Spitznemen gegeben hatte und jetzt errötete ich: "Oh ähm sorry...wenn du den Namen nich magst kann ich..."
"Nein, ich finde das echt süß von dir. Icb war nur erstaunt."
Ich konnte Perries Lächeln aus ihrer Stimme heraushören.
"Was wolltest du denn?
"Ich öhm...d-danke das du so viel für mich gemacht hast."
"Ich mache das gerne für dich."
"Aber du hättest fast deine Karriere ruiniert."
"Ja, und ich würde es jederzeit wieder tun."
Perrie drückte mich immer noch fest an sich und wirkte nicht so als ob sie vor hatte mich jemals wieder los zu lassen.

Leigh-Anne räusperte sich, ich hatte ganz vergessen, dass sie überhaupt noch hier war.
"Ich freue mich ja echt, dass ihr euch wieder vertragen habt. Aber Perrie, ich denke du könntest Jade jetzt loslassen.", meinte Leigh belustigt.
Perrie grummelte unwillig und hielt mich weiterhin fest. Und ich wollte mich sicherlich nicht darüber beschweren.
"Du solltest echt ein wenig schlafen, Perrie."
Perrie ließ mich immer noch nicht los.
"Und außerdem sind Jades Klamotten ganz nass, sie wird sich noch erkälten."
Das wirkte. Augenblicklich hatte Perrie mich losgelassen und beäugte mich mit einem kritischen Blick: "Leigh hat recht. Du solltest dir was anderes anziegen und eine warme Dusche nehmen."

Ich nickte, drehte mich um und lief nach oben. Obwohl ich insgeheim der Meinung war, dass mich Perries Umarmung besser gewärmt hatte als jede Dusche. Am Treppenabsatz blieb ich noch einmal stehen und blickte zu Leigh: "Danke, dass du mich gefunden hast und alles."
Leigh lächelte sanft: "Kein Ding. Jetzt geh dich umziehen.

Unexpected Love - Jerrie Fanfiction (Deutsch)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt