Am Nachmittag ging ich mit Perrie in die Stadt um mir Schulsachen zu kaufen.
Ich versuchte mal wieder alles um Perrie davon abzuhalten zu viel Geld für mich auszugeben. Jedoch hatte ich damit nur mäßigen Erfolg.
Perrie ließ es sich nicht nehmen so ziemlich alles neu zu kaufen, weil meine Sachen ihrer Meinung nach viel zu alt und kaputt waren.
Damit hatte sie zwar durchaus recht aber es war mir trotzdem unangenehm, dass sie so viel für mich kaufte.
Als wir alles hatten, blieb Perrie bei einem Handyladen stehen und blickte nachdenklich auf die Geräte.
"Ich sollte dir vielleicht ein Handy kaufen aber du müsstest mir versprechen, dass du keine Zeitungsartikel oder ähnliches über dich durchließt ohne dass ich dabei bin."
"Perrie, nein!", sagte ich entschlossen, "Das ist viel zu teuer."
Perrie seufzte leicht auf: "Ist es nicht."
Bestimmend nahm sie meine Hand und zog mich in den Laden. Sie sprach einen Verkäufer an und unterhielt sich kurz mit ihm. Ich konnte dem Gespräch nicht ganz folgen, da ich keine Ahnung von irgendwelchen modernen Smartphones hatte.
Perrie guckte sich einige Modelle an und wandte sich dann mir zu: "Ich denke dieses ist das beste für dich. Welche Farbe möchtest du gerne."
"Keine! Du kannst mir nicht einfach so ein Handy schenken."
"Ich kann und ich werde. Ist weiß okay?"
"Perriiie, nicht"
Doch Perrie beachtete meinen Protest gar nicht, griff das weiße Handy und bezahlte es. Als wir den Laden verließen drückte sie es mir in die Hand und meinte grinsend: "Jetzt habe ich es bezahlt. Du musst es also nehmen."
Ich wollte gerade einen letzten Versuch starten zu protestieren, als mir eine Gestalt mit wild gelockten Haaren auf der anderen Straßenseite auffiel. Es war Leigh-Anne. Ich machte Perrie daraf aufmerksam, doch sie reagierte indem sie betreten auf ihre Füße guckte. Ich war kurz verwirrt, bis mir die letzte Begegnung der beiden Freundinnen wieder einfiel.
"Hast du nochmal mit Leigh geredet, also seit...du weißt schon?"
Perrie schüttelte den Kopf.
"Dann solltest du das jetzt unbedingt tun!"
Diesmal war ich diejenige, die Perrie an die Hand nahm und mit sich zog. Ich konnte unmöglich zulassen, dass die beiden sich jetzt wegen einem kleinen Streit ignorierten.
"Leigh?", rief als wir fast bei ihr waren. Die Angesprochene drehte sich um und lächelte bei meinem Anblick. Als sie Perrie erblikte, gefrohr dieses Lächeln jedoch.
Einen Moment befürtete ich, Leigh würde sich einfach umdrehen und weg gehen. Das tat sie aber zum Glück nicht.
Eine kurze Zeit standen die beiden besten Freundinnen einfach nur stumm nebeneinander.
Leigh-Anne brach das Schweigen: "Perrie...es tut mir wirklich leid was passiert ist. Ich hätte deine Familie nicht einfach so einladen sollen."
Betreten sah sie zu Boden.
"Nein Leigh, mir tut es leid. Ich hätte dich nie so anschreien sollen und ich bin dir echt dankbar für das was du gemacht hast. Ohne dich hätte ich mich warscheinlich immrr noch nicht bei ihnen gemeldet."
Keine zwei Sekunden später lagen sich die Beiden in den Armen und ich lächelte zufrieden.
Leigh kam noch mit zu uns und wir richteten gemeinsam mein Handy ein.
Ich fand es zwar immer noch doof, dass Perrie so viel für mich ausgegeben hatte. Aber ich konnte nicht leugnen, dass mir das Handy gefiel.
Nachdem Leigh und Perrie mir alles geduldig erklärt hatten, verstand ich sogar einigermaßen, wie ich damit umgehen konnte.
Perrie und Leigh speicherten als Erste ihre Nummern ein und Perrie meinte, dass ich bestimmt noch Nummern von vielen neuen Freunden an der Schule bekommen werde.
Diese Bemerkung ließ meine gute Stimmung verschwinden und ich guckte bedrückt auf meine Füße, mit den Gedanken beim morgigen Tag. Meinem ersten Schultag auf der neuen Schule.
Perrie schien meine Aufgewühltheit zu spüren. Sie warf mir immer wieder besorgte Blicke zu.
Als Leigh gegangen war, schlug sie vor ins Bett zu gehen, damit ich morgen fit sei.
Ich stimmte zu und spürte immer noch Perries eindringlichen Blick auf mir. Wir machten uns fertig und lagen wenig später zusammen im Bett.
Normalerweise beruhigte mich Perries Anwesenheit immer und ließ mich in einen traumlosen Schlaf gleiten, doch dem war heute nicht so.
Vermutlich waren die Gedanken an den morgigen Tag einfach zu beunruhigend.
Ich stellte mir vor wie ich in die Schule gehen würde. Alle würden mich anstarren, über mich reden und möglicherweise gleich schon lästern. Wahrscheinlich würde ich eh keine Freunde finden und wieder die ganze Zeit alleine sein.
Ich hatte zwar immer gesagt, dass es mir nichts ausmachte alleine zu sein.
Aber die Zeit mit Perrie und auch mit Leigh und Caitlin hatte mir gezeigt wie viel schöner alles mit Freunden sein kann, Leuten die einen wirklich mögen. Nur war ich mir sicher, dass mich niemand auf der neuen Schule wirklich mögen wird.
Ich hatte nicht bemerkt, dass ich zu zittern angefangen habe bis Perrie mit beruhigender Stimme zu sprechen begann: "Du brachst keine Angst zu haben. Ich bin mir sicher, dass du alles morgen wunderbar hinbekommen wirst."
"Und was wenn nicht?"
"Du schaffst das, ich bin mir sicher. Und selbst wenn du nicht sofort Freunde finden solltest, werde ich immer für dich da sein und ich bin mir sicher, auch Leigh und Caitlin."
Das beruhigte mich wirklich ein bisschen. Doch obwohl ich dicht an Perrie gekuschelt da lag, dauerte es noch lange bis ich einschlief.
Pip, Pip, Pip
Ich wurde von dem sehr nevigen Klingeln, des Weckers auf Perries Nachttisch geweckt.
Ich grummelte müde und zog mir die Decke über den Kopf. Auch Perrie wurde langsam wach und schlug mit ihrer Hand nach dem Wecker. Das einzige was sie damit erreichte war, dass der Wecker auf den Boden fiel, wo er munter weiterklingelte.
Mit einem Stöhnen erhob sich Perrie um endlich das nevtötende Piepen abzustellen.
Danach kam sie auf mich zu und strich mir sanft über den Kopf.
"Du musst aufstehen Jadey. Die Schule beginnt in ein einhalb Stunden.
Jetzt bereute ich es, dass ich nicht eher eingeschlafen war. Ich fühlte mich als hätte ich gerade mal vor fünf Minuten die Augen geschlossen.
Als Perrie bemerkte, dass sie mich so nicht wach kriegen würde, zog sie mir kurzer Hand die Decke weg.
"Man, Pezzz!", beschwehrte ich mich und schlug die Augen auf.
Perrie lachze nur und verließ mit der Anweisung, dass ich mich im Bad beeilen solle das Zimmer.
Ich stand auf und machte mich fertig.
Ich verwendete mehr Zeit als sonst in mein Aussehen, schminkte mich, glättete meine Haare und prüfte bestimmt sieben Mal im Spiegel, ob mein Outfit gut aussah.
Danach ging ich hinunter in die Küche. Perrie war auch schon umgezogen und schmierte gerade Brötchen. Eins packte sie für die Pause in meine Schultasche und das andere gab sie mir zum jetzt essen.
Sobald ich den letzten Bissen gegessen hatte, drängte sie mich auch schon zum Aufbruch, weil wir sonst zu spät kommen würden.
Perrie brachte mich heute mit dem Auto zur Schule. Die Fahrt verging meiner Meinung nach viel zu schnell und schon standen wir vor der Schule. Perrie drehte sich zu mir und blickte mich entschuldigend an.
"Ich kann leider nicht mit dir reinkommen, weil ich sonst bestimmt von irgendwem erkannt werden würde."
"I-Ist schon okay."
Trotzdem zögerte ich so lange mit dem Aussteigen bis Perrie mich leicht anstuppste, mir aufmunternd zunickte und meinte: "Jetzt geh schon. Du schaffst das alles, da bin ich mir sicher. Ich hole dich nach der Schule hier wieder ab. Viel Glück."
Ich seufzte, lächelte Perrie noch einmal zu und verließ dann schwehren Herzens die Sicherheit des Autos.
Ich ging zum Vordereingang, atmete nochmal tief durch und betrat die Schule.
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Unexpected Love - Jerrie Fanfiction (Deutsch)
FanfictionJade Thirlwall ist ein schüchternes Mädchen, das nie von irgendwem bemerkt wird. Sie lebt in einem Kinderheim und hatte noch nie jemanden der sich um sie sorgt oder sie wirklich liebt. Perrie Edwards ist ein junger Popstar. Sie hat unglaublichen Erf...
