Kapitel 35

1.3K 75 9
                                    

Als ich aufwachte war das erste was ich wahrnahm ein wunderschöner Duft der mich umgab. Es roch blumig mit einem Hauch von Vanille, genau der Geruch, der mich an Perrie erinnerte.

Mit einem breiten Lächeln schlug ich die Augen auf und erblickte die Blonde, die neben mir lag und immer noch friedlich schlief. Ich musste an die letzte Nacht denken und mein Lächeln wurde noch ein Stück breiter.

Perrie liebt mich, war der Gedanke, der mir die ganze Zeit nicht aus dem Kopf ging. Mir fiel auch auf, dass die Blonde mich an diesem Morgen sogar noch ein bisschen fester an sich drückte als sonst immer.

Ich lag einige Zeit einfach im Bett und schaute Perrie an. Ihr wunderschönes Gesicht, dass im Schlaf so friedlich wirkte, war von dem Kranz an goldblonden Haaren umgeben. Ich hob langsam eine Hand und strich durch diese Haare, die so viel weicher waren als man es sich vorstellen konnte.

Von dieser Berührung wachte Perrie dann langsam auf. Ihr Mund verzog sich zu einem Lächeln, bevor sie überhaupt die Augen öffnete und ich freute mich, dass Perrie anscheinend auch glücklich war.

"Hey Jadey", murmelte Perrie dann, ihre Stimme noch rau vom Schlafen.
"Hey Pez", erwiederte ich und spielte weiter an ihren Haaren.

Wir blieben noch einige Minuten im Bett liegen ohne etwas zu sagen und genossen einfach die Nähe des Anderen.

Doch natürlich ging auch dieser Moment bald zu Ende und Perrie erhob sich, um sich anzuziehen.
Auch ich stand langsam auf und blickte als erstes auf die Uhr. Es war schon früher Nachmittag, was aber auch kein Wunder war, weil wir erst am Morgen ins Bett gegangen waren.

Als Perrie einige Minuten später aus dem Bad kam, hatte sie Verbandszeug dabei: "Komm her, wir sollten deinen Verband wechseln."

Ich nickte und setzte mich zu ihr. Ihre Hände waren im Vergleich zur vorherigen Nacht sehr ruhig und sie wirkte auch insgesamt gefasster. Als meine Narben jedoch zum Vorschein kamen, verkrampfte sich Perries Kiefer.

Die frischen Schnitte hatten zu bluten aufgehört und an einigen Stellen bildete sich nun schon eine leichte Kruste.

Perrie sorgte dafür dass alles wieder sorgfältig verbunden war, bevor sie sich neben mich aufs Bett setzte und das Wort ergriff: "Also, es ist nun ja schon ziemlich spät, aber wenn du möchtest könnten wir trotzdem heute noch auf unser Date gehen." Perrie strich sich nervös durch die Haare, wohl nicht sicher ob ich damit einverstanden wäre.

Doch bei ihren Worten fing mein ganzer Körper vor Freude und Glück an zu kribbeln. Perrie wollte wirklich mit mir ausgehen.

"Natürlich möchte ich", sagte ich und man merkte mir meine überschwängliche Freude deutlich an, was Perrie zum Grinsen brachte.

"Okay, dann mach dich am besten fertig. Du kannst dir einfach etwas bequemes anziehen. Ich muss nochmal eben weg und hole dich dann so in zwei Stunden ab.", Perrie sprang fröhlich auf die Füße und drückte noch einen Kuss auf meine errötende Wange, bevor sie eilig aus der Haustür verschwand.

Ich machte mir erstmal etwas zum Essen und stieg dann unter die Dusche. Perrie hatte zwar gesagt, dass ich einfach irgendetwas bequemes anziehen sollte, aber ich wollte an unserem ersten Date natürlich auch gut aussehen. So verbrachte ich einige Zeit vor dem Spiegel, bevor ich mich für eine enganliegende, schwarze Hose in Kombination mit einem weißen Oberteil und einer Jeansjacke entschied.
Makeup trug ich nur ganz dezent auf. Als ich mich dann im Spiegel betrachtete, war ich sogar ganz zufrieden mit meiner Erscheinung.

Perrie ließ noch ziemlich lange auf sich waren und mit jeder verstrichenden Sekunde wurde ich nervöser. Mir vielen wieder alle Zweifel ein, all die Gründe warum ich nicht mit Perrie zusammen sein sollte. Ich dachte an den Altersunterschied zwischen uns, an die Tatsache, dass Perrie offiziell meine Pflegemutter war und an die Fans, die mich bestimmt dafür hassen würden mit Perrie zusammen zu sein. Doch in meinem Herzen wusste ich, dass es mir egal war. Alle diese Sachen waren mir egal wenn ich dafür mit Perrie zusammen sein könnte. Wenn da nur nicht meine größte Befürchtung wäre: Die Angst, dass Perrie mich nicht wollte. Ich fragte mich sowieso schon immer warum Perrie jemanden wie mich auch nur ansah. Sie hatte mir zwar gestern gesagt, dass sie mich liebte aber was war wenn ihr unser Date keinen Spaß machte oder wenn sie fand dass ich doof aussah. Nervös begann ich an meinen Fingernägeln zu kauen. Das war eine schlechte Angewohnheit von mir. Ich versuchte immer mir das abzugewöhnen aber sobald ich nervös wurde fing ich wieder damit an.

Zum Glück wurde ich bald erlöst und Perrie klingelte an der Tür.
Ich öffnete mit einem leichten Lächeln und zog scharf die Luft ein. Die Blonde hatte sich wohl nochmal umgezogen und sie sah atemberaubend schön aus.
Ihre Jeans war hellblau und an den Knien zerrissen. Darüber trug sie ein rotes T-shirt und eine Lederjacke. Die Jacke saß so eng, dass man jede von Perries Kurven sah.
Ihre Haare vielen in den üblichen leichte Locken über ihre Schultern. Ihr Mackeup war wie meines überwiegend dezent gehalten. Allerdings hatte sie einen Liedschatten aufgetragen, der ihre glücklich funkelnden, blauen Augen betonte. Das allerschönste an ihr war aber wohl das breite Lächeln. Es hellte ihr gesammtes Gesicht auf und sie wirkte so glückluch wie noch nie, als sie mich musterte und sich dabei leicht auf die Lippe biss.

"Du bist wunderschön Jade", stellte Perrie mit leicht rauer Stimme fest.
"Du auch", erwiederte ich leise.

Wir standen noch ein paar Sekunden reglos da, gefangen von dem Anblick des anderen bis Perrie sich räusperte: "Können wir los?"
"Äh, ja klar."

Perrie ergriff meine Hand und hielt diese ganz fest während sie mich zum Auto führte.
Sie öffnete mir die Beifahrertür und setzte sich dann selbst hinter das Steuer.

"Was ist eigentlich mit den Fans. Wird uns nicht irgendwer sehen?", sprach ich einen Gedanken aus, der schon seit einiger Zeit in meinem Kopf herumschwirrte."
"Nein, keine Sorge. Da wo wir hinfahren wird uns niemand stören. Wir müssen uns aber generell überlegen was wir mit den Fans machen. Sie sind teilweise echt fies, gerade wenn es um jemanden geht mit dem ich zusammen bin."

Perrie, die wusste wie wenig mir der Gedanke an ihre Fans behagte, löste eine Hand vom Steuer und legte sie beruhigend auf mein Bein, was in mir ein weiteres Mal einen Schwall von prickelnden Gefühlen auslöste.

"Wohin fahren wir eigentlich?"

"Das", meinte Perrie mit einem spitzbübischen Grinsen, "wird eine Überraschung."
Ich stöhnte gespiel genervt auf doch Perrie lachte nur. Wir beide wussten, dass ich nicht wirklich wütend war.

Eigentlich freute ich mich sogar. Was auch immer Perrie vorbereitet hatte, würde sicherlich toll werde. Für diesen Moment schob ich einfach alle Bedenken beiseite, denn jetzt wollte ich mein erstes Date mit Perrie genießen.

Hey,
Ich habe leider schon echt lange nicht mehr geupdetet und das tut mir auch wirklich leid. Ich hatte einfach sehr viel Stress mit der Schule. Aber diese Geschichte zu schreiben macht mir immer noch genauso viel Spaß wie am Anfang und sobald ich mehr Zeit haben, werden die Kapitel auch wieder regelmäßiger kommen. Ansonsten wünsche ich euch noch einen schönen Abend.

Unexpected Love - Jerrie Fanfiction (Deutsch)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt