Kapitel 3

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7 Sekunden.
So lange dauerte es bis der Name zu mir durchgedrungen war.
Mich?!
Sie wollte ernstaft mich adoptieren?
Das konnte nur ein Irrtum sein.

Mit offenem Mund srarrte ich von meinem Beobachtungsposten aus auf das Geschehen hinab.

Alle anderen schienen nicht weniger geschockt zu sein als ich.
Tanja war natürlich die erste, die ihre Sprache wieder fand: "WAS?! Wie können sie auch nur daran denken etwas wie diesen Loser zu adoptieren, wenn sie mich haben können. Ich wäre eine viel bessere Tochter für sie. Haben sie diese Jade nur mal angesehen. Jemand der so hässlich und dumm wie sie ist kann nicht..."

"Tanja, es reicht!",schaltete sich Ms. Miller ein.
Und das war auch gut so, denn zum ersten Mal konnte ich in Perrie Edwards Augen Wut ablesen.
Ihre Augen glühten förmlich, ihre Fäuste waren geballt und sie jagte mir eine heiden Angst ein.
In diesem Moment sah sie so aus, als ob sie Tanja am liebsten schlagen würde.
Aber warum?
Tanja hatte doch nur die Warheit gesagt.

Ms. Miller schien ihr da auch zuzustimmen: "Jade? Sind sie sicher?"
"Ganz sicher!"
"Nun okay, aber ich muss sie warnen.
Jade wurde schon ein paar mal adoptiert und immer wieder zurückgebracht. Mit Beschwerden, dass sie nicht reden würde oder mehrmals in der Nacht schreiend aufwacht. Beobachtungen, die ich beide bestätigen kann.
Sie können natürlich immer noch jemand anderen wählen. Tanja villeicht.
Auch wenn sie derweilen etwas aufbrausend ist, würde sie bestimmt wunderbar zu ihnen passen!"

Das wars, jetzt würde sie bestimmt Tanja nehmen.
Doch Perrie überraschte mich und alle anderen erneut, indem sie mit fester Stimme sagte: "Ich habe mich bereits für Jade entschieden."

"Nun okay, wenn sie das unbedingt wollen. Wir haben hier allerdings die Regelung, dass die Adoptiveltern und die Kinder zuerst einen Tag zusammen verbringen sollten.
Wenn danach beide einverstanden sind, steht einer Adoption selbstverständlich nichts im Wege."

"Ich habe morgen Vormittag einige Termine. Wenn sie nichts dagegen haben würde ich am Nachmittag wiederkommen und Jade für ein paar Stunden abholen."

"Natürlich", man sah Ms. Miller an, dass sie immer noch über Perries Entscheidung verwundert war.
"Dann wünsche ich euch allen noch einen schönen Abend.",lächelte Perrie und verließ das Heim.

Sprachlos starrte ich auf die Tür durch die sie soeben verschwunden war.
Das konnte doch jetzt nicht wirklich passiert sein.

Dass dies kein Traum oder etwas ähnliches war, wurde mir schließlich schmerzhaft klar als eine wutschnaubende Tanja vor mir auftauchte, mich packte und in unser Zimmer zog.
Sie hatte kaum die Tür mit ihrem Fuß zugeschlagen, als ich schon am Kragen gepackt und von ihr gegen die Wand gedrückt wurde.
"Kannst du mir mal verraten wiso Perrie Edwards einen kleinen Nichtsnutz wie dich adoptieren will?"
Mir schossen Tränen in die Augen.
"Das war eine Frage!"
"I-ich weiß es n-nicht"
Klatsch
Es war bei Weitem nicht das erste mal, dass ich eine Backpfeife bekam.
Trotzdem tat es jedes Mal aufs neue weh. Und Tanja hatte um einiges mehr Kraft als man ihr zutrauen würde.
"Jetzt würde ich an deiner Stelle gut zuhören", zischte Tanja mir ins Ohr, "Das war nur ein Kleiner Vorgeschmack von dem was passieren wird, wenn du es zulassen solltest, dass Perrie dich adoptiert.
Du bist die erbärmlichste Person die mir jemals begegnet ist. Du wehrst dich ja nichmal. Niemand will dich und auch Perrie würde dich sofort wieder zurückgeben. Aber so weit wird es nicht kommen! Du wirst morgen alles versuchen, damit sie dich nicht adoptieren will. Am Besten du redest gar nicht! Und sollte dir das misslingen wirst du sagen, dass du nicht von ihr adoptiert werden willst, verstanden?"
Ihr Griff war inzwischen so fest das ich kaum noch Luft bekam.
"J-ja",japste ich und endlich ließ sie mich los und verließ den Raum.

Unexpected Love - Jerrie Fanfiction (Deutsch)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt