Sehr geehrter Mr. Cowell,
ich habe mir, wie sie es mir geraten haben ihre Idee durch den Kopf gehen lassen.
Ich weiß das mein Erfolg kürzlich etwas abgenommen hat und das dies ein großer Verlust für ihre Firma ist.
Aber ich bin ungerne bereit gleich zu solchen Maßnahmen zu greifen.
Ich habe im Moment wirklich nicht die Zeit, die zweifellos nötig ist um einen Teenager zu erziehen. Immerhin habe ich gar nicht das Bedürfnis ein Kind zu haben.
Sind sie denn überhaupt sicher, dass es mir so viel mehr Fans bringen würde, ein Kind zu adoptieren?
Es wäre auch möglich, dass die meisten darauf mit Hates reagieren.
Diese Hater werden sich nicht nur gegen mich sondern auch gegen das von mir adoptierte Mädchen stellen.
Deshalb bitte ich sie diese Sache noch einmal zu überdenken.
Außerdem würde ich erwarten, dass sie sämtliche anfallenden Kosten für das Kind übernehmen.
Mit freundlichen Grüßen,
Perrie Edwards.Entsetzt starrte ich auf den Bildschirm. Das durfte einfach nicht passieren!
Wie hatte ich mich so irren können?
Tränen liefen mir übers Gesicht.
Wiso immer ich?
Ich dachte ich hätte endlich einen Menschen gefunden, der sich um mich kümmert und mich wirklich mag.
Und jetzt musste ich herausfinden, dass Perrie mich nur benutzte um ihre Berühmtheit aufzubessern. Sie wollte mich eigentlich gar nicht hier haben und war nicht einmal bereit auch nur einen Cent für mich auszugeben.
Alles, mein ganzes Zimmer und alle Kleidung hatte vermutlich ihr Management bezahlt nur weil die sich erhofften mehr zu verdienen da Perrie nun dank mir überall in der Zeitung und im Internet war.Je länger ich nachdachte desto schlimmer wurde es. Hatte Perrie mir überhaupt auch nur einmal die Wahrheit gesagt?!
Eigentlich hätte es mir klar seien müssen, ich hatte mich sowiso die ganze Zeit gefragt warum Perrie sich so um mich sorgte.
Jetzt hatte ich die Antwort: Sie sorgte sich nicht um mich.
Bei dieser Erkenntnis fing an zu schluchzen.Unter meinen Schluchzern bemerkte ich das Klicken nicht, das die Haustür von sich gab, als sie aufgeschlossen wurde.
Perries Stimme hörte ich allerdings: Jade? Ich bin wieder da, bist du noch wa- WAS MACHST DU DA?!"Ich sprang von ihrem Laptop weg.
Die Tränen liefen mir immer noch unaufhaltsam übers Gesicht das schien nun auch Perrie zu bemerken.
Entsetzt sah sie mich an: "Jade? Was ist passiert?"
Sie war mit drei großen Schritten bei mir und wollte mich umarmen.
Ich wich zurück.
Perrie stoppte sofort in ihrer Bewegung und ein verletzter Ausdruck stahl sich auf ihr Gesicht.
"Wiso-", sie drehte sich zum Laptop um.
Als sie die immer noch geöffnete E-mail auf dem Bildschirm sah zog sie entsetzt die Luft ein."J-Jade ich...", sie sah mich flehentlich an und schien nich recht zu wissen was sie sagen sollte, "D-das solltest du nich sehen! Aber ich- ich...äh...ich k-kan dir das erklären. Ich-" An der Stelle versagte ihre Stimme.
Bei mir jedoch war es anders. Plötzlich hatte ich überhaupt keine Angst mehr. Diese wurde komplett von einer riesigen Wut überschattet. Wie konnte Perrie es wagen mir das anzutun?!
"Ich denke nicht das es da etwas zu erklären gibt.", meine Stimme war eiskalt und Perrie sah mich echt erschrocken an, "Das Schlimmste ist, dass ich wirklich angefangen habe dir zu vertrauen. Aber du hast mich auch nur wieder ausgenutzt. Du bist kein Stück besser als Tanja oder alle anderen in meiner Klasse. Wenn du mich nicht hier haben willst, hättest du mich nicht adoptieren sollen. Hast du dich jemals gefragt wie ich mich fühle wenn du mich so ausnutzt?", meine Stimme wurde immer lauter.
Perrie öffnete den Mund aber es kam immer noch kein Ton heraus.
Also gab ich mir selbst die Antwort auf meine Frage: "Nein natürlich nicht! Weil ich ja nur das kleine Waisenkind bin, das eh niemanden hat und mit dem man sowas ja machen kann.", am Ende des Satzes brach meine Stimme und weitere Schluchzer kamen aus meinem Mund.
Perrie liefen inzwischen auch die Tränen über die Wangen.
"Jade bitte...ich w-wollte doch nicht...wollte nie-"
Ich schnaubte, dachte Perrie echt das alles wieder gut würde nur weil ihr im Nachhinein einfiel, dass sie das eigentlich gar nicht wollte.Ich wollte aus dem Zimmer laufen als ich nochmals von Perries Stimme aufgehalten wurde: "Wo willst du hin." Ihre Stimme war nur noch run schwaches Schniefen.
"Hauptsache weg von hier! Ich werde ganz sicher nicht länger dein Mittel zu sein um mehr Fans zu bekommen!""Nein", es war als hätte man einen Schalter umgelegt, denn plötzlich sprach Perrie wieder mit all ihrer Autorität.
Sie packte meinen Arm und drückte mich so gegen die Wand das ich nicht weg konnte. Dabei achtete sie jedoch darauf mich nicht zu verletzen.
"Bleib hier! Du musst mich erklären lassen!"
Trotz aller Wut kam ich nicht umhin Angst zu verspüren. Ich hatte Perrie gerade extrem doll angeschrien und in dieser Position wäre es ein leichtes für sie mich zu verletzen.
Eigentlich glaubte ich nicht das sie das tun würde, das hier war immerhin Perrie, die sonst immer so besorgt und beschützerisch über mich war. Allerdings hätte ich auch nie gedacht das diese Perrie mich so sehr anlügen würde.
Ich begann zu zittern, was auch Perrie bemerkte.
Sie warf mir einen iritierten Blick zu, bis sie plötzlich erblasste: "Du...du hast Angst vor mir? Denkst du wirklich ich würde dich verletzen?!"
Sie sah mich entsetzt an, ihr Griff hatte sich gelockert.
Das sah ich als Chance. Ich schüttelte ihren Arm ab und rannte zur Haustür.
Perrie versuchte noch mich aufzuhalten: "Nein, Jade. Es ist dunkel und kalt draußen bleib hier! B-bitte!"
Doch ich war schon zur Tür raus und lief weinend die Straße entlang.Nach einiger Zeit hörte ich auf zu rennen.
Perrie hatte Recht gehabt, es war eiskalt. Bibbernd zog ich meine dünne Jacke enger um mich.Schlimmer konnte mein Leben wohl nicht mehr werden.
Hier war ich jetzt also mitten in der Nacht alleine auf der Straße, vollkommen verheult und mit nichts als der Kleidung die ich trug.Wie auf Komando fing es an zu regnen. Eilig kauerte ich mich unter den Dachvorsprung vor der Tür eines Geschäftes. Das schützte mich wenigstens etwas.
Als ich versuchte es mir etwas bequemer zu machen fasste ich mit meinem Finger in eine Glaßscherbe.
Die meisten Leute hätten das vielleicht als Schmerz empfunden aber für mich war es wie eine Rettungsleine. Nicht Nachdenken, war genau das was ich wollte.
Kurz entschlossen packte ich die Scherbe und schnitt mir den Unterarm auf. Mit jedem Schnitt wurde mein seelischer Schmerz erträglicher.
Ich hatte nichts zum Verbinden aber das war mir jetzt auch egal.
Immer noch vor Kälte zitternd schlief ich vor dem Geschäft ein.Wenige Stunden später und immer noch mitten in der Nacht wurde ich plötzlich von einer Stimme geweckt: "Jade?"
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Unexpected Love - Jerrie Fanfiction (Deutsch)
FanfictionJade Thirlwall ist ein schüchternes Mädchen, das nie von irgendwem bemerkt wird. Sie lebt in einem Kinderheim und hatte noch nie jemanden der sich um sie sorgt oder sie wirklich liebt. Perrie Edwards ist ein junger Popstar. Sie hat unglaublichen Erf...