Fall eines Empires

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Es war das beben und die Schreie, welche sie aus dem Schlaf rissen. Sie riss die Augen auf und den Oberkörper aufrecht. Wieder hallte ein Schrei über die Gänge und sie schlug die Decke zurück. Sie sprang aus dem Bett, rannte durch das kalte Zimmer und riss die Flügeltüre auf. Ihr Gang war leer, aber zwei Gänge weiter gab es einen kleinen Balkon. Von dort mussten die Schreie hineingedrungen sein. Mit wehendem Nachtkleid rannte sie über den Gang, als erneut der Turm zu beben begann. Ein Schreckenston entwiche ihr, als sie gegen die Wand stolperte. Sie warf ihr Haar nach hinten und rannte weiter den Gang entlang. Sie erreichte die Tür zum Balkon und stieß die Türe auf. Ihre Augen weiteten sich. "Nein." keuchte sie und sah über ihr brennendes Land. "Meine Königin!" rief da wer hinter ihr. Sie bekam nur mir wie sie gepackt wurde, dann lag sie am Boden, unter dem Körper ihrer Leibwache begraben. "Ihr müsst hier weg." meinte die Wache, drehte sich von ihr runter, wandte dem Land den Rücken zu und zog sie vor sich. "Nein." befreite sie sich von ihm und trat wieder hinaus. "My Lady ich ersuche euch mit mir zu kommen." ermahnte ihre Leibwache sie. "Ich lass sie nicht allein!" schrie sie und schlug auf das Geländer aus schwarzem Marmor. Da kam die engste vertraute der Königin auf den Balkon gelaufen. Sie war noch fast ein Kind. So jung. "My Lady." gab sie mit ihrer hohen Stimme von sich. "Arina." wandte sie sich um und zog ihre Zofe an sich. "Die Okrs, sie sind vor dem Tor des Turmes. Wir können sie nicht aufhalten." wisperte Arina. Sie riss den Kopf herum. Sie sah, wie viele ihrer Krieger bereits am Boden lagen, wie ihr Blut den Boden tränkte. Sie sah ihre Wache an. "Wie viel Zeit könnt ihr mir geben?" wollte sie wissen. "Wie viel braucht ihr?" stellte ihre Wache die Gegenfrage. "Ich bin die Königin, ich werde in meiner Rüstung sterben, oder gar nicht." meinte sie selbstsicher. "Die Zeit gebe ich euch." versicherte er ihr. "Dann los." meinte sie, fasste ihre Zofe an der Hand und lief wieder hinein.

Im Laufen zog Arina die letzten Lederschnallen der Rüstung fest und befestigte den Blutroten Umhang an ihren Schluterschützern. Eine zweite Zofe lief neben der Königin her und schlang ihr einen Gurt um die Taille. An diesem hing ein Langschwert. Mit einer Hand umfasste die Königin fest den Griff ihres Schwertes, die andere Hand ballte sie zu einer Faust. Die Königin bog gerade um die Ecke, als ihr Hauptmann den gang entlang gelaufen kam. "Meine Königin. Wir können sie nicht mehr aufhalten, es sind zu viele." meinte er außer Atem. Die Königin packte ihn an der Schulter, stieß ihn zur Seite und lief wieder hinaus auf den Balkon. Die Qualmende Luft ließ ihren Umhang und ihr langes, blondes, lockiges Haar wehen. Mit rasendem Blick überflog sie ihr gesamtes Land. Die Orks kamen vom Schicksalsberg, sie hatten von hinten angegriffen. Der Königin kam es so vor, als würde ein Augenschlag von ihr und ihre Kopfdrehung eine halbe Ewigkeit dauern. Sie hörte ihr Blut in ihren Ohren rauschen und spürte wie ihr Herz schnell gegen ihre Brust schlug. Die einzelnen Elemente ihrer eisernen Handschuhe knackten, als sie ihren Griff an dem Geländer des Balkons festigte. Ihre Brust hob und senkte sich in regelmäßigen Abständen und ihr Blick bebte vor Entschlossenheit. "Ich komme wieder." zischte sie drohend und sah ihren Hauptmann über die Schulter an. "Öffnet das Tor." forderte sie entschlossen. "Ihr wollt gehen?" fragte der Hauptmann. "Nur vorübergehend. Ich werde mir zurückholen, was mir gehört." versprach sie. "Euer Majestät." neigte der Hauptmann den Kopf und blies ein Horn. Mit wehendem Umhang drehte sich die Königin um und lief mit ihrer Zofe und dem Hauptmann wieder hinein. "Beschützt eure Königin!" rief der Elbe einem Trupp von Wachen zu. Sofort schlossen diese einen Kreis um die Königin, welche ihre junge Zofe fest an der Hand hielt.

Die Ställe waren das Ziel, in denen sich schon die Krieger bereitmachten. Gegen das mit eisen Verstärkte Holztor schlugen bereits die Orks mit einem Rammbock. Sie riss den Kopf zum Tor herum. "Meine Herrin." sah ihre Zofe sie mit weit aufgerissenen Augen an. "Arina hör mir jetzt gut zu. Du weichst nicht von meiner Seite, was auch immer passiert. Hast du mich verstanden?" forderte die Königin streng. "Ja Majestät." erwidert die kleine schnell. Sie nickte einmal, fasst Arina unter den Armen und setzte sie in den Sattel. Sie selbst schwang sich hinter dem Mädchen auf den Rücken ihres weißen Hengstes.

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Die Krieger schwangen sich in die Sattel.

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Der Hauptmann ritt langsam hinter die Königin.

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Die Schläge gegen das Tor wurden fester.

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Die Pferde begannen leicht unruhig hin und her zu tänzeln.

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Die Reiter zogen ihre Schwerter.

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Die Königin presste fest die Schenkel gegen die Seiten ihres Pferdes.

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Sie sie atmete lange und tief durch.

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"Halt dich fest." hauchte sie Arina zu.

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Die Zofe umklammerte den Arm welchen die Königin um die Gelegt hatte.

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Sie drückte Arina fester an sich

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Das Tor zerbrach.

"Heia!" rief die Königin und trieb ihre Hacken gegen die Seiten ihres Hengstes. Dieser schoss wie ein abgeschossener Pfeil los. Die Orks wollten zum Tor hereinströmen, doch sie wurden zurückgedrängt, als Königin Nihal und ihre Gefährten durch das Tor ritten und die Königin, welche an der Spitze ritt, mit einer Drehung ihres Schwertes drei Orks enthauptete.
Sie versuchten so viele Okrs in den Tod zu reißen wie möglich, auf ihrem Weg zum nun offenen Tor. Mittlerweile, waren sie jedoch voneinander getrennt worden. Königin Nihal hatte weiterhin einen Arm fest um ihre kleine Zofe gelegt und schwang mit der anderen Hand ihr Schwert. Sie riss den Kopf zum Tor herum. Es war nicht mehr weit, sie und ein Großteil ihrer Krieger hatten es fast geschafft. "My Lady passt auf!" schrie Arina da auf und Nihal riss den Kopf in die andere Richtung herum. Mit einem erstickten Schrei wurde Nihal samt Arina vom Pferd gestoßen und schlug auf einen Felsen auf. Nihal schüttelte einmal den Kopf und ihre Gedanken zu Ordnen und richteten sich dann auf. Ihr Schwert hatte sie noch fest in ihrer Hand. Da zerriss ein heller Schrei die Luft und Nihal fuhr herum. Die kleine lag am Boden, hielt sich das aufgeschlagene Bein und hob einen Arm schützen vor die Augen, als sich Orks vor ihr aufbauten. Nihals Griff um ihr Schwert festigte sich, dann rannte sie los. Mit einer Drehung um sich selbst sprang sie vor ihre Zofe und blockte die Schwerthiebe mit der Klinge ihres Schwerts ab. "Lasst meine Kinder, in Ruh!" rief sie, trat die Orks zurück und schwang ihr Schwert einmal im Kreis herum. Schon fielen Köpfe zu Boden. Nihal wollte Arina gerade aufhelfen, als sie einen Tritt in die Seite bekam und einen kleinen Felsabhang runterfiel. Die Luft entwich ihr rasselnd aus der Lunge, als sie auf dem Boden aufschlug und sie sich die Schläfe an einem scharfen Vorsprung blutig schlug. Sie hörte ein Pfeifen, ein unerträglich lautes Pfeifen, dann wurde ihr schwarz vor Augen.

Bloodrain (Herr der Ringe FF Legolas FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt