Was war das?
Sein Körper,- er war so schwer. Diese Leichtigkeit, welche er sein ganzes Leben lang verspürt hatte, sie war fort.
Selbst seine Augenlider, waren so schwer, als hätte man ihm Gewichte auf sie gelegt.
"Ich glaube, er wacht auf." hörte er eine helle, freundliche Stimme. Doch diese Stimme klang so weit entfernt.
Er wollte etwas sagen, einen Laut von sich geben, doch seine Stimme drang nicht nach außen.
"Shh, shh. Überanstrengt Euch nicht, My Lord." erklang nochmal diese helle Stimme und ihm wurde sanft über das Haar gestrichen.
"Euer Körper hat viel mitgemacht. Ruht Euch noch etwas aus." er konnte hören, das die junge Frau lächelte. Ja ganz sicher.
"Schlaft noch und wenn Ihr soweit seid, werden wir hier auf Euch waren." ihre Stimme war sanft.
Innerlich zuckte er zusammen, als sich etwas, feuchtes, kühles über seine Schweren Augen legte.
Lavendel,- es roch,- nach Lavendel.
"Wie geht es ihm?" er kannte diese Stimme. Diese herrische und dennoch so feminine Stimme.
Nihal.
"Er wird von Tag zu Tag stärker." erklang eine andere weibliche Stimme.
"Bringt mir alles herein, ich werde bei ihm bleiben." Nihal, sie klang so nah.
Er wollte was sagen, ihr zeigen, dass er sie hören konnte, doch er konnte sich einfach nicht rühren.
"My Lady, bitte. Legt Euch ein paar Stunden ins Bett. Ihr habt seit Wochen kaum geschlafen." bat man Nihal.
"Ich bleibe bei ihm." War das Gimli?
Wieder wurde es dunkel um ihn.
"Das hier brachte ein Reiter auf einem weit Entfernten Teil von Rohan zu uns." legte Haldir vor Nihal ein zusammengerolltes Pergament ab.
Nihal, welche ihr Diadem auf dem vollen Haar trug und in einem dunkelrotem Kleid aus feinster Seide steckte, nahm das Pergament skeptisch entgegen.
"Papier aus dem Waldlandreich." sie blickte zu Haldir auf. Dieser nickte.
"Seht euch das an." forderte der Hauptmann und entrollte Nihal das Pergament, legte es auf den Tisch und beschwerte die Enden.
Nihal lachte Leise und sah die feine und genaue Zeichnung von ihr auf dem Pergament an.
Man konnte bis zum mittleren Teil ihrer Brust, ihre Rüstung erkennen. Das Diadem im Haar und das Gesicht stolz wie immer.
"Lord Thranduil, er verleit euch ein Gesicht und einen Namen." erklärte Haldir und zeigte über die Zeichnung von Nihal.
"Königin der Königinnen, Königin des Ostens." las Nihal etwas amüsiert und ließ das Pergament sich wieder einrollen.
"Ich vertraue dem Waldkönig. Er weiß was er tut. Vorher war ich nur eine Legende, eine Sage. Nun haben alle Wesen in Mittelerde, ein Gesicht zu mir. Das ist sehr gut."
Nihal begann langsam auf und ab zu gehen.
"Euer Majestät." betrat da eine Wache von Rohan den Thronsaal.
"Ja." blickte Nihal auf.
"Eure Gefährten und der König kehren aus Isengart zurück. Sie werden bald eintreffen." erklärte die Wache und deutete eine Verbeugung an.
Nihal nickte dankend und deutete der Wache zu gehen.
"Haldir, wir haben alles besprochen. Reitet zurück nach Lothloriel." forderte Nihal und trat zu dem Thron des Königs, auf dessen Arm lehne, saß der Falke und blickte Nihal mit schief gelegtem Kopf entgegen.
"Bald sind sie da." murmelte Nihal und strich Boromir mit den Fingerrücken über das Gefieder.
Sie hielt dem Falken den Arm hin und er sprang mit ein paar Flügelschlägen auf ihre Schulter.
"Wartet auf mein Zeichen." sie blickte Haldir vielsagend an.
"Meine Königin." legte Haldir eine Hand über das Herz.
An seinem Ringfinger steckte ein silberner Ring. Eine Rose, welche von oben, mit einem Dolch durchstochen wurde.
Als Haldir sich verbeugt hatte, wandte er sich ab und verließ schnell die Hallen Edoras.
Mit leichtem Schritt trat Nihal wieder vor den Tisch und blickte auf das Pergament runter.
"Sag mir, dass ich auf dem richtigen Kurs bin, Thranduil und das ich bis jetzt alles richtig mache." murmelte Nihal und trommelte mit den Fingern auf die Tischplatte.
"Was hast du vor? Was willst du mir sagen?" dachte Nihal weiter und blickte auf das Pergament nieder.
"Majestät." wurde sie da schüchtern angesprochen und Nihal wandte sich überrascht um.
"Ja?" fragte sie und verharrte in der Position.
Mit einem heiseren Schrei, stieß sich der Falke von Nihals Schulter ab und ließ sich auf dem großen Tisch nieder.
"Euer Majestät." neigten Merry und Pippin die Köpfe, welche dicht bei Aragorn, Gandalf und Gimli standen. Nihal war so in Gedanken gewesen, das sie nicht bemerkt hatte, wie sie hereingekommen waren und Merrys Stimme, hat sie im ersten Moment gar nicht erkannt.
Ohne ein Wort der Begrüßung zu sagen, trat Nihal schnell um den Tisch herum und ging mit wehendem Rock auf ihre Gefährten zu.
Etwas erschrocken zuckten die beiden Hobbits zurück, bei dem Anblick von Nihals erstem Gesicht.
Kurz vor den beiden Hobbits, hob Nihal einmal ihr Kleid an und ging dann in die Knie.
Ehe die Hobbits wussten was geschah, legte Nihal die Arme um die Halblinge und zog sie an sich.
"Ihr wart so tapfer." hauchte Nihal und küsste beide Hobbits einmal auf die Locken, ehe sie sich von ihnen zurücklehnte.
"Lasst euch ansehen. Nichts passiert, alles noch dran?" fragte Nihal und musterte sie einmal.
"Alles noch dran." schniefte Pippin und lächelte sie an.
"Ich,- ich wusste du würdest nach uns suchen." nickte Pippin schnell und blickte Merry an.
"Solange ich lebe, werde ich zu euch kommen, wenn ihr mich braucht, eben so wenn eure Kinder und Kindeskinder mich brauchen. Ich werde kommen, diejenigen die euch Leid antun wollen niederstrecken und euer Land beschützen wenn ihr es nicht könnt. Nie wieder, lasse ich zu, das euch was passiert. Das verspreche ich euch." erklärte Nihal und hielt dabei die Hände der Hobbits fest in ihren.
"My Lady! My Lady!" erklang da die Stimme von der Nichte des Königs und sie kam in den Thronsaal gelaufen.
"Ich bin hier!" antwortete Nihal und blickte auf.
Èowyn kam in den Thronsaal gelaufen und fing sich an Aragorns ausgestreckten Armen ab.
"Er wacht auf.! Er kommt zu sich!" keuchte Èowyn und rang nach Atem.
So schnell Nihal konnte, kam sie auf die Beine und rannte, an Èowyns Seite die langen Gänge, bis zu dem Zimmer in dem der Prinz lag.
Mit einer Hand das Kleid angehoben, fing sich Nihals an dem Türrahmen ab und blickte in das Zimmer hinein.
"Wie Ihr euch, Majestät?" fragte eine Heilerin und nahm Leinenbilden von seine Augen.
"Ich weiß nicht." antwortete er heiser.
"Wie viele Finger halte ich hoch?" fragte die Heilerin und hob eine Hand an.
"Vier." antwortete er müde.
Sie nickte.
"Ihr habt sehr lange geschlafen." lächelte die Heilerin ihn an und legte einen Arm um seinen Rücken um ihm aufzuhelfen.
"Langsam." meinte sie und half ihm langsam auf die Beine.
"Wie lange, war ich fort?" fragte Legolas und blickte die Frau an.
"Fast drei Wochen." erhob Nihal leise die Stimme.
Der Prinz blickte sie an, es schien als würde er einen Moment brauche um zu erkennen, wer sie war.
Doch dann hellten sich seine Augen auf, er ließ von der Schulter der Frau ab, fing sich an dem Bettpfosten ab und streckte ihr einen Arm entgegen.
"Du bist hier." atmete er auf.
Mit wenigen Schritten durchquerte sie das Zimmer und warf die Arme um seine Brust.
"Den Elda sei Dank." drückte Nihal ihn an sich.
"Ich hab dich gehört." nickte Legolas und legte auch noch den anderen Arm um Nihal.
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Bloodrain (Herr der Ringe FF Legolas FF)
Fiksi PenggemarAlles hat man ihr genommen. Ihre Eltern, als sie ein Kind war, ihr Königreich, als sie eine junge Königin war und ihre kindliche Zofe, als sie mit ihr zu fliehen versuchte. Sie regierte eines der größten Empire von Mittelerde. Mordor, ihren Eltern...
