Diamant

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Vier Tage hatten die Gefährten gebraucht, bis sie den Berg verlassen hatten und nun in der Nähe der Mienen liefen. Nihal war zurückgefallen und hielt sich an den Zauberer. Er unterhielt sich angeregt mit ihr und Nihal, welche wieder einen Arm auf ihrem Schwert abgestützt hatte nickte beim Zuhören immer wieder verstehend.
Legolas, welcher mit Aragorn einige Meter weiter vorne lief sah Nihal kurz an. Schnell wandte er den Blick von ihr ab, als er wieder diesen Stick in der Brust spürte. Diesen hatte er schon einmal gespürt und er hatte lange gebraucht um über ihn hinweg zu kommen. Es war an dem Tag von Nihals Krönung gewesen. Bis heute wusste sie nicht, das er dieser damals beigewohnt hatte.
Die Wachen hatte er sehr klar darauf hingewiesen, das sie es nicht zu erfahren brauche und das hatte sie auch nie.
Wie schön sie doch damals ausgesehen hatte, wie eine wahre Königin. Eine Königin, welche es verstand zu Herrschen. "Nach all der Zeit immer noch?" fragte Aragorn da mit gedämpfter Stimme. Legolas wandte den Kopf Aragorn zu. "Immer." erwiderte Legolas trocken. "Du wirst sie nie gehen lassen. Du wirst nie zulassen, das ihr was passiert." fuhr Aragorn fort. "Nein." gab Legolas zurück und stieg über einen Felsen hinweg. Aragorn nickte verstehend. Legolas sah ihn ernst an. "Ich hab sie schon einmal verloren. Ich werde sie nicht noch einmal verlieren." schwor der Elb ihm. "Du hast mir nie von ihr erzählt." warf Aragorn ein. Legolas reagierte nicht darauf. Das stechen wurde stärker, eine Erinnerung, welche er lange Zeit erfolgreich verdrängt hatte kehrte zurück. Nihals Krönung.

Er stand in der hintersten Reihe. seine Tiara glänzte im Licht, genau wie die Silberfäden in seiner Robe. Sein Blick schweifte über die Gesellschaft. Elben über Elben, welche geduldig warteten die Prinzessin zu sehen. Legolas sah den breiten Gang, welchen die Elben gebildet hatten nach vorne. Auf dem Altar, auf einem Kissen aus hellgrüner Seide lag es. Das Diadem der Königin.
Silber mit Edelsteinen aus reinem Sternenlicht.

Es spiegelte genau ihre Schönheit wieder

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Es spiegelte genau ihre Schönheit wieder. Legolas sah von dem Diadem auf und sah sich nochmal den Gang an. Ein langer Teppich aus hellgrünem Samt und an dem Saum des Teppichs Entlang Schalen mit weißen Blumen.
Da ertönte sanfte Musik und alle Köpfe wandten sich um. Zögernd und langsam wandte auch Legolas sich um. Gleisendes Licht blendete ihn und in diesem Licht erkannte er einen Umriss. Nihal. Mit langsamen Schritt trat sie aus dem Licht heraus und auf den Teppich. Legolas Iris weitete sich. Ein Kleid so weiß wie das Licht des Monds, Haut weiß wie Schnee, Lippen Rosa wie eine Rose und Augen blau wie die See.

Mit schwebendem Schritt lief Nihal an Legolas vorüber ohne ihn zu bemerken

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Mit schwebendem Schritt lief Nihal an Legolas vorüber ohne ihn zu bemerken. Er war sich sicher, das sie niemanden Bemerkte. Viel zu bedacht war sie darauf, zu tun was man von ihr erwartete. So reagierte sie noch nicht mal darauf, als ihr eine Träne aus dem Augenwinkel über die Wange lief. Sie lief so schnell hinunter, das sie von ihrer Wange tropfte. Legolas verfolgte die Träne genau. Sie glänzte im Licht und ehe sie auf dem seidigen Stoff aufprallte, wurde die Träne mit einem Funkeln zu einem Diamanten. Nihal schien das gar nicht zu bemerken.
Der Diamant, fiel auf ihr Kleid nieder, rollte über die Schleppe und kullerte Legolas direkt vor die Füße. Der Prinz sah sich um. Niemand schien es bemerkt zu haben. Alle sahen sie nur ihre neue Königin. oder vielleicht sahen sie es, ignorierten es jedoch.
Legolas ging in die Knie und hob den Diamanten auf. Der Diamant hatte einen Sprung. Er drehte ihn in der Hand. Es kam vor, das die Tränen von Elben zu Diamanten wurden, wenn sie ehrlich und rein genug waren. Doch dieser hatte einen deutlich erkennbaren Sprung. Legolas schloss die Hand um den Diamanten. "Du hast versucht sie zurückzuhalten." flüsterte Legolas und stand auf. Sein Blick glitt von dem Diamanten in seiner Hand auf Nihal. Diese kniete sich vor dem Altar hin. "Du hast versucht nicht zu weinen." murmelte Legolas und wandte sich ab. Leise verließ er den Saal.

Legolas stieg an Aragorns Seite das letzte Stück der Felsen hoch und blieb dann stehen. "Die Mauern von Moria." kündigte Gimli staunend an.
Der Zwerg klopfte immer wieder mit der Axt gegen die Felswand und horchte genau. "Zwergentüren sind unsichtbar wenn sie geschlossen sind." erklärte Gimli. "Ja Gimli, selbst ihre Meister können sie nicht finden, wenn ihr Geheimnis vergessen ist." erklärte Gandalf. "Das wundert mich nicht bei den Zwergen." warf Legolas ein. Nihal, welche hinter ihm lief lachte leise. Hinter ihr liefen die vier Hobbits. Frodo sah mit ängstlichem Blick über den See, welcher sich neben der Gemeinschaft erstreckte. "Angst junger Hobbit?" wollte Nihal wissen, als sie einen Blick auf Frodo warf. "Ja." gab dieser zu. "Dann warte, was dich in Mordor erwartet." meinte Nihal und blieb stehen.
Gandalf stand vor einer großen kahlen Wand, welche von zwei Bäumen eingesäumt wurde und sah diese an. "Ithildin, in ihm spiegeln sich nur Sternen,- und Mondlicht." murmelte Gandalf und fuhr über die Gravierungen. Aragorn, Nihal und Legolas sahen zum Himmel hoch. Langsam schoben sich die Wolken vor dem Vollmond zur Seite und sein Licht strahlte auf die Wand hinunter. Schon erschien ein verziertes Tor mit Elbischer Aufschrift. "Hier steht." begann Gandalf. "Die Türen von Durin, des Herren von Moria, sprich Freund und tritt ein." "Wir brauchen ein Passwort." übersetzte Boromir, als Pippin fragend dreinsah. 
Als Gandalfs ersten Drei Versuche scheiterten lehnte Nihal sich an einen der Bäume und sah über den Fluss. Alle machten es sich bequem nu Pippin blieb neben Gandalf stehen und sah ihn erwartend an. "Da rührt ich überhaupt nichts." stellte er fest. Gandalf sah ihn warnend an. "setz dich hin, sein ruhig und warte wie alle anderen auch oder ich schlage mit deinem Kopf die Tür ein." warnte Gandalf ihn. Schon saß Pippin schweigend neben Nihal und überschlug die Beine. Die sah ihn nur mit hochgezogener Augenbraue an.

Bloodrain (Herr der Ringe FF Legolas FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt