Epilog(Ende von Teil 2)

695 25 0
                                        

Schwer Schluckend sah Thranduil auf das Spiegelbild runter. Schnell die Augen abwendend, drehte er sich von dem Spiegelbecken weg.
"Schluss damit, ich kann das nicht sehen." hob Thranduil die Hand und rieb sich entsetzt die Stirn. Elrond war es, welcher dem Waldlandkönig einen Moment die Hand auf die Schulter legte.
"Mein Sohn,-" wandte sich Thranduil mit rauer Stimme um.
"Es geht ihm gut." nickte die Herrin Galadriel.
"Thranduil, es gibt nichts, was ihr nun für ihn tun könnt." erklärte Galadriel und strich sanft über die Wasseroberfläche.
"Wie weit sind die Vorbereitungen?" wollte sie wissen.
"Wir sind bald soweit." antwortete Thranduil heiser und sah auf das Spiegelbild seines Schlafenden Sohnes runter.
"Ihr könnt froh sein, dass sie bei ihm ist." erinnerte Elrond ihn und nickte auf das Spiegelbild.
"Die Anzeichen verfestigen sich. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es soweit ist. Vertraut ihr. Ich bin mir sicher, das Kind weiß, was es tut." erklärte Galadriel und schritt um den Spiegel herum.
"Es ist erstaunlich, was sie tun konnte, um Legolas zu retten." stimmte Elrond zu.
Und sah auf, als er hörte, wie eine alte, tiefe Wunde sich ihren Weg, an das Tageslicht suchte.
Tiefe, alte Brandwunden, erschienen auf Thranduils linker Gesichtshälfte.
"Thranduil, beherrscht Euch. Euch solche Schmerzen zuzufügen, hilft Eurem Kind nicht." erinnerte Elrond ihn.
Thranduil warf ihm einen Moment einen Blick zu und bewegte dann verkrampft den Kopf, bis die Wunden wieder verheilten.
Erwartend und stolz wie immer, blickte der König die Herrin des Lichts an.
"Was ist zu tun?" wollte er wissen.
"Es wird nicht mehr lange Dauern, nur noch wenige Monde, bis Nihal rufen wird. Bis dahin, müsst Ihr bereit sein." erklärte Galadriel und strich auf ein Neues über den Spiegel.
"Hier, sehr es Euch an. Diese Zukunft ist noch nicht gewiss, aber eine Möglichkeit." erklärte Galadriel und nickte auf den Spiegel runter.
Schnell trat Thranduil vor.
Erleichtert atmete der König auf und blickte auf den Spiegel runter.
"Das ist doch,-" setzte Elrond an und blickte Herrin Galadriel an.
"Er lebt." stellte Galadriel fest.
Auch die Herrin des Lichts zog eine Augenbraue überrascht hoch.
In einer dunkelsilbernen Rüstung, welcher der seines Vater glich, stand Legolas da. Ein Kunstvolles Diadem thronte auf seinem Haupt. An seinem silbernen Gürtel, hingen zwei Zwillingsschwerter.
Neben ihm, ihr eine Hand an den Rücken gelegt, stand Nihal in einem Kleid in silber, grau und schwarz.
Unverkennbar ein Diadem tragend.
"Er hat viel von Euch gelernt." stellte Galadriel fest, als sie auf die Schwerter an Legolas Gürtel hinunter sah.
"Das hat er." stimmte Thranduil zu.
Ja alles was der König wusste, hatte er seinem Sohn beigebracht.
"Die Tage Eures Sohnes, als Prinz sind gezählt Thranduil. Nun ist es an der Zeit für ihn, seinen Platz an Nihals Seite einzunehmen.
Sie wusste dieser Tag würde kommen und hat sich so gut es ging darauf vorbereitet. Nun ist es an ihr, Eurem Sohn zu zeigen, was von nun an zu tun haben wir." erklärte Galadriel und sah Thranduil vielsagend an.

Bloodrain (Herr der Ringe FF Legolas FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt