Verhör

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Sarahs Sicht

Ich war schon ungefähr 20 Minuten bei Jenny, als sich plötzlich die Tür öffnete. Wir beide erschraken und blickten zur Tür. Gibbs kam durch die Tür gestürmt und Jenny sagte etwas aufgebracht zu ihm: „Jethro! Du sollst doch bevor du reinkommst klopfen! Wirst du das denn nie lernen?“ „Sarah, kommst du bitte mit.“, wandte er sich mir zu. Ich nickte, stand auf und sagte Jenny noch auf wiedersehen. Kurz bevor wir den Raum verlassen wollten rief sie mir noch hinterher: „Sarah, bitte pass auf dich auf!“ Ich nickte ihr noch kurz zu und direkt danach schloss Gibbs die Tür. Wir gingen den Flur entlang zu einem Raum. Er öffnete mir die Tür und wir gingen rein.

In dem Raum stad ein Tisch in der Mitte und ein Stuhl auf der einen und ein anderer Stuhl auf der anderen Seite. Die Wände und der Boden waren grau, es sah ganzschön trist aus. An der einen Wand hing ein Beobachtungsfenster, indem man sich selber sehen konnte, nur konnte man die andere Seite nicht sehen. Anscheinend war das ein Verhörraum.

Aber was sollte ich denn bitte in einem Verhörraum? Ich hatte doch gar nicht getan. Ich weiß, in meiner Handtasche lag ein blutiges Messer, aber ich hatte wirklich nichts mit dem Mord an meinem Freund zu tun!

Gibbs zog den einen Stuhl von Tisch weg und sagte: „Bitte setz dich, Sarah.“ Ich setzte mich auf den Stuhl und Gibbs setzte sich mir direkt gegenüber auf den anderen Stuhl. Er legte eine Akte auf den Tisch und zeigte mir Fotos von meinem Freund. Sofort spürte ich, wie mir eine Träne die Wange runter lief. „Sarah, bitte sag mir noch einmal ganz genau was an dem Abend vorgefallen war.“, sagte er zu mir und ich erzählte ihm noch einmal dasselbe, was ich Ziva auch schon erzählt hatte. Er nickte: „Ja, ok, gut, das hattest du Agent David auch schon erzählt.“ Er wurde immer etwas lauter. „Was ich aber jetzt von dir wissen will, ist warum dein Freund mehr als nur eine Identität hatte?!“ Ich zuckte mit den Schultern und antwortete ihm: „Ich weiß es nicht! Er hat immer zu mir gesagt, dass er Nick Sailor heißt und 23 Jahre alt ist!“ Langsam stand er auf und kam auf mich zu und brüllte: Und wieso war dann die gesamte Wohnung verwüstet und wieso war die Tatwaffe in deiner Handtasche?!“ Ich fing an zu heulen: „Ich weiß es nicht!“

Hinter dem Fenster

Ziva, Tony und McGee standen die ganze Zeit hinter dem Fenster und hörten dem Gespräch zwischen Gibbs und Sarah zu, doch als Sarah anfing zu weinen sagte Tony zu seinen Kollegen: „Ich glaube nicht, dass Sarah noch irgendetwas weiß, was wir nicht wissen!“ Tim nickte und Ziva stapfte einfach aus dem Raum. Keine Minute später öffnete sich die Tür zum Verhörraum und die zwei Agents hörten zu.

Im Verhörraum

Plötzlich öffnete sich die Tür und Ziva kam reingestürmt. Ich war irgendwie froh, dass sie reinkam, denn Gibbs machte mir langsam angst. „Ziva?! Was  willst du, siehst du denn nicht, dass ich beschäftigt bin?“, brüllte Gibbs nun Ziva an. Sie machte die Tür zu und rief: „Siehst du denn etwa nicht, dass sie nichts davon weiß?! Das ist viel zu viel für sie an einem Tag!“ Gibbs ging auf sie zu und ging ohne etwas zu sagen raus. Ziva blickte ihm noch kurz wütend hinterher, doch kam dann auf mich zu. Sie nahm mich in den Arm und versuchte mich zu beruhigen: „Sarah, alles wird gut. Gibbs ist nur etwas durcheinander!“ Ich erwiderte ihre Umarmung und fragte sie mit schluchzender Stimme: „Kann ich heute bei dir bleiben?“ „Ja,“, sagte sie und hockte sich vor mich, „aber vorher müssen wir noch deinen Eltern bescheid sagen.“ Ich schüttelte den Kopf: „Nein, das müssen wir nicht. Die sind heute Morgen in Urlaub gefahren.“ Zia guckt mich verwirrt an, stand dann aber auf und sagte: „Ok, dann komm mit. Wir fahren jetzt zu mir nach Hause.“ Ich stand auf und nahm sie in Arm: „Danke! Danke für alles Ziva!“

Währenddessen bei Tony und Tim

„Ziva?! Was willst du, siehst du denn nicht, dass ich beschäftigt bin?!“, brüllte ihr Boss ihre Kollegin an. „Jetzt legt Ziva bestimmt richtig los!“, lachte Tony und überhörte fast, was Ziva rief: „Siehst du denn etwa nicht, dass sie nichts davon weiß?! Das ist viel zu viel für sie an einem Tag!“ Beide guckten sich gegenseitig verblüfft an und McGee sagte: „Jetzt hat sie es aber Gibbs gegeben!“ Beide sahen noch, wie ihr Boss wütend aus dem Verhörraum lief. Tim öffnete schnell die Tür, um den wütenden Boss abzufangen. „Boss!“, rief McGee, als er seinen Boss den Flur runter laufen sah. Die zwei Agents liefen zu ihrem Boss, doch der rief ihnen nur zu: „Haut ab! Ihr habt Feierabend! Ich seh euch morgen früh bei der Areit!“ Die zwei Agents guckten sich gegenseitig verdattert an und zuckten mit den Schultern.

Gibbs ging weiter den Flur entlang, als er auf Abby traf.

NCIS-DoppelgängerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt