Am Montagmorgen wurde ich diesmal mit Streicheleinheiten geweckt. Eine Hand streichelte mein Gesicht, eine andere Hand meinen Rücken. Ein Lächeln huschte über mein Gesicht und ich schlug die Augen auf. Vor mir sah ich das schöne Gesicht von Seth dessen Mundwinkel nach oben zeigten.
Ich schreckte auf. Was?! Verwirrt schaute ich ihn an, er schaute irritiert zurück. Seth!, freute ich mich und umarmte ihn aufgeregt. Ich werde mich noch daran gewöhnen müssen, dass sich jetzt jemand das Bett mit mir teilt. Ich wollte dich schon zerfleischen! Verzeih mir.
Er lachte an meinem Ohr. Die schönste Melodie, die man am Morgen hören konnte.
Nach dem Vorfall machten wir uns fertig und aßen schnell ein paar Sandwiches, die ich in übernatürlicher Geschwindigkeit vorbereitete.
Es hat Vorteile, dass meine Freundin ein Vampir ist, schmatze er glücklich, was ich nur mit einem schmunzelnden Nicken bestätigte.
Danach machten wir uns auf den Weg zur Schule.
Im Auto hielt Seth meine Hand an der Lehne in der Mitte und schaute mich an.
Du lenkst mich ab, Seth. Wenn du nicht willst, dass wir einen Unfall haben, dann solltest du aufhören, log ich. Ich war tatsächlich nur neidisch, dass er mich anschauen durfte und ich ihn nicht.
Du baust keinen Unfall, Vampire sind wahre Meister im Autofahren. Selbst wenn du einen Unfall baust, kommen wir beide unbeschadet raus. Er drückte meine Hand. Sie wurde langsam wieder warm, was mir unheimlich gefiel.
In der Schule angekommen, erwarteten uns bereits der Rest unserer großen Gruppe. Ich schaute zu Embry und lächelte ihm zu. Dieser erwiderte es, doch ich sah, dass er niedergeschlagen wirkte. Ich würde im Chemieunterricht mit ihm reden.
Renesmee begrüßte mich mit einer herzlichen Umarmung, wir hatten uns seit der Prägung nicht oft gesehen und nur kurz miteinander gesprochen.
Du musst mir alles erzählen!, flüsterte sie mir während der Umarmung ins Ohr. Ich verdrehte hingegen nur die Augen. Sie war so unglaublich neugierig!
Langsam löste sich die Gruppe und letztendlich standen dann nur noch Seth und ich dort.
Ich bring dich noch zu deinem Gebäude, sagte er und schnappte sich meine Hand. Sofort verschränkten sich unsere Finger.
Der Weg zum Gebäude war zu schnell hinter uns gebracht, doch die Blicke, die uns die Schüler zugeworfen haben, brachten uns beide zum schmunzeln.
Wir bleiben stehen und ich fragte mich, wie ich mich nun verabschieden sollte. Es war unangenehm Still.
Ich atmete tief ein, fasste meinen ganzen Mut zusammen, stellte mich schnell auf die Zehenspitzen und drückte im einen langen Kuss auf die Wange.
Er keuchte auf und hielt die Luft an. Seine Hände ruhten auf meine Taille.
Bis später, hauchte ich an seinem Ohr und löste mich von ihm. Meine Lippen kribbelten angenehm.
Ich grinste über sein überraschtes Gesicht und ging, ohne ein weiteres Wort zu sagen, in das Gebäude rein. Sein Herz konnte ich noch bis ins Klassenzimmer hören, es raste so schnell wie meines.
Die Stunden vergingen quälend langsam und ich konnte es kaum erwarten Seth in der Mittagspause wieder zu sehen. Doch zuerst musste ich mich Embry im Chemieunterricht stellen.
Hey Embry, sagte ich zu ihm, als ich an unserem Tisch ankam.
Hallo, grummelte er sichtlich schlecht gelaunt.
DU LIEST GERADE
Unendlichkeit.
FantasyClara zieht nach Forks und geht dort auf die High School. Sie ist einzigartig, da sie halb Vampir halb Werwolf ist. Dann trifft sie die Cullens, die nach zwei Jahrzehnten wieder in Forks sind, aber sie sind nicht allein. Die Quileute sind dieses Mal...
