Pov Yoongi:
Hastig rannte ich auf ihn zu. „Yui, bleib genau da stehen!", rief ich und überwand die letzten Meter. Yui blickte mir einmal tief in die Augen und ließ los. „Tut mir leid.", murmelte er.
Ich streckte meine Hand aus und bekam seine zu fassen. Ich lehnte über dem Geländer und versuchte verzweifelt ihn wieder hochzuziehen. „Yoongi ich hab dich lieb. Es hat keinen Sinn, lass los.", meinte Yui. Er klang nicht wie er selbst. Er klang so wie ich damals. Nein, das durfte nicht passieren.
Verzweifelt hielt ich ihn fest, doch er rutschte immer weiter runter. „Hilfe! Helft mir doch bitte!", schrie ich und Tränen rannten mir die Wangen hinunter. „Yui, bitte geh nicht.", weinte ich verzweifelt. „Lass mich gehen. Es ist besser so.", meinte Yuu ruhig.
Wie konnte er nur so ruhig sein? „Du darfst nicht gehen!", schrie ich weinend. „Ich brauche dich!"
Yui sah mir entschuldigend in die Augen „Ich hab euch alle lieb. Ich hab dich lieb, Yoongi. Vergiss das nicht. Vergiss mich nicht.", sagte er und lächelte mir ein letztes Mal zu.
Und dann fiel er. „Nein!", schrie ich. Ich sah, wie er unten aufschlug. Er war tot. Einfach tot. Das war ein Traum. Ich träumte nur, genau. Yui war nicht tot. Er lag friedlich schlafend in seinem Unterschlupf.
Lächelnd setzte ich mich in eine Ecke und wartete, dass der Traum endete. Wenn ich aufwachen würde, wäre alles wieder gut. Ich würde Yui in den Arm nehmen und ganz fest an mich drücken. Denn Yui war am Leben. Das hier war nicht real.
Euphorisch stand ich auf. Ich musste schneller aufwachen. Dann konnte ich ihn wieder umarmen. Ich würde ihn mit zu mir nehmen. Meinen kleinen Yui. Ich würde verhindern, dass das hier wirklich geschah.
Ich lief vorsichtig zum Geländer und spähte nach unten. Yuis Körper lag da immer noch. Es wirkte so real. Aber das war es nicht. Es war nur ein Traum. Yui konnte gar nicht tot sein. Das durfte er einfach nicht.
Plötzlich ging die Tür hinter mir mit einem knall auf und Jimin stürmte zu mir. „Es tut mir Leid Yoongi, ich wollte dich nicht verletzen.", keucht er und sah mich dann verwirrt an. „Warum lächelst du so komisch?"
„Das ist alles nur ein Traum, Jiminie. Du hast mir ja nicht wirklich weh getan, also bin ich dir nicht böse. Es ist alles nur ein Traum. Yui ist auch nicht tot, denn wenn ich wieder aufwache, dann gehe ich ihn suchen und nehme ihn in den Arm.", erklärte ich ihm lächelnd. Das war doch so logisch. Wieso sollte Yui denn sterben? Das würde doch nie passieren.
Geschockt sah Jimin zu mir. „Yoongi, das ist kein Traum! Wo ist Yui?", schrie er dann und ich zeigte nur auf das Geländer. Natürlich war das ein Traum, was redete er denn da?
Jimin stürmte zum Geländer, sah runter und dann rannte er wieder weg. Was hatte der denn jetzt? Ich würde doch eh gleich wieder aufwachen.
Pov Jimin:
So schnell ich konnte rannte ich die ganzen Treppen nach unten. Ich stürmte nach draußen und da lag er. Yui lag in einer riesigen Blutlache und bewegte sich nicht. Nein. Das durfte
nicht wahr sein.
Ich schmiss mich neben ihn auf den Boden und hob seinen Oberkörper vorsichtig an. Das ganze Blut war mir egal. Ich nahm ihn in den Arm und murmelte immer wieder. „„Alles wird gut, ich hole Hilfe, gleich kommen sie und helfen dir."
Zitrernd wählte ich den Notruf und wartete in dieser Position bis sie endlich eintrafen. Vorsichtig legte ich Yui wieder ab, als die Sanitäter mich dazu aufforderten und trat einen Schritt zurück. Ich beobachtete, wie sie hastig den Kleinen untersuchten und dann schließlich einen Defibrillator holten.
Sie versuchten immer wieder ihn wiederzubeleben. Seine Wunden wurden notdürftig verbunden und unzählige Schläuche ragten aus ihm. Es sah grotesk aus.
Ein Sanitäter versuchte mich abzulenken, doch ich blendet ihn total aus. Plötzlich fiel mir Yoongi wieder ein. Der arme litt unter einem starken Schock. Schnell schilderte ich dem Sanitäter Yoongis Verhalten und dieser lief dann sofort zu Yoongi nach oben.
Die anderen Member trafen nacheinander auch ein und beobachteten geschockt das Geschehen.
Yoongi wurde gewaltvoll nach draußen bugsiert, wo er sich weigerte zu Yui zu sehen. „Es geht ihm gut, das ist alles nur ein Traum, sie müssen nicht so ein Theater machen.",lachte er immer wieder. Dieser Anblick brach mir das Herz.
Yoongi schien völlig den Verstand verloren zu haben. Uns wurde mitgeteilt, dass Yoongi vorerst auf eine Station für psychisch labile Personen gebracht werden und dort dann beschlossen würde, was mit ihm gemacht werden würde.
Schweigend beobachtete ich alles. Immer mehr Tränen flossen mir über meine Wangen, doch ich war unfähig mich zu bewegen.
Wir standen einige Stunden auf der dunklen Straße und beobachten wie die Sanitäter versuchten Yui zurück zu holen.
Und dann geschah etwas, was ich nicht sehen wollte. Einer der Sanitäter schüttelte seinen Kopf, nannte den Todeszeitpunkt und sie bauten alles wieder ab. Yui wurde auf eine Trage gelegt und sein Körper mit einem Tuch bedeckt.
Nein. Nein, das durfte nicht sein.
Der Sanitäter kam zu uns und bestätigte unsere Vermutung. Yui war tot. Wir hatten ihn nicht retten können.
Verzweifelt warf ich mich in Namjoons Arme und weinte mir die Seele aus dem Leib. Yui konnte nicht tot sein.
Das war nun schon einige Wochen her. Gestern war Yuis Beerdigung. Es waren nicht viele da. Nur Seine Mutter, wir und der Pfarrer. Yuis Freunde konnten nicht kommen und seine Familie interessierte ihn nicht.
Yoongi konnte auch nicht kommen. Sie hatten ihn in eine Psychiatrie gesteckt, da sich sein Zustand noch mehr verschlechterte.
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Das wäre das erste Ende gewesen. Auch nicht so toll, wie manch einer von euch sagen würde. Ich mag alle Enden gleich gern, da jedes seinen eigenen Grund hat und es alle Möglichkeiten sind, wie eine solche Situation wirklich enden könnte.
Vielleicht zeigt es manch einem auch, dass man nicht alles im letzten Moment ändern kann, sondern man langwierig daran arbeiten muss, um jemanden zu retten.
Frage: Wie fandet ihr dieses Ende?
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What if...
FanfictionWas wäre, wenn Bts plötzlich in deinem Zimmer stehen würde? Wie würdest du reagieren? Was wäre der Grund dafür? Fragen über Fragen. Fragen, die sich ein junges Mädchen nicht einmal gestellt hatte. Bis es dann wirklich geschah. Würde sie einen riesen...
