Mit einem Gefühl sich übergeben zu müssen kommt er auf einem harten Boden auf und wird von Cedric weggezogen. Er kämpft gegen den Brechreiz und die straken Arme, die ihn festhalten, während die Personen mit der Barre mit Cedric verschwinden. Verzweifelt streckt Jay die Arme nach dem Älteren aus, doch die Person lässt ihn nicht los.
„Hör auf zu kämpfen, dummes Kind. Sie werden alles versuchen ihn zu heilen. Setz dich und bleib sitzen!" Doch Jay kann nicht auf die Person hören, wenn Cedric so schwer verletzt weg ist und er nicht überprüfen kann, ob der Ältere noch lebt. Eine Hand zwingt seinen Mund auf, eine kalte, bittere Flüssigkeit wird hineingezwungen, ehe sein Mund wieder geschlossen wird.
Erschrocken schluckt Jay die Flüssigkeit und fühlt, wie langsam eine künstliche Ruhe von ihm Besitz ergreift. Seine Sorgen sind noch immer da, aber wie von einer Nebelwand verborgen, unerreichbar für ihn, unfähig ihn zu beeinflussen. Er will sich aufregen. Er weiß, dass er hysterisch war, aber er kann es nicht mehr sein.
Der Mann vor ihm atmet auf. „Was für eine beschissene Idee solch ein Turnier in einer Schule abzuhalten. Wenn so etwas passieren kann." regt sich der Mann vor ihm auf und Jay registriert die bekannte Uniform. Der Mann ist ein Heiler des Saint Mungos, das Logo ist direkt über seinem Herzen auf seiner Uniform. Jill hat dieselbe, das weiß er.
Langsam registriert er auch mehr von dem, was um ihn herum passiert. Heiler eilen den Gang entlang und verschwinden durch die Tür, durch die auch Cedric gebracht wurde. Immer mal wieder kommt jemand heraus und verschwindet gehetzt den Gang hinunter. Alles wirkt gehetzt und eilig. Jay wimmert und zieht die Beine an seinen Oberkörper.
Trotz des Beruhigungstranks, der ihm eingetrichtert wurde, macht er sich Sorgen um Cedric. Er kann das entsetzte, schmerzverzogene Gesicht des Älteren vor sich sehen, bevor die Leinwand blank wurde. Er will wissen, wie es um den anderen steht.
In all der Hektik fällt die eine ruhige Person auf wie ein Magier in der Muggelwelt. Jay hebt den Kopf und blinzelt die Tränen, die sich unbemerkt in seinen Augen gesammelt haben, weg. Es ist sein Vater, der auf ihn zukommt und ihn wortlos in die Arme schließt. Jay krallt sich in seinem feinen Umhang fest und vergräbt sein Gesicht an Lucius Oberkörper. Der streicht ihm über den Rücken, setzt sich und zieht Jay auf seinen Schoß.
„Verzeihen Sie, Lord Malfoy, aber ich muss die Eltern unseres Patienten informieren. Ihr Sohn ist soweit unverletzt, steht vermutlich aber unter Schock, sobald der Trank nachlässt. Sie müssen..." „Ich weiß damit umzugehen, meine Verlobte ist eine Heilerin. Gehen sie ihre Arbeit machen." Schnelle Schritte entfernen sich und der Gang wird still.
Jay spürt wie die Hand von seinem Rücken verschwindet und stattdessen über sein Haar streicht. Er dreht seinen Kopf, sodass sein Ohr über Lucius Herz liegt. „Was ist passiert Jay? Ich habe einen panischen Flohanruf des Direktors bekommen, dass du dich in eine Apparation geworfen hast."
„Ich habe... Cedric... sie haben ihn wegge..." Jay bricht ab und spielt mit einem losen Faden an seinem Ärmel. Er weiß nicht, was er sagen soll oder wie er anfangen kann das zu erklären. Er wollte einfach nicht, dass sie Cedric von ihm wegbrachten, ehe er sich nicht überzeugen konnte, dass Cedric lebt.
„Okay, zunächst Mal. Was ist bei der letzten Aufgabe passiert? Soweit ich informiert wurde, wurde ein Schüler beinahe tödlich verletzt und kämpft gerade um sein Leben. Und ein weiterer wird von den Auroren festgehalten und verhört. Aber was genau geschehen ist kann niemand sagen. Oder es will niemand sagen."
„Cedric war der Champion für Hogwarts bei der letzten Aufgabe. Er war in dem Labyrinth und dann hat ihn Vladimir angegriffen. Ich wollte zu ihm. Alles war wie... wie weg... als wäre es nicht da! Und dann hab ich ihn gesehen! Ich musste einfach zu ihm! Und dann... dann..." Jays panische Worte werden zu einem Schluckauf und schnappt verzweifelt nach Luft, die er nicht zu bekommen scheint.
Lucius reibt ihm Kreise auf den Rücken und drückt Jays Kopf mit der anderen wieder gegen seinen Oberkörper. Jay kann spüren, wie sich der Oberkörper mit jedem Atemzug hebt und er hört das starke, gleichmäßig schlagende Herz. „Beruhige dich. Es wird nichts passieren. Dein Freund ist in den besten Händen, die es geben kann. Pass deinen Atem an meinem an und folge ihm so gut es gut. Gut so. Ganz ruhig atmen."
Langsam schafft es Jay, dass sich seine Atmung wieder beruhigt und er hat auch nicht mehr das Gefühl, als würde sein Oberkörper zu eng zusammengeschnürt werden, sodass er nicht atmen konnte. Ganz bewusst nimmt er jeden Atemzug, hält ihn für zwei Sekunden und atmet dann wieder aus.
„Hast du dich wieder beruhigt? Eigentlich solltest du dich mit einem Beruhigungstrank gar nicht so aufregen können. Ich denke, wir sollten dich dann auch noch untersuchen lassen."
Jay schüttelt den Kopf. „Ich will hier bleiben. Ich will bei Cedric bleiben."
„Okay. Okay. Wir bleiben hier, bis sie die Entwarnung geben. Cedric Diggory ist also der schwer verletzte Schüler?" Jay nickt nur schwach. Er fühlt sich schlapp, als wäre alle Energie aus ihm geflossen. „Und seine Verletzung ist durch einen anderen Schüler entstanden und nicht durch die Aufgabe selbst?" Wieder nickt Jay.
„Den Namen Vladimir bringe ich in Zusammenhang mit dem östlichen, vielleicht nordöstlichen Festland Europas. Es war der Champion von Durmstrang?" Jay zuckt zusammen, krallt sich enger an Lucius und nickt in dessen Oberkörper. Lucius schließt seine Arme um ihn und drückt ihn an sich.
„Musstet ihr dabei zusehen? Habt ihr gesehen, wie es passiert ist?" Jay schluchzt und nickt. Lucius murmelt leise Worte, die Jay nicht mehr verstehen kann, und streicht ihm wieder über den Rücken, während er ihn wie ein kleines Kind wiegt. Ohne dass Jay es aufhalten kann, laufen Tränen über sein Gesicht und durchnässen Lucius Klamotten.
Jay lehnt den Kopf bequemer gegen Lucius Oberkörper und schließt die schmerzenden Augen, aus denen noch immer pausenlos Tränen laufen. Das letzte, was er noch mitbekommt, ist das Lucius ihm beruhigend zuzureden scheint und ihm weiterhin über den Rücken streicht, dann wird alles schwarz.
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Die neue Generation im Haus der Schlangen
Fiksi PenggemarJay kehrt zu seinem vierten Jahr nach Hogwarts zurück, das erste Mal ohne seine Beschützer. So verändert sich auch das Haus Slytherin, dass sich so lange auf die Beiden verlassen hat. Während er versuchen muss, sich daran zu gewöhnen und selbst mit...
