Ankunft der Schulen

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Seit an allen Informationstafel der Schule ein Zettel aufgetaucht ist, dass die Schulen Beauxbatons und Durmstrang am 30. Oktober um 6 Uhr nachmittags ankommen, ist es das Thema Nummer eins in der Schule. Es wird eigentlich über nichts anderes geredet, als darüber, auch wenn Nick Potter beinahe verzweifelt versucht wieder Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Am Tag der Ankunft, hatten sie Frühs festgestellt, dass die große Halle frisch geschmückt worden war. An der Wand hängen nun seidene Banner, einen für jedes von Hogwarts-Haus. Hinter dem Lehrertisch hängen drei Banner. Der Größte, in der Mitte, ist ein seidener Banner des Wappens von Hogwarts, Löwe, Schlange, Dachs und Adler um den Buchstaben H. Daneben hängen zwei kleinere Banner, die die Wappen von Durmstrang und Beauxbatons zeigen.

Die letzte Stunde am Freitag, im Fall von Jay Zaubertränke, ist verkürzt und alle bringen ihre Taschen in ihre Schlafsäle und richten sich ordentlich her. Für die Slytherins heißt das, dass sie noch im Gemeinschaftsraum von den Vertrauensschülern überprüft. „Antonia, bitte nimm das aus den Haaren. Kian, steck dein Hemd in die Hose. Anne, geh bitte dein Gesicht waschen, du hast noch Erde im Gesicht."

Nachdem sie alle akzeptabel befunden wurden, folgen sie den beiden Hauslehrern aus dem Schloss auf die Wiese davor. „Bin ich mal gespannt, wie sie ankommen. Meint ihr, sie nehmen den Zug?" fragt Dana. „Bestimmt nicht." „Wieso nicht, Nevio? Der Zug fährt durch ganz Europa." „Aber das würde keinen Eindruck machen. Man will uns hier doch sicher beeindrucken, also sollten sie etwas beeindruckender nutzen, um hierher zu kommen."

„Ich stimme Nevio..." „Dort!" Irgendwer kreischt auf und die meisten sehen in Richtung des Waldes. Eine große Silhouette erhebt sich darüber und kommt in sanften Wellen auf sie zu. Gegen den immer dunkler werdenden Himmel kann man nicht erkennen, was genau es ist.

„Ein Drache." kreischt ein Mädchen und gerät in eine Panik. Poppy Pomfrey kümmert sich um sie und ihre unregelmäßige Atmung. „Blödsinn... Das ist ein fliegendes Haus." sagt Dennis Creevey, in einer Lautstärke, das alle es hören. „Ich kann ihn nicht ausstehen." murmelt Nevio. „Das tut jeder. Er ist so verdammt nervig." stimmt Theo zu.

Als das aus dem Schloss scheinenden Licht auf die Gestalt fällt, erkennt man, was es wirklich ist. Ein dutzend geflügelter Pferde, allesamt Palominos, der Größe von Elefanten, ziehen eine gewaltige, fliegende Kutsche hinter sich her. Die ersten Schülerreihen weichen zurück, als die Kutsche sich neigt und dann mit ungeheurer Geschwindigkeit zur Landung ansetzt.

Einer der Gryffindors springt zurück, als die Kutsche mit einem Krachen auf dem Boden aufsetzt, und Colleen auf den Fuß. Die schubst ihn wieder nach vorne, während die Kutsche auf ihren riesigen Rädern abfedert. Die großen Pferde werfen die Köpfe herum und ihre roten Augen rollen wild herum.

Auf der Tür prangt das Wappen, das auch in der großen Halle hängt. Zwei gekreuzte, goldene Zauberstäbe, aus denen jeweils drei Funken stieben. Die Tür geht auf, ein Junge springt heraus und zieht zwei Stufen unter der Kutsche hervor. Mit einem Sprung zurück und einer strengen Haltung zeigt er seiner Direktorin Respekt.

Diese ist die wohl größte Frau, die Jay jemals gesehen hat. Doch das tut nichts zu der Sache, dass sie durchaus hübsch ist und eine Eleganz an sich hat, die Jay bewundert. Hinter ihr klettern die restlichen Schüler aus der Kutsche, alle in feinseidernen Umhängen, machen mit Schals oder Tüchern um den Kopf. Jay fragt sich, ob sie ohne Umhang nicht frieren und entdeckt dann auch schon die erste, die zittern.

„Willkommen in Hogwarts, Madam Maxime. Natürlich auch an Ihre Schüler." Die Frau ergreift die angebotene Hand des Direktors. „Isch'offe, Sie befinden sisch wohl?" „Danke sehr. Karkaroff sollte jeden Moment eintreffen. Dennoch würde ich Ihnen auch anbieten mit Ihren Schülern bereits hinein zu gehen und sich aufzuwärmen."

„Aufwärmen, würde isch sagen. Aber die 'ferde..." „Unser Lehrer für magische Geschöpfe und der Hüter der Landereien werden sich um sie kümmern. Machen Sie sich keine Sorgen." „Sie wissen, dass die 'ferde nur Single Malt Whiskey saufen?" „Dafürist bereits gesorgt". Damit macht sich die Frau, gefolgt von ihren Schülern, auf durch die sich teilende Schülermenge ins Schloss.

„Eine Veela." „Habe ich auch gesehen." „Pferde, die nur Whiskey saufen. Manche haben auch einen an der Klatsche." „Aber magische Tiere sind manchmal so komisch." „Ob eine von denen mit mir ausgehen würde?" Die Gespräche flammen wieder überall auf. „Da! Auf dem See!" brüllt Lee Jordan und viele Köpfe fliegen herum.

Etwas Langes, wie ein Pfahl, beginnt sich aus dem Wasser zu heben, dann folgt die Takelage. „Ein Schiff. Mit so einem waren wir auch schon unterwegs." Kommt es leise von Nevio und er hat Recht. In wenigen Minuten hat sich ein komplettes Schiff aus dem See erhoben und legte am Steg an. In dem Licht der Bullaugen sieht man bullige Leute von Bord gehen und auf sie zukommen.

„Willkommen, Direktor Karkaroff. Ihren Schülern natürlich auch. Madam Maxime ist bereits im Inneren und wärmt sich mit ihren Schülern auf. Bitte, nach Ihnen." Als die Schüler ihrem Direktor folgen, kann Jay erkenne, dass die bullige Statur vor allem durch die dicken Fellmäntel kommen. „Das ist Viktor Krum." wird überall getuschelt. Jay erkennt mehrere Schüler, die versuchen die Bulgaren einzuholen, doch niemand schafft es.

In der Halle sitzen sie bei den Slytherins, während sich die Schüler von Beauxbatons an den Tisch der Ravenclaw gesetzt haben. Die Lehrer sitzen am Lehrertisch. „Guten Abend, meine Damen und Herren und vor allem Gäste. Ich habe die große Ehre, Sie alle in Hogwarts willkommen zu heißen. Ich bin sicher, dass Sie eine angenehme und vergnügliche Zeit an unserer Schule verbringen werden."

Ein Mädchen aus Beauxbatons lacht unverhohlen spöttisch. Jay wirft ihr einen pikierten Blick zu. „Niemand zwingt sie hier zu sein." zischt Dana. „Und selbst wenn. So zeigt sie sich nicht sonderlich vorteilhaft. Wir mögen noch nicht die einflussreiche Gesellschaft sein, aber eines Tages werden wir es sein." stimmt Jay zu.

„Das Turnier wird nach dem Festessen offiziell eröffnet, die Verkündungen der Regeln und alles weiteres, wird morgen Abend verkündet, wenn alle ausgeruht und eingewöhnt sind. Nun aber lade ich Sie ein, zu essen, zu trinken und sich wie Zuhause zu fühlen." Damit hebt Direktor McCoy seinen Kelch zur Halle und setzt sich unter Applaus. Auf den Tischen erscheinen die Speisen, einige davon für die meisten Schüler exotisch.

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