„Der Wronski-Bluff von Krum war unglaublich. Und Lynch ist jedes Mal darauf hereingefallen." „Dieser Bluff ist nicht abzuwehren. Wenn der Gegner ihn ansetzt, dann muss man sofort hinterher, ob man glaubt der andere blufft oder nicht ist egal." erläutert Lucien, während sie in Richtung ihres Zeltes gehen.
Viele sind noch im Stadion, um die Interviews der Spieler zu hören, aber Lucius hat sich entschieden, dass sie bereits gehen, denn James und Nick Potter haben begonnen sich aufzuspielen. „Aber er fliegt dennoch wie ein Gott. Das jemand so fliegen kann. Ich wünschte, ich könnte so fliegen. Naja, Jay könnte es vielleicht, wenn er sich mehr Mühe geben würde."
„Nicht jeder muss so Quidditch besessen sein, wie du Draco. Aber ja, Krum ist gut. Aber apropos Jay. Warum hast du eigentlich nicht auf die Veela reagiert?" Lucien legt einen Arm um Jays Schultern und lehnt etwas Gewicht auf den Jüngeren.
„Stimmt. Selbst der ach so große Nick Potter war kurz davor etwas dummes zu tun." „Ich denke, wir haben bereits festgestellt, dass Nick Potter kein Maßstab für vorzeigbares Verhalten ist." Lucius tritt durch den Zelteingang, der von einer Hauselfe aufgehalten wird und richtet sich auf. Lucien lümmelt sich auf das Sofa, Draco bleibt vor Lucius stehen und sieht ihn an.
Jay tritt als Letzter ins Zelt und legt sein Omniglas auf dem Tisch ab, ehe er die Schultern entspannt, Luciens Beine vom Sofa schubst und sich setzt. „Aber mal wirklich jetzt. Selbst James Potter wäre beinahe aus der Loge gesprungen. Fand seine Frau nicht so lustig. Aber der Mann ist Auror. Der sollte sich doch gegen so etwas verteidigen können."
„Damit hat das rein gar nichts zu tun, Lucien. Die meisten Menschen nehmen zwar an, dass es unmöglich sei Veelas zu widerstehen, aber das gilt nur solange, wie man zumindest zum Teil an Frauen interessiert ist. Somit sind Kinder, die sich noch nicht für so etwas interessieren, sowie jeder, der nur auf Männer oder gar nichts steht, von Veelas völlig unbeeinflusst."
Lucien und Draco werfen Jay neugierige Blicke zu und der zieht den Kopf zwischen die Schultern. „Aber das sollte euch weniger zu denken geben als euer eigenes, bei weitem nicht als vorzeigbar einstufbares Verhalten." „Natürlich denken wir auch darüber nach. Wir waren nur so neugierig, weil es uns dadurch vielleicht möglich gewesen wäre, ebenfalls besser zu reagieren."
Luciens Blick scheint an seinem linken Schuh zu kleben und in Dracos Augen scheint das Aquarium an der Wand mit einem Mal die Antwort auf alle Fragen zu beinhalten. Lucius seufzt und bestellt sich bei einer Hauselfe einen Kaffee.
„Aber dennoch. Wie sich Nick Potter fast aus der Loge gestürzt hätte, dass war schon sehr lustig. Zu schade, dass er nicht durchgezogen hat. Das wäre..." Tumult vor dem Zelt unterbricht Lucien und sie alle schauen zur Zeltöffnung, vor der panische Schreie und hektisches Fußgetrappel zu vernehmen ist.
Lucius stellt seine Tasse Kaffee zur Seite und geht zur Zeltklappe, während sich Lucien vorbeugt und Jay alle Möglichkeit nimmt zu sehen, was vor sich geht. Er hört allerdings, als Lucius die Klappe öffnet, denn sofort werden die Geräusche lauter und klarer verständlich. Er kann einzelne Stimmen unterscheiden und hört die Angst aus ihnen heraus.
Dankbar zieht er den Kopf zwischen die Schultern und macht sich hinter Lucien noch kleiner, als er eh schon ist. „Lucien, nimm Draco und appariere mit ihm zur Ausgabe der Portschlüssel. Jay, du kommst mit mir." „Warum apparieren wir nicht direkt nach Hause?" „Weil über dem gesamten Gebiet Schilde liegen, die das unmöglich machen. Innerhalb der Schilde kann man apparieren, aber nicht durch sie hindurch." erklärt Lucien Draco und fasst ihn am Handgelenk.
Lucius legt den Arm fest um Jays Seite und tritt hinaus in die Menschenmasse. Jay krallt sich fest an ihn und wimmert jedes Mal, wenn er von irgendwem angerempelt wird. Über die Köpfe der Menschen kann er Zauber fliegen sehen und versteht, warum alle in einer solchen Panik stecken.
Lucius appariert und hält Jay beim Landen aufrecht. Das hilft nur kurz, den um sich herum drängen sich Menschen, die panisch versuchen, an einen Portschlüssel zu kommen. Jay krallt sich noch enger an Lucius und der legt einen Arm um ihn, zieht ihn mit sich. Draco und Lucien kämpfen sich durch die Menge zu den beiden und helfen ihnen durch die Menge.
Lucien erhält den Portschlüssel, der sogar für sie ist und wenn man das Zittern des Mannes sieht, kann man beruhigt sagen, dass er Lucius fürchtet. Der lässt sich nichts anmerken, sondern schiebt Jay und Draco Lucien hinterher. Sie berühren alle die alte, verstaubt wirkende Lampe und die Magie arbeitet.
Innerhalb von Sekunden landen sie vor dem Manor, wobei sich Jay noch immer an Lucius klammert. Der reibt eine Hand über den Rücken seines Sohnes und dieser beginnt zu weinen. „Hey, Kleiner. Wir sind in Sicherheit." Lucien geht neben Jay in die Knie, um ihn anzusehen, doch Jay hat sein Gesicht an Lucius vergraben und weigert sich, seinen Vater loszulassen.
Lucius nimmt Jay auf die Arme und trägt ihn in das Manor und in einen der Aufenthaltsräume. Die Hauselfen bringen dampfende Tassen, die nach Schokolade riechen. Doch nicht einmal das bringt Jay dazu, Lucius loszulassen. Der reibt seinen Rücken und lässt ihn weinen und mit seinem Problem klarkommen.
Erst nach einer halben Stunde beruhigt er sich. Lucius reicht ihm die Tasse, in der sich auch ein Trank befindet, der die Folgen des Flüssigkeitsverlust auffängt. Langsam trinkt Jay seine Schokolade und lehnt sich an Lucius. Keks springt in Jays Schoß und reibt sich an ihm, mit einem Schnurren. Ein schwaches Lächeln erscheint auf Jays Lippen und er streicht Keks über den Kopf.
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Die neue Generation im Haus der Schlangen
Fiksi PenggemarJay kehrt zu seinem vierten Jahr nach Hogwarts zurück, das erste Mal ohne seine Beschützer. So verändert sich auch das Haus Slytherin, dass sich so lange auf die Beiden verlassen hat. Während er versuchen muss, sich daran zu gewöhnen und selbst mit...
