„Oh man. Du siehst umwerfend aus." Jay dreht sich zu Dana um, die auf seinem Bett sitzt. Sie trägt eine Bluse und einen Rock und hat sich die Haare einfach hochstecken lassen. Gerade hat sie noch erzählt, dass Alicia ihr die Haare gemacht hat und das diese extrem talentiert ist, doch nun himmelt sie Jay an.
Der trägt seinen Festumhang mit den grünen Verzierungen und hat seine längeren, schwarzen Haare einfach zu einem Zopf geflochten. Er wirft einen Blick in den Ganzkörperspiegel, den sie nur für diesen Abend in ihrem Zimmer stehen haben. Blaise hat ihn vorher beschworen. Im Gegensatz zu Dana zweifelt er an seinem Spiegelbild.
„Bist du sicher, dass das gut aussieht? Ich weiß wirklich nicht." „Jay. Du siehst umwerfend aus und du wirst Cedric umhauen. Der sieht dich doch sowieso schon an, als hättest du die Sterne aufgehängt und als würde sich die Welt um dich drehen und um nichts sonst. Er würde nichts sagen, wenn du in einem Kartoffelsack auftauchen würdest, aber du siehst umwerfend aus."
„Ich werde meiner Familie so keine Schande machen?" Dana packt Jay an den Schultern. „Jay, sieh mich an." Sie wartet, bis Jay ihr in die Augen sieht. „Dein Vater wäre in jedem Fall stolz auf dich. Er will doch nur, dass du glücklich bist. Und du bist doch glücklich, wenn du mit Cedric auf den Ball gehst."
Jay nickt und seine Augen strahlen. Dana lächelt ebenfalls. „Da hast du es. Mehr will er nicht für dich. Mehr würde er niemals von dir verlangen. Du solltest dich natürlich angemessen verhalten, aber das weißt du ja selbst am besten. Und nun beruhige dich." Er nickt und atmet mehrmals tief durch, ehe er sich beruhigt fühlt.
„Na also. Wie lange hast du noch, bis Cedric dich abholt? Er holt dich doch ab, oder? Er ist so ein Gentleman, da kann ich mir etwas anderes gar nicht vorstellen." Jay nickt und zieht eine silberne Taschenuhr mit dem Malfoywappen aus der Tasche des Umhangs. „Er ist in einer halben Stunde vor dem Gemeinschaftsraum." murmelt Jay und will die Taschenuhr zurückstecken.
„Oh wow. Das ist ein schönes Stück. Hast du das von deinem Vater bekommen?" Dana hält sein Handgelenk fest, berührt die Uhr aber nicht. „Ja. Er sagt, ich bin sein Erbe und daher soll ich sie tragen. Ich solle stolz darauf sein, dass ich ein Malfoy bin und das daher auch zeigen." „Recht hat er. Ein wundervolles Stück." Dana bewundert den dunkelblauen Hintergrund mit den silbernen Sternen, über die sich die silbernen Zeiger drehen.
Dann lässt sie sein Handgelenk los und setzt sich wieder auf das Bett. Jay klappt die Uhr zu und steckt sie weg, dann wendet er sich dem Spiegel zu und streicht sich erneut seine Robe zurecht. „Okay, das kann man ja nicht mitansehen. Lass das, du bringst es nur durcheinander." Dana ist aufgesprungen und hält Jays Hände fest.
„Kommt dein Vater zu dem Ball?" Jay nickt. „Ist es das, was dich nervös macht?" Jay schüttelt den Kopf. Dana denkt nach. „Deine alte Familie?" Ein Nicken. „Oh, verdammt. Die kommen natürlich, auch wenn Nick dabei ist ihren Ruf zu zerstören, gerade im europäischen Ausland. Soll ich dir ein bisschen Tratsch erzählen? Vielleicht lenkt dich das ab, bis dein Traumprinz kommt."
Jay nickt, auch wenn er unsicher ist, wie sehr ihn das ablenken wird. „Angeblich soll Ron Weasley eine der Französinnen angebrüllt haben, dass sie mit ihm zum Ball geht. Wenig überraschend, hat sie abgelehnt. Aber das hat er nicht mal mehr gehört. Der ach so mutige Löwe ist nämlich abgehauen, bevor sie ihm antworten konnte."
Nun umspielt doch ein leichtes Lächeln Jays Lippen. „Aber er hat scheinbar niemanden, der mit ihm zum Ball geht. Wundert aber auch nicht wirklich jemanden. Ginny Weasley und Selina Benée haben sich scheinbar eine Schlammschlacht um Potter geliefert, aber der muss natürlich mit seiner Versprochenen hin, die auch kommt. Die Arme."
Jay stimmt in Danas Lachen mit ein, doch seine Gedanken wirbeln. Er ist sich nicht sicher, wer Nicks Verlobte ist, aber er kann sich gut vorstellen, dass sie einen Ruf in Europa hat. Ihm tut das Mädchen leid, denn Nick muss sich schon sehr daneben benehmen, damit sie die Verlobung lösen kann. Ansonsten werden ihr Ruf und der Ruf ihrer Familie leiden.
„Oh, ich habe aber auch noch etwas Schönes. Ausgerechnet von den Adlern. Aber gut. Selbst so studiensüchtige scheinen Liebe zu verdienen. Elia Wiggins wurde von Susanna gefragt. Die aus deinem Jahrgang. Und dann gibt es noch das Gerücht, dass Tim mit Stephanie und Cassandra geht. Aber da bin ich mir nicht sicher, ob das stimmt, oder ob das nur wilde Gerüchte sind."
Jay erinnert sich zurück an die Zeit, als er in der Theatergruppe ausgeholfen hat und versucht sich an die Interaktionen der drei Adler zu erinnern. „Wenn es falsch ist, dann gehen Cassandra und Stephanie zusammen." murmelt er und schreckt damit Dana auf.
„Oh, vermutlich. Sag mal, hat dir Cedric eigentlich wirklich einen Strauß Blumen geschenkt?" „Ja. Aus rosa Tulpen und lila Iris. Ich habe Jill geschrieben und sie hat gemeint, dass ich ihm eine rosa Tulpe für den Ball geben soll, wenn es mir mit ihm etwas ernstes ist." Dana sieht sich im Raum um und entdeckt die Vasen auf Jays Schreibtisch. Eine hält den Strauß, die andere eine einzelne rosa Tulpe.
„Der Beginn einer Liebesbeziehung." murmelt sie leise. „Wie bitte?" „Das bedeutet eine rosa Tulpe. Der Beginn einer Liebesbeziehung. Die Iris bedeutet Treue oder ich will zu dir stehen. Er hat eine sehr gute Wahl für dich getroffen." Jays Wangen röten sich und er fühlt sich hibbelig, wann immer sein Blick auf die Tulpe fällt.
„Oh, du musst los. Nimm deine Tulpe und mach deinen Traumprinzen glücklich." Jay wird feuerrot, als Dana ihn ansieht. Sie zieht ihn lachend vom Bett auf die Beine und reicht ihm die Tulpe, ehe sie ihn sanft aus der Tür schubst. „Wir sehen uns später vielleicht. Vielleicht leihe ich mir deinen Prinzen dann mal für einen Tanz."
Jay geht die Treppe hinunter. Seine Knie fühlen sich an, als seien sie aus Gummi und er umklammert die Tulpe. Schnell durchquert er den Gemeinschaftsraum und öffnet den Eingang. Dort stockt ihm der Atem. Cedric ist bereits da und er sieht umwerfend aus. Jay weiß, dass Dana das Märchenprinz nur im Scherz gemeint hat, aber Cedric sieht tatsächlich aus, als wäre er einem Märchen entsprungen.
Seine Augen leuchten auf, als er Jay erblickt. Der spürt, wie seine Wangen noch wärmer werden, als sie eh schon sind. Er hält Jay eine Hand entgegen und als dieser sie ergreift, führt er sie zu seinen Lippen, um einen Kuss auf die Knöchel zu hauchen. „Du siehst umwerfend aus." „Du selbst auch." Damit reicht Jay ihm die Tulpe und kann kaum fassen, was er sieht, denn Cedric scheint noch viel mehr zu strahlen.
„Bist du dir sicher?" Jay nickt und Cedric nimmt ihm die Blume aus den Fingern. Ohne lange zu zögern, steckt er sie an seinen Umhang und lässt Jay sich bei ihm einharken. Der kichert und versteckt sein Gesicht an Cedric starkem Arm. „Na los, gehen wir nach oben."
Hey hey,
Ich bin gerade am strukturieren meines neusten Projekts und finde kein Pairing für Harry, oder ich kann mich einfach nicht entscheiden. Wenn jemand einen Vorschlag oder Wunsch hat, dann schreibt mir einen Kommentar. Ich bin für fast alles offen, nur definitiv nicht HarryxRon; HarryxGinny oder HarryxHermine.
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Die neue Generation im Haus der Schlangen
FanficJay kehrt zu seinem vierten Jahr nach Hogwarts zurück, das erste Mal ohne seine Beschützer. So verändert sich auch das Haus Slytherin, dass sich so lange auf die Beiden verlassen hat. Während er versuchen muss, sich daran zu gewöhnen und selbst mit...
