Ja moin yD Ich hoffe euch geht's gut... Hier mal wieder ein Mehrteiler :D
Viel Spaß FeeVeröffentlichungsdatum/Überarbeitungsdatum: 15.01.2022/...
Personen: Christoph Schneider, Till Lindemann, Paul Landers, Richard Z. Kruspe, Khira Li Lindemann
Sicht: Schneider
Ich riss meine Augen auf, mein Mund hatte ich einen Spalt breit geöffnet. Über meine Lippen kitzelte die Luft, die ich ausstieß.
Wo ich war, hatte ich vergessen. Was ich tat, ebenfalls. Alles, was ich spürte war die Berührung einer weichen Fingerkuppe auf meinem Handrücken. Ich war ihm näher, als jemals zuvor. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass es so war, denn so nah hatte ich noch nie jemanden bei mir gespürt. Irgendwie waren wir uns auch gedanklich so unfassbar nah, dass es jeden anderen One-Night-Stand oder jede andere Beziehung in den Schatten stellte.
Ich blinzelte, starrte ihn an. An liebsten wollte ich ihn packen und nie wieder los lassen. Die große Pranke von Till umfasste den Henkel der halb gefüllten Kaffeekanne, die auf dem eher sparsam gedeckten Frühstückstisch stand.
Ich blinzelte wieder und schüttelte meinen Kopf etwas, denn er sah mich genauso zurück an. Er räusperte sich: „Mach du mal zuerst."
Dann zog Till seine Hand weg. Immernoch in meinen Gedanken goss ich etwas des schwarzen Gebräus in meine Tasse mit der Aufschrift: „Heute lieber Yoga..."
Darunter war eine Figur auf einer Couch abgebildet- Nicht sonderlich lustig. Wenn ich jedoch Kaffee trinken wollte, war mir herzlich egal, voraus ich diesen trank.Ich griff auch nach Tills Tasse, was dieser auch zuließ, und schenkte ihm etwas von Getränk ein.
Dann biss ich in mein Brot und murmelte: „Pläne für heute?"
Er schüttelte den Kopf.
„Selbst?", fragte Till.
„Ne."
Ich seufzte. Mein Blick verfing sich wieder an Till. Ich legte den Kopf etwas schief und blieb an seinen Lippen hängen.
Als er meinen Blick bemerkte, lächelte er. Bevor ich jedoch hochrot werden konnte, klingelte es an der Tür.
Einmal. Zweimal. Dreimal.
„Hast de s?!", schrie Till und stapfte zur Tür. Kaum hatte er sie geöffnet, stürmte Richard auch schon äußerst aufgewühlt in den Raum, wo ich weiter an meiner Tasse nippte. Richard musterte den Tisch und griff nach Tills Kaffeetasse, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass dessen Besitzer stinksauer hinter ihm stand und ihn anknurrte.
Richard ließ sich auch gleich auf dem Stuhl nieder. Till seufzte nur und setzte sich auf die andere Seite.
„Wassn bei dir los? Du bist doch sonst nicht so", stellte ich fest, „Wieder Stress mit Paul?"
Richard rollte mit den Augen: „Er hat mich rausgeworfen."
Till lugte verwundert zu ihm herüber: „Wer? Paul? Der kleine hat dich rausgeworfen? DICH?! Richard Kruspe?! Der vergöttert dich doch wie wild..."
Richard sah böse zurück.
„Natürlich er... wer sonst...? Ich hab grad bissl Stress... also sehr großen Stress...", antwortete Richard.
„Was hast du denn, kleiner?", ich legte ihm eine Hand auf die Schulter.
Richard erzählte uns, was vorgefallen war: er wollte mit Paul nach Amerika ziehen.
Till kniff die Augen zusammen: „Was ist mit uns?!"
Ich nickte zustimmend: „Eben.. Was wird aus Rammstein? Wir proben hier, wir leben hier. Berlin! Wir sind doch deine Freunde, Richard..."
Richard stützte sein Kopf auf seinen Händen ab: „Vielleicht hab ich zu wenig nachgedacht... Natürlich lasse ich euch nicht im Stich... ihr seid auch irgendwie meine Familie..."
„Eben... denk aber auch an deine Kinder... Khira, Merlin", erinnerte ich.
„Ich glaube, ich hätte mich auch rausgeworfen...", meinte Richard mit einen tiefen Seufzer, „Paul ist sauer auf mich... er fehlt mir jetzt schon..."
Ich sah zu Till. Dieser zuckte nur mit den Schultern.Richard erhob sich von seinem Platz.
„Tut mir leid für das plötzliche Reinplatzen... ich gehe wieder", kündigte er an und schritt in Richtung Ausgang. Till sprang auf: „Was hast du vor?"
Richard zuckte mit den Schultern: „Zu mir fahren oder so... mal sehen..."
„Mach nichts dummes... das wird wieder", lächelte ich aufmunternd. Richard lächelte dankbar und zog die Tür hinter sich zu.Till gesellte sich wieder zu mir: „Krieg im Hause Paulchard also... das geht eh nicht lange... ohne einander können die nicht..."
Ich nickte und dachte laut: „Ziemlich egoistischer Gedankengang von Richard, wenn du mich fragst... er meinte es sicher nicht so, aber vielleicht hat es Paul nicht so interpretiert..."
Till zuckte mit den Schultern.Sicht: Khira
Ich klopfte an die Tür von Pauls Haus. Niemand öffnete. Als ich mich zum Gehen wenden wollte, öffnete sich die Tür und Paul stand vor mir. Lächelnd. Irgendwas war nicht richtig. Ich wusste, wie Paul lächelte. So war es nicht.
Ich zog beide Augenbrauen nach oben und musterte ihn. Paul stand nur da. Sein Blick war hilfesuchend. Er trat ein Stück zur Seite und ich trat ein. Wie ein Roboter schlurfte er vor mir her.
„Wo ist Paps?", fragte ich. Paul zuckte mit den Schultern.
„Habt ihr Streit?"
Paul nickte, seine Augen füllten sich mit Tränen.
„Ihr schafft das", versuchte ich ihn aufzumuntern.
Paul nickte nur wieder, blinzelte und sah mich an: „Naja... wie kann ich dir helfen?"
„Eigentlich wollte ich euch nur mal wieder besuchen...", erklärte ich.
„Ah."
Ich nickte stumm.
„Naja", unterbrach ich die Stille, „Ich komm einfach mal vorbei, wenn's passt... vielleicht rufe ich auch vorher mal an oder so..."
Paul nickte: „Wenn du meist... du bist trotzdem jederzeit herzlich willkommen."
Er lächelte warm und begleitete mich zur Tür. Dort zog er seine Schuhe über und verließ mit mir sein Haus. Was hatte Paul vor?
Ich stolperte ein paar Schritte zu ihm: „Was hast du denn vor?"
Paul antwortete nicht, sondern deutete mir ihm zu folgen und ging zu seinem Auto: „Steig ein, wir suchen Richard."
Ich zuckte mit den Schultern: „Wenn du meinst, okay..."Wir schnallten uns an und ich sah auf zu Paul, der mit festem Blick auf die Straße das Lenkrad umklammerte. Ich legte ihm eine Hand auf die Schulter.
Er drehte seinen Kopf zu mir und lächelte dankbar. Dann startete er den Motor: „Wir fahren zuerst zu seiner Wohnung..."
Ich nickte.Als wir vor dem Haus ankamen, in dem er wohnte, begannen wir uns fast schon automatisch nach einen Parkplatz umzusehen. Das ist in Berlin fast ein Ding der Unmöglichkeit. Jedoch hatten wir Glück. Wir gingen die Treppen nach oben. Als Paul Sturm geklingelt hatte und sich nichts regte, schloss er auf: „REESH?!"
Stille.
Er stürmte geradezu in die Wohnung. Langsam betrat ich sie ebenfalls. Dies aber fast so, als ob ich den Menschen nicht kennen würde. Alles war etwas unordentlich. Das war eigentlich untypisch für meinen Dad. Wir suchten jedes Zimmer ab. Nichts. Er schien nicht da zu sein.
Tiefe Sorgenfalten bildeten sich auf meiner Stirn.

DU LIEST GERADE
Wer wartet mit Besonnenheit, der wird belohnt zur rechten Zeit...
FanficPaul und Richard führten anfangs eine sehr... spezielle Beziehung zueinander. Als sie sich dann endgültig finden, braucht es nicht viel, bis zum Glück. Jedoch stehen Probleme im Leben des Paares, die sie weiter zusammenschweißen... Oder? Till sehnt...