Schon Kapitel 40?! Upsssssiiiiiiiii hehe
Well, it escalated quickly... yD
Freut euch auf noch viele weitere! So schnell werdet ihr mich nicht los lol
Viel Spaß FeeVeröffentlichungsdatum/Überarbeitungsdatum: 12.07.2021/06.07.2021
Personen: Heiko Hiersche/Paul Landers, Zven Kruspe/Richard Z. Kruspe, Erika Hiersche
Sicht: Zven
Ziellos und mit Tränen in den Augen lief ich durch den Wald. Hinter mir hatte ich noch meinen Stiefvater gehört.
„ICH HASSE KINDER!", hatte er gerufen. Schnell weg von dem, der meine Kindheit ruiniert hat.Nach einer Weile zogen dunkle Wolken am Himmel auf. Schnell lief ich weiter, bis ich mich am Rand eines großen Maisfeldes wiederfand. Als ich lauschte, vernahm ich Musik. Dort musste jemand sein! Jemand, der mir helfen konnte! All meine Kraft kehrte zu mich zurück.
Ich rannte durch die Spur, die der jemand hinterlassen hatte, bis hin zu einem Hochsitz.
Vorsichtig kletterte ich hinauf. Plötzlich verstummte die Musik. Ein Junge lehnte über mir und sah mich mit schiefem Blick an: „Hey..."
Ich zwang mich zu einem kurzen Lächeln, bevor ich weiter kläglich versuchte die Leiter hinaufzuklettern.
Der Junge reichte mir seine Hand. Dankbar nahm ich sie und er half mir hoch. Nun konnte ich das ganze Feld überblicken.
„Hey", sagte der Junge erneut.
„Hallo. Ich hab mich verirrt! Kannst du mir helfen hier raus zu finden?", fragte ich vorsichtig.
Er nickte: „Klar. Ich bin übrigens Heiko. Aber nur meine Mutter nennt mich so. Für alle anderen bin ich Paul. Wie ist dein Name?"
„Zven", antwortete ich mit zittriger Stimme.
Paul lächelte: „Schön dich kennenzulernen, Zven. Du kommst nicht von hier, oder? Ich hab' dich nämlich noch nie gesehen."
„Das stimmt. Ich bin hier mit meiner Mutter und meinem Stiefvater im Urlaub."
Sein Blick hellte sich auf und Pauls Grinsen wurde breiter: „Achso... Ein Tourist also..."
„Kann man so sagen."
„Wo kommst du her?"
„Aus Wittenberge."
„Aha... Muss schön dort sein, oder?"
„Schon", antwortete ich kleinlaut. Das Lächeln des Älteren verschwand, als ich keine Anstalten machte zu Lächeln: „Was hast du, Zven? Was ist außerdem bei deiner Wange und deinem Handgelenk passiert?"
Schnell drehte ich mich weg, als ob ich meine Verletzungen noch vor ihm verstecken könnte. Konnte ich aber nicht. Die Tränen kamen mir. Schnell zog mich Paul tröstend in eine Umarmung: „Was ist denn passiert?"
Ich schluchzte nur.
„Kann ich etwas tun, damit es dir besser geht?"
Ich zuckte mit den Schultern und löste mich von ihm: „Kannst du was auf deiner Gitarre spielen?"
„Klar... Aber gut bin ich nicht."
Gekonnt setzte Paul an und zupfte eine Melodie, die mir so nah ging, dass mich noch eine Welle aus Tränen überkam. Dieses Mal war es jedoch der Song und nicht mein Stiefvater gewesen. Ich schwebte mit Paul auf den Tönen, mittendrin in der Melodie der Gefühle. So etwas hatte ich noch nie verspürt.Als Paul das Lied beendete, wusste ich nicht, was ich sagen sollte. Ich war sprachlos.
„Geht es dir jetzt besser?"
Ich nickte heftig: „Das war große klasse, Paul!"
„Danke", er legte eine kurze Pause ein, bevor er mich erneut fragte, „Was ist passiert?"
„Mein Stiefvater...", so erzählte ich Paul alles, was geschehen war. Von meiner Mutter, meinem Vater, meinem Bruder und dem Stiefvater, den ich so hasste.
Seine Kinnlade klappte nach unten. Scheinbar wuchs er nicht in solchen Verhältnissen, wie ich auf. Glück für ihn.„Hat er dir sonst noch wehgetan?"
Ich zuckte mit den Schultern: „Halt blaue Flecke. Aber sonst... Naja, er hat mir schon öfters Rippen oder so gebrochen."
„Das geht nicht! Das darf er nicht!", sagte Paul empört und stemmte die Hände in die Seiten.
„Möglich... Kannst du mir was beibringen? Auf deiner Gitarre meinte ich", lenkte ich das Thema auf etwas anderes.
„Sicher."
„Soll ich dich zu deinem Ferienhaus zurückbringen?", fragte Paul mich, als wir uns auf den Weg zurück machten. Raus aus dem Wald. Im Hochsitz hatten wir noch Musik gemacht. Also eher Paul. Allerdings hatte er mir noch viele Dinge auf der Gitarre gezeigt. Ein paar Akkorde konnte ich sogar selbst schon spielen. Dieses Instrument und die schnellen Melodien, die mein Begleiter gespielt hatte, faszinierten mich. Sie rissen mich in eine andere Welt, ohne Leid, mit.
Schnell schüttelte ich den Kopf: „Bloß nicht! Was denkst du denn, was er dann mit mir macht!"
„Na gut. Du kannst ja mir zu mir kommen. Allerdings ist da nicht mehr viel, weil wir morgen wegziehen", erklärte mir Paul.
„Oh... Das ist schade."
„Naja... Immerhin sehe ich noch etwas anderes von der Welt, als diesen Wald."
„Was willst du deiner Mutter sagen, wenn du plötzlich einen fremden Jungen mit Heim bringst?"
Er zuckte mit den Schultern: „Die Wahrheit? Sie könnte dir sicher helfen."
„Ich will aber nicht noch mehr Ärger bekommen!"
„Ich weiß, aber so geht es doch auch nicht weiter."
Endlich knickte ich ein: „Na schön, du hast gewonnen. Wir reden mit deiner Mutter."
„Danke", er lächelte mich an.Wir traten über die Schwelle in Pauls Haus: „Mammmaaa? Wir haben Besuch!"
Er schrie das ganze Haus zusammen. Auch ich zuckte unter dem plötzlichen Lärm etwas zusammen. Unauffällig verschwand ich immer weiter hinter Pauls Rücken. Er war schon viel größer, als ich. Ich mit meinen 9 Jahren konnte noch nicht so viel ausrichten.
Kurz nachdem Paul nach seiner Mutter gerufen hatte, kam eine nettaussehende Frau auf uns zu. Sie hatte beinahe dasselbe schöne Lächeln, wie Paul: „Hey. Wen bringst du denn da mit?"
„Mama...", er trat ein Stück zur Seite, sodass ich vollkommen den Blicken der Mutter ausgeliefert war, „... das ist Zven. Wir haben uns im Wald getroffen. Er hatte sehr viel Angst, weil er sich verlaufen hatte."
Die Frau kam nun auf mich zu und kniete sich hin: „Hey Zven, ich bin Erika, Heikos Mutter."
Kann deutete sie uns, ihr zu folgen und wir fanden uns in einer süßen Küche mit einem Esstisch wieder.
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Wer wartet mit Besonnenheit, der wird belohnt zur rechten Zeit...
Fiksi PenggemarPaul und Richard führten anfangs eine sehr... spezielle Beziehung zueinander. Als sie sich dann endgültig finden, braucht es nicht viel, bis zum Glück. Jedoch stehen Probleme im Leben des Paares, die sie weiter zusammenschweißen... Oder? Till sehnt...