Dieses Kapitel ist im besonderen für PexPie
Weil du meine Geschichte gerade scheinbar sehr gerne liest, und mich das sehr motiviert
<3
PoV Keiji
Es war schwer die Treppe hinunterzusteigen, die Stufen waren glatt und es war zu dunkel. Aber wenn Keiji mit dem Fuß tastete, wo die Stufe aufhörte und die nächste begann, dann ging es. Mit den Händen stützte er sich an dem Fels ab, um besser das Gleichgewicht halten zu können. Er konnte Kōtarō hinter sich hören, wie auch dieser sich vorsichtig die Treppe hinab bewegte. Und dann hörte die Treppe auf. "Ich bin unten, Ko." Ein "Hmm" kam von hinter ihm zurück. Lächelnd bewegte Keiji sich weiter, immer an der Wand entlang. Dann lief er gegen Holz. Der dumpfe Aufprall lies ihn erschrocken fiepen. Kōtarō lachte leise hinter ihm. "Alles gut?" Keiji grummelte nur. Seine Scheinheiligkeit konnte die Eule sich sonst wo hin stecken, er hatte das Lachen genau gehört. Vorsichtig, um sich keinen Spreißel einzufangen, tastete der Meermann über das Holz. Es schien eine Barriere zu sein. Aber warum würde jemand sich die Mühe machen eine Treppe in den Fels zu schlagen, nur um sie vor einer Barriere enden zu lassen. Vielleicht gab es ja eine Tür. Keiji fühlte grob über das Holz. Hier war eine vertikal verlaufende Rille, und hier... ein Metallteil. Es hatte eine seltsame Form, passte aber perfekt in Keijis Hand. Ein Türknauf, ganz sicher. Er drehte ihn und zu seinem eigenen Erstaunen machte es 'Klick'. Er grinste und drückte gegen die Tür. Plötzlich wurde es hell. Geblendet kniff der Meermann die Augen zu. Auch Kōtarō stöhnte hinter ihm. "Wen haben wir denn da?", fragte eine Frau überrascht. Na großartig. Doch ein geheimes Versteck für ein Kartell. Wer sonst sollte dieses dunkle Loch im nirgendwo brauchen? Los Keiji, verabschiede dich von deinem Leben. Er kniff die Augen zusammen, in der Hoffnung, ein Gesicht zu sehen, aber noch immer verzerrten leuchtende helle Flecken die Sicht. "Ich bin Bokuto. Freut mich.", hörte er seinen Freund hinter sich. Süß. Aber, wie Keiji schnell feststellte, wohl nicht die richtige Antwort. Denn plötzlich war da etwas in seinem Gesicht. Panisch schlug er darauf ein. Was war das? Stoff? Ein Ärmel? Ein Handschuh. Jemand hielt ihm unsanft die Augen zu. Hinter ihm schrie Kōtarō auf. "Hey, lass mich los!" Keiji griff nach der Hand, in einem Versuch, sie wegzuziehen, aber der Griff verstärkte sich nur und zusätzlich schlug ihm noch jemand in den Nacken. "Keiji? Keiji wo bist du? Alles gut?" Die Stimme seines Freundes war auf jeden Fall nicht ruhig. "Mir geht es gut. Alles okay!" Beruhigt dich Ko, bitte wehre dich nicht. Das hier war nicht Keijis erste Entführung und wenn er etwas gelernt hatte, dann, dass man zu Brei geschlagen nicht gut Fluchtpläne schmieden kann. Der Druck von der Hand im Nacken wurde zu einem Schubsen, und Keiji stolperte nach vorne. Er hörte Kōtarō hinter sich fluchen und einen Mann knurren... Wobei, vielleicht war das auch seine Eule. "Haltet die Klappe. Seit Ewigkeiten ist niemand mehr so frech hier reinspaziert, wir müssen euch dem Boss zeigen." Keiji spürte einen erneuten Schubs und dann einen stechenden Schmerz in seinen Augen, die jetzt überraschend wieder frei waren. Das Klirren einer Metalltür, einen Schlüssel. Kōtarō fluchte.
P.o.V. Kōtarō
Die Zelle in der sie saßen war klein, und scheinbar seit langer Zeit unbenutzt. Die Stäbe waren rostig rot und der unebene Steinboden staubig. Durch das Gitter konnte man in einen Gang sehen, an dessen Wänden Lavalampen hingen. Außer ihnen war niemand hier. Keine Wachen, keine anderen Gefangenen. Es war totenstill. Und warm. Trotz dessen, dass sie in einem Kellergewölbe am Meer saßen. Kōtarō fluchte. Das war alles seine Schuld. Er wusste nicht wo sie waren, warum oder wie sie überhaupt in diese Situation gekommen waren. Aber es war seine Schuld, denn er hatte Keiji überredet den Gang zu erkunden. "Tut mir leid.", sagte er leise. "Jetzt hab ich unser Date doch ruiniert." Keiji lachte. "Ach du. Du bist wirklich süß. Weißt du, wir wurden gerade entführt und eingesperrt. Und du denkst an sowas." Kōtarō spürte die warmen Arme seines Freundes um sich. Er lächelte schwach. "Na ja, warum nicht." Moment mal! "Du bist aber auch nicht gerade am durchdrehen!" "Haha, ja, stimmt. Meine Elter-", er unterbrach sich. "Die Akaashis haben mich schon einmal entführt." Kōtarō sah ihn erschrocken an. "Wie?" Diese verfluchten kleinen- "Na ja, sie sind ziemliche Kontrollfreaks und wollten wissen wo ich bin. Als ich es ihnen nicht gesagt habe, haben sie jemanden engagiert, der sollte mich finden und zu ihnen bringen." Die Wut brodelte in Kōtarō hoch. "Gibt es etwas, dass sie dir nicht angetan haben?" Keiji überlegte kurz. "Ja! Mord!" Er lachte, aber es klang irgendwie traurig. So traurig. Die Eule erwiderte die Umarmung. "Na? Wer seid ihr zwei Unruhe stiftende Einbrecher?" Beide hoben den Blick, als eine wohlklingende, männliche Stimme durch den Gang hallte. Keiji sprang auf, und Kōtarō stellte sich neben ihn. Ein junger Mann mit einem selbstsicheren, gewinnenden Lächeln blieb vor der Zelle stehen. Seine braunen Haare waren sorgfältig gekämmt und der schwarze Hanfu mit den türkisen Akzenten schmeichelte seiner abartig guten Figur. Ein stämmiger, schwarzhaariger Kerl mit Axt flankierte seine Seite. Und so grimmig dieser Axtträger auch schaute, musste Kōtarō sich ein Lachen verkneifen, denn hinter dem Ohr des Mannes steckte eine Hadake, eine kleine Blume, die Zuhause auf den Dorfbäumen und ihrer Umgebung eine schiere Plage geworden war. Wo sich die Frage stellte, wie der Kerle da rangekommen war. Er sah wieder zu dem Mann im Hanfu. Der starrte in den Käfig. Kōtarō sah zu Keiji, der zurück starrte. "Oikawa?"
"Bokuto!"
Beide brachen in Gelächter aus, während Bokuto Kōtarō so verwirrt war wie lange nicht mehr.
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Complete my World (BokuAka)
FanfictionBokuto x Akaashi - Eine verbotene Liebe... Eine kaputte Welt... Eine dramatische Tragödie... Und mitten drin ganz viel Haikyu und Fantasy! - Vor vielen Jahrhunderten haben sich die Menschen zu Elementarwesen weiterentwickelt, den sogenannten Urvölk...
