P.o.V. Kōtarō
Das Erste, was Kōtarō merkte, als er aufwachte, war, dass er den besten Freund der Welt hatte. Neben dem Bett stand ein Tablet mit Frühstück. Eine Schale mit Yoghurt und Obst stand da, ein Donut und ein Kaffee. Kotoro grinste und beugte sich hinüber. Jetzt kam die nächste Feststellung: bewegen war schwer. Nicht, dass er Schmerzen hatte oder so, aber er fühlte sich doch... Gedehnt. Konnte man sich den Arsch zerren? Das seltsame Gefühl zog sich hoch bis in seinen Bauch. Unter viel Gestöhne erreichte er schließlich das Tablet. Erst jetzt sah er den gelben Zettel an der Schale kleben. Er zog ihn ab. "Ich liebe dich.", stand darauf. Ein Glücksgefühl durchzog Kōtarōs Herz gleich einem warmen Licht. Oh Keiji, mach mich nicht so glücklich. Lächelnd nahm er das Tablet und setzt sich richtig hin. Das machte das Gefühl schlimmer. Fuck, sie hatten echt übertrieben. Es waren mehr als zwei Runden geworden. Kōtarō konnte sich nicht Mal mehr daran erinnern, wie viele es gewesen waren. Eine auf den Knien, eine weitere auf dem Rücken, eine mit Keiji im Stehen, eine mit seinem Freund unter ihm. Hell, was waren sie bitte für horny Idioten? Kōtarō legte sich wieder hin und griff die Kaffetasse. Es knisterte. Noch ein Zettel. Kōtarō drehte die Tasse, um ihn zu lesen. "Bin beim Baumarkt. Ich komme gegen Mittag wieder. Lieb dich." Und ganz klein am Rand: "Ruh dich aus!" Die Eule seufzte wohlig. Er hatte so einen süßen Boyfriend, nicht zu fassen. Er griff nach dem Donut. Tatsächlich gab es heuts nichts zu tun. Oh mein Gott. Es gab nichts zu tun! Er hatte frei! Alle Leichen waren beerdigt, der Kühlschrank gefüllt. Er musste bloß auf Keiji warten und sein Frühstück genießen. Das war zu schaffen. Nur etwas langweilig vielleicht. Aber okay. Kōtarō frühstückte und dachte über das ausstehende Date nach. Er wollte nicht übertreiben. Es würde schön werden. Romantisch. Ein klein bisschen kitschig. Harmonisch. Und doch sollte es sich nach ihnen anfühlen. Es musste eben alles passen. Kōtarō hob den Kopf, als er die Haustüre hörte. Das musste Keiji sein. Er lächelte, stand aber nicht auf. Erst zuende essen. Er hörte es rumpeln. Bitte Keiji, bau kein Scheiß. Die Tür fiel uns Schloss. Kōtarō lauschte. Jetzt lief sein Freund durch den Flur. Er schleifte etwas Schweres mit sich. Die Eule übermannte die Neugier und er stellte das leere Tablet weg. Mühevoll bewegte er sich zum Rand des Bettes. Die Zimmertür ging auf und Keiji spähte hinein. "Hey, guten Morgen Federknäuel. Gut geschlafen?" Kōtarō überhörte den Spitznamen bewusst. "Ja, ich bin so zufrieden. Das Essen war toll, danke." Keiji grinste. "Gerne. Willst du aufstehen?" Kōtarō nickte. "Okay." Keiji lief wieder in den Flur. Das Luftwesen stellte die Füße auf den Boden. Dann stand er auf- und setzte sich direkt wieder hin. In seinen Beinen war praktisch keine Kraft. Uff. Keiji kam herein. "Na? Funktioniert nicht, was?" Kōtarō sah ihn böse an. Der Meermann lachte. "Ich hab da was für dich." Er streckte ihm zwei Krücken entgegen. Kōtarō stöhnte.
P.o.V. Keiji
"Na?" Belustigt sah Keiji zu seinem Freund, der zweifelnd auf seine Ausbeute sah. "Was ist das alles?" Der Meermann deutete nacheinander auf die Einkäufe, während er sagte: "Ein Stein, Hammer und Meißel, Tapete, Leim, ein Vorschlaghammer, Handschuhe und Mundschutz, Spraydosen, ähhh, das wars." Kōtarō sah nicht überzeugt aus. "Wofür?" Keiji griff den Vorschlaghammer. "Um glücklich zu sein, Schatzi. Wir brauchen ein Haus, in dem wir zufrieden leben können." Der leise Protest ging unter, als Keiji ausholte und mit dem Vorschlaghammer ein Loch in die Wand schlug. "Fuck, Keiji!"
"Der Satz kommt mir von gestern noch sehr bekannt vor." Keiji holte aus und wieder krachte der Hammerkopf gegen den Stein, der unter dem Schlag barst. Und nochmal. Oh Mann, es tat wirklich gut, alles mal herauszulassen. Nochmal. Nochmal. Nochmal. Noch- "Keiji!" Der Meermann stoppte seine Bewegungen. "Ja?" Kōtarō sah entgeistert auf die Szenerie. "Was hast du vor?"
"Ich mache ein verhasstes Zimmer zu etwas Schönem." Das Luftwesen humpelte näher. Er lehnte die Krücken an die Wand. "Gib mir den Hammer."
"Ko, ich mache das für ein gutes Gefühl." Er gab Kōtarō zögerlich den Hammer. Die Eule wog ihn kurz in der Hand, holte aus und schlug kräftig zu. Der Stein flog in alle Richtungen. Keiji hüpfte begeistert auf der Stelle. "Wah, das war- Ich liebe dich! Woher hast du diese unmenschliche Stärke?" Kōtarō lachte und schlug nochmal zu. Keiji fiel auf, dass Außenstehende sie wohl für ganz schön irre halten würden. Zwei Männer, die wie verrückt lachend Wände kaputtschlugen. "Ko, ich will auch nochmal." Kōtarō reichte ihm den Hammer. Und er schlug zu. Immer und immer wieder, bis die Tapete in Fetzen lag, bis sich zu ihren Füßen die Steine türmten, bis die Tür zum Schlafzimmer der Eltern lose im Raum stand. Kōtarō versetzte ihr einen Tritt und sie kippte nach hinten. "Argh." Keiji ließ den Hammer fallen und streckte sich. "So ist es besser." Die Wand, die das Zimmer von dem Flur getrennt hatte, war nun verschwunden und gab den Blick auf ein jetzt nicht mehr rein weiß bezogenes Bett, eine staubige Kommode und einen offenen, leeren Wandschrank frei. Die Kleidung, die auf dem Bett abgelegt gewesen war, war von einer braun-weiß-grauen Staubschicht bedeckt. "Okay, was jetzt Herr Baumeister?" Keiji grinste. "Jetzt schmeißen wir alles raus." Kōtarō griff einen Bettpfosten. Kritsch. Kritsch, machte es, als er das schwere Bett über den schmutzigen Boden in den Flur zog. "Wohin jetzt?"
"Zu der Haustür Richtung Meer." Sie kamen bis zu der Tür. Im Türrahmen blieb Kōtarō stehen. "Das passt nicht." Keiji griff den Hammer und schlug in die Mitte des Bettes. Es knirschte. Nochmal. Es knackte. Keiji bearbeitete das Bett mit der gleichen Energie, mit der er schon die Wand zerschlagen hatte. Schließlich war von dem Bett nur noch ein Haufen zerborstenes Holz und eine ramponierte Matratze übrig. Kōtarō zerrte die übrige Masse durch die Tür. Keiji sprang in das Becken und öffnete die Tür. "Schmeiß rein." Kōtarō trat das Bett ins Wasser. Keiji drückte es durch die Öffnung. Weg war es. "Jetzt nur noch den Rest." Kōtarō lachte. "Das wird lustig."
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Complete my World (BokuAka)
Fiksi PenggemarBokuto x Akaashi - Eine verbotene Liebe... Eine kaputte Welt... Eine dramatische Tragödie... Und mitten drin ganz viel Haikyu und Fantasy! - Vor vielen Jahrhunderten haben sich die Menschen zu Elementarwesen weiterentwickelt, den sogenannten Urvölk...
