Magnus' und Alecs Gesichter wurden hell vom dem Licht des bläulichen Portals erleuchtet,das der Hexenmeister im Hinterhof vom Amatis' Haus geöffnet hatte. Es war mitten in der Nacht und Jace,der Clary im Arm hielt, fröstelte ein wenig. Auch Isabelle schien nicht sehr glücklich zu sein und ihr Gesicht war von Sorge überschattet. Magnus stützte Alec mit einem Arm,während er mit dem anderen das Portal offen hielt.
"Bitte verabschiedet euch schnell",sagte er und man konnte die Anstrengung in seiner Stimme hören.
Maryse schloss Alec als erstes in die Arme und als sie sich aus der Unarmung löste,erkannte Jace,dass Tränen auf ihrer Wange glitzerten. Sie wandte sich an Magnus:
"Bitte bring mir meinen Alec wieder nach Hause",flüsterte sie flehend.
Dann lief Izzy zu ihrem Bruder und drückte ihn fest an sich. Dann brach sie unvermittelt in Tränen aus.
"Du musst wieder kommen,Alec. Ich kann dich nicht auch noch verlieren",schluchzte sie und warf sich ihrer Mutter in die Arme.
Jace schnürte es die Kehle zu. Er war an der Reihe. Zögerlich trat er zu Alec und legte beide Hände auf Alecs Schultern. Er drehte seinen Parabatai so zu sich,dass er ihm in die Augen sehen konnte. Das war das einzige,was er für die nächsten paar Minuten tat. Es waren tatsächlich Minuten. Mit seinem Blick versuchte er Alec alles zu übermitteln,was er mit Worten nicht ausdrücken konnte. Wie sehr er ihn liebte und wie verloren er ohne Alec sein würde.
"Machs gut,Bruder",sagte er schließlich und wandte sich von seinem Parabatai ab.
Schließlich verabschiedeten sich auch Clary und Robert. Magnus war inzwischen so angestrengt,dass er die Zähne fest aufeinander pressen musste,als er seine letzte Energie aufwandte.
"Bitte,Alec",keuchte er und nahm Alecs Hand.
Er drehte sich ein letztes mal um bevor er und Magnus im Portal verschwanden,das sich nach wenigen Sekunden schloss. Das war das letzte,das Jace von Alec sah.
*
Alec fühlte den vertrauten Sog des Portals und nach wenigen Augenblicken landeten sie hart am Zielort. Der Aufprall presste all die Luft aus Alecs schmerzenden Lungen und er ließ einen erstickten Schrei hören. Sofort spürte er starke Arme um sich, die ihn auf die Füße zogen.
"Hm,das habe ich aber netter in Erinnerung",sagte Magnus und blickte sich um.
"Könnte auch daran liegen,dass ich schon ein paar Jährchen nicht mehr hier war".
Er seufzte.
"Na gut,vielleicht etwas mehr,als ein paar."
Jetzt grinste er beinahe.
"Okay,es waren über hundert. Wie schnell doch die Zeit vergeht".
Sie waren auf einem Hügel gelandet auf dessen Kuppe,nur wenige Meter von Magnus und Alec entfernt,ein windschiefes Haus stand. Haus war vielleicht zu viel gesagt. Es handelte sich um eine winzige,halb zerfallene Steinhütte,deren eingesunkenes Dach so aussah,als könnte es jederzeit einstürzen. Die salzige Brise und das entfernte Rauschen von Wellen verrieten Alec,dass sie sich in Meernähe befinden mussten.
"Wo sind wir?",fragte Alec gepresst.
Ein brüllender Schmerz breite sich gerade in seinem Bauchraum aus und er verkrampfte sich.
"Wales",sagte Magnus,der weiterhin die Gegend mit seinen Augen erkundete.
"Wales?",fragte Alec ungläubig.
"Hast du ein Problem mit Wales,Alexander?",fragte Magnus und drehte sich zu seinem Freund um.
Alec schüttelte den Kopf.
"Gut so. Lass uns hineingehen",lächelte er.
"Hineingehen? Du willst doch nicht da hineingehen?",wollte Alec entgeistert wissen. "Das Ding sieht aus,als würde es jederzeit einbrechen!".
"Wir haben leider keine andere Option",seufzte Magnus und zog Alec in Richtung des Häuschens.
Als sie auf der Kuppe des Hügels angekommen erkannte Alec,dass das Gelände etwa zehn Meter hinter dem Haus abrupt abfiel und zu einer Klippe wurde. Er wollte wissen,wie das Meer aussah. Er war noch nie am Meer gewesen. Neugierig riss er sich von Magnus los und bewegte sich auf den Rand der Klippe zu.
"Alec-wo willst du hin?",rief Magnus überrascht,versuchte aber nicht ihn zurückzuhalten.
Alec hatte nun beinahe den Rand erreicht. Nur noch wenige Schritte. Er blieb etwa einen Meter vor dem Abgrund stehen. Er hielt die Luft an. Circa zwanzig Meter unter ihm war das Wasser. Das Meer war von dem scharfen Wind,den Alec erst jetzt spürte, aufgewühlt und klatschte grau und schaumig gegen den schroffen Felsen. Als er seinen Blick schweifen ließ sah er den Mond. Er wirkte so nah. Er hing wie eine silberne,glatte Scheibe dicht über dem Horizont.Er war wunderschön. Er wirkte wie ein Magnet auf den Jungen. Alec wollte noch näher an den Mond heran. Er ging einen weiteren Schritt. Der Mond schien noch näher. Ein nächster Schritt. So nah,dass er beinahe greifbar war. Doch Alec wollte noch näher an den Mond heran,dessen weiches,kaltes Licht ihn umspülte und tröstete. Der Mond war Alecs Freund. Alec wollte ihn berühren er musste noch näher heran. Noch ein Schritt. Jetzt konnte er das Gesicht des sein sehen. Der Mond lächelte ihm zu,er wollte,dass Alec kam. Er setzte noch einen Fuß nach vorne. Dort wo sein Fuß landete war nichts. Nur Leere.
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Malec-Eine unsterbliche Liebe?
FanfictionNach den Ereignissen in der Dämonendimension scheint endlich ein wenig Ruhe in die Beziehung von Magnus Bane,dem obersten Hexenmeister von Brooklyn und Alec Lightwood,dem jungen Schattenjäger aus dem New Yorker Institut, eingekehrt zu sein. Magnus...
