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„Gott sei Dank bist du wieder da.", Jake fiel mir in die Arme und drückte mich an sich.

„Tu mir das ja nie wieder an. Ich musste zwei Tage lang alleine durch diese Hölle zu laufen.", ich lachte über seine ängstliche Art.

„Du brauchst eindeutig mehr Selbstbewusstsein.", grinste ich und öffnete meinen Spind. Jake tat es mir gleich.

Wir kramten unsere Sachen zusammen, schlossen unsere Türen und lehnten uns dagegen. Misstrauisch beobachtete ich das Treiben.

„Irgendwas ist anders.", murmelte ich und kniff die Augen ein wenig zusammen.

„Irgendwie wirken die Leute...", sagte Jake.

„Aufgeweckter."

„Fröhlicher.", sprachen wir beide zwei verschiedene Adjektive aus.

In diesem Moment verstummte die relativ ausgelassene Atmosphäre. Schweigen breitete sich im Flur aus.

Mit großen Augen starrte Jake mich an. Ich zog nur fragend eine Augenbraue hoch. Kurz darauf betraten vier Jungs den Flur. In einer Reihe liefen sie auf uns zu. Mit Gesichtern so ernst wie der Tod. Abgesehen von dem von Noah. Der wich meinem Blick eher aus.

„Was zum fick ist hier los?", fragte ich laut sobald die vier vor uns zum stehen kamen.

„Noch nicht gehört?", fragte Hunter.

„Wir haben jetzt das Sagen hier.", Joey grinste morbide auf mich runter.

„Wow das muss dein Ego ja gepusht haben.", ich applaudierte ihm.

„Was bildest du dir ein so mit uns reden zu können?", zischte er. Ich zuckte provozierend in seine Richtung und er machte einen Schritt rückwärts. Grinsend lehnte ich mich wieder an meinen Spind. Joey machte immer auf dicke Hose. Aber eigentlich war er genauso ein Schisser wie Jake.

„Pussy.", flüsterte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Meine Rippe tat noch immer ein wenig weh, aber ich hatte recht behalten, es war nur eine Prellung gewesen, weshalb ich wieder aufrecht gehen konnte.

Plötzlich war Hunter mir ziemlich nahe. Seine Arme waren jeweils links und rechts neben meinem Kopf abgestützt und seine Augen starrten mich an.

„Hör zu. Wir haben uns das auch anders vorgestellt. Aber jetzt ist es neunmal so. Also tu einfach was dir gesagt wird und wir können einander in ruhe lassen.", zischte er.

„Wieso krabbelst du nicht in das Loch zurück aus dem du gekommen bist?", fragte ich und legte meinen Kopf schräg.

„Krieg endlich deine große Klappe in den Griff. Niemand hat etwas gegen die neuen Regeln zu sagen. Verstanden?", meinte er und schaute von meinem einen Auge in das andere.

„Bitte, halt dich einfach an die Regeln Yuna.", flüsterte Noah.

„Noch nicht gehört? Regeln sind nicht so mein Ding." meinte ich unbekümmert.

Sein Blick verdunkelte sich.

„Du bist so verdammt dämlich.", zischte er mir entgegen. Alex seufzte auf. Noah senkte betreten den Blick und auf Joeys Gesicht breitete sich ein grinsen aus. Wahrscheinlich hatte ich gerade meinen Tod unterzeichnet.

„Na mal gut, dass mir das am Arsch vorbei geht.", ich flüsterte ihm diese Worte ins Ohr und ließ meine Hand über seine Brust gleiten. Ich wollte ihn aus der Reserve locken. Wollte wissen wie weit wir gehen konnten. Leider hatte ich dabei nicht bedacht, dass mich das auch nicht kalt lassen würde. Ich spürte die Muskeln unter meiner Hand. Wie sie zuckten. Ich spürte sein Herzschlag der schneller wurde und hielt die Luft an. Im nächsten Moment packte er mein Handgelenk und starrte mir nochmal fester in die Augen. Ich schluckte schwer.

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