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„Willst du noch ein bisschen auffälliger Starren?", zischte ich und legte den Löffel bei Seite. Hunter schmunzelte und setzte sein starren fort.

„Du bist unausstehlich.", brummte ich und drehte ihm den Rücken zu, um neue Früchte zu holen.

„Wohl eher unwiderstehlich.", meinte er mit einem schmunzeln.

Der Rest der Mannschaft, lachte draußen im Garten mit meinem Dad und feierte den heutigen Sieg. Warum Hunter ihnen keine Gesellschaft leisten wollte, vermutete ich. Doch ich hoffte ich lag falsch.

„Wenn ich einwillige mit dir zu schlafen, lässt du mich danach in Ruhe?", fragte ich und drehte mich wieder zu ihm. Ich stützte mich auf den Tresen und sah ihm in die Augen.

„Danach würdest du darum betteln mehr von mir zu bekommen.", er grinste überheblich zu mir rüber, was mich die Augen verdrehen lies.

„Du bist ja so bescheiden.", mit ironischem Unterton fing ich an den Apfel zu zerkleinern, und vielleicht, nur ganz vielleicht, stellte ich mir dabei vor, wie ein ganz bestimmtes Körperteil von ihm den Platz des Apfels einnahm.

„Ich finde Selbstbewusst ist ein besseres Wort.", er lehnte sich über die Theke und klaute sich ein Stück Erdbeere aus meinem Obstsalat. Ich hakte mit meinem Messer ein bisschen fester auf den Apfel ein.

„Lass mich.", er umfasste meine Arme, nachdem er rumgekommen war und stoppte mich beim schneiden. Das Messer fest umklammert drehte ich mich zu ihm.

„Lass es los Yuna.", sagte er leise. Ich schaute ihn aus Schlitzen an und lockerte widerwillig den Griff.

„Braves Mädchen.", er tätschelte meinen Kopf und schob mich dann ein Stück zur Seite um meinen Obstsalat für mich fertig zu machen.

„Wieso bist du nicht draußen bei deinen Freunden und nervst die?", fragte ich und lehnte mich mit überkreuzten Armen gegen die Anrichte neben ihn. Meine Augen verfolgten seine Handbewegungen. Warum war es so attraktiv, wie er in der Küche stand und schnippelte. Innerlich klatschte ich mir gegen die Stirn. Behalte einen klaren Kopf Yuna. Er will nur mit dir Schlafen und drauf gehst du nicht ein.

„Ich wollte mit dir sprechen.", kurz schaute er zu mir auf, konzentrierte sich dann aber wieder auf das schnippeln.

„Mit mir?", wiederholte ich und deutete mit dem Zeigefinger auf mich. Kam jetzt das erste Angebot von vielen? So lange bis ich nachgeben würde? Er wusste dass meine Frage eben, ob er mich in Ruhe lassen würde, wenn ich es täte, ironisch war. Da war ich mir sicher. Also was würde sein erster Zug sein?

Er nickte, machte aber keine Anstalten weiter zu sprechen. Vielleicht versuchte er mich so neugierig zu machen. Irgendwie wirkte es sogar.

„Ich finde, wir sollten unsere Streitigkeiten beiseite legen und Freunde sein.", er legte das Messer beiseite und wandte sich mir komplett zu.

Das war ein Witz oder?

Ich brach in Gelächter aus.

„Bitte. Du schaffst es doch keine fünf Minuten, mit mir in einem Raum, ohne einen doofen Spruch zu bringen, oder mit mir zu flirten.", ich holte japsend Luft so sehr lachte ich.

„Ach komm. Wir sind beide Erwachsen..."

„Komisch... letztens meintest du noch ich wäre 12.", Ich lächelte ihn mit schräg gelegten Kopf  an. Freunde. Er und ich? Bestimmt. Ich konnte mir nicht vorstellen mit ihm befreundet zu sein. Klar mein Körper fühlte sich zu ihm hingezogen, aber ich wusste genau, was er für eine Art von Typ war, und ich war nicht die art von Mädchen die auf ihn rein viel.

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