Ich konnte Hunter nicht leiden.
Fakt.
Aber sein Aussehen...
Gott steh mir bei.
Ich glaubte Hunter und ich hatten eine unausgesprochene Wette abgeschlossen.
Und ich fürchtete mich ein wenig vor dem was kommen würde.
Er wollte mich. Zu 100% nur für eine Nacht. Aber eine Nacht hin oder her, mein Körper lechzte praktisch danach.
Ich war überzeugt davon, dass meine Worte ihn angestachelt hatten, mich nicht in Ruhe zu lassen.
Das er nicht aufhören würde mich zu nerven, bis er bekommen hatte was er wollte.
„Ich verliere nie.", das hatte er selbst gesagt.
Zu was konnte Hunter fähig sein?
Könnte er nett sein und mich mit Schmeicheleien ummanteln bis ich nachgab, um mich danach stehen zu lassen und zur nächsten zu ziehen? Meine Faust landete in dem Boxsack in unserem Keller.
Würde er mich so lange nerven bis meine Nerven Blank lagen und ich nur nachgeben würde damit er mich in Ruhe ließ? Mein Knie bohrte sich in den Sack.
Ich kannte ihn eindeutig nicht gut genug um zu wissen, zu was er fähig war.
Aber ich kannte jemanden der das wissen konnte.
Ich verprügelte noch ein wenig den Sack und starrte ihn dann schnaufend an.
Verdammt, was hatte ich nur angerichtet...
Am nächsten Morgen in der Schule, fing ich meinen möglichen Informanten im Flur ab.
„Hey.", lächelnd schaute ich ihn an. Er hatte gerade seine Spindtür geschlossen und schaute nun argwöhnisch in meine Richtung. Ich konnte es ihm nicht verübeln, dass er mir nicht über den Weg traute. Ich hatte ihn noch nie angelächelt. Oder angesprochen. Oder ihm geantwortet.
„Wie geht's dir so?", wollte ich wissen und lehnte mich an die Schließfächer.
„Was willst du?", misstrauisch überkreuzte er die Arme vor der Brust und tat es mir gleich. Er kannte mich anscheinend besser als ich angenommen hatte. Ich musste dringend weniger Zeit mit dem Team meines Vaters verbringen.
„Zu was ist Hunter fähig um zu bekommen was er will?", frage ich gerade heraus. Noah musterte mich von oben bis unten.
„Warum willst du das wissen?", er legte seinen Kopf schräg und runzelte die Stirn. Irgendwie schien er heute nicht so gut gelaunt zu sein. Kein Lächeln lag auf seinen Lippen, kein amüsantes glitzern und den Augen...
Wahrscheinlich haben seine Schwestern ihn geärgert. Unserem Gespräch am Pizza Abend nach zu urteilen, taten sie dies öfter.
„Neugier. Jetzt sag.", drängelte ich. Ich brauchte Gewissheit. Ich hatte seit zwei Tagen nicht geschlafen, weil ich so viel darüber nachdenken musste und war in der Schule immer eine andere Richtung eingeschlagen wenn ich ihn sah.
„Zu so ziemlich allem.", meinte er und schaute an mir vorbei. Er hob den Arm und winkte jemandem.
„Fuck.", hauchte ich und starrte auf seine Brust.
Das war nicht gut. Die Möglichkeiten waren grenzenlos und für mich würde niemals was gutes dabei rausspringen. Ich wusste ich hatte mich zu nah ans Feuer gewagt und war jetzt kurz davor mich zu verbrennen. Doch wie ich wieder vom Feuer weg kam, wusste ich auch noch nicht.
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you wanna play with fire?
RomansaEs war ein Spiel mit dem Feuer. Gefährlich. Verlockend. Keiner der beiden kannte verlieren. Keiner wollte verlieren. Sie kannten die Regeln. Denn es gab keine. Das Ziel? Sie für sich zu gewinnen. Ihm zu zeigen, dass man nicht alles im Leben h...