- 39 -

61 1 0
                                    

Als wir vor der Mall hielten, hatte Jake bereits eine Mittelschwere Panik Attacke.

„Bitte. Sprich mit ihm. Der dreht komplett am Rad.", Alex kam auf mich zu gerannt und faltete seine Hände wie zum Gebet. Jake und Joey standen am Auto. Als ich zu den beiden schaute, senkte Joey schnell den Blick und redete wieder auf Jake ein. Aufseufzend löste ich mich von Hunter, der den Arm wieder um meine Schulter gelegt hatte, und lief auf die beiden zu.

„Wir werden sowas von auffliegen. Das wird in meine Akte kommen. Ich kann mich von einem College verabschieden! Das kann doch gar nicht gut gehen!", Jake raufte sich die Haare. Er atmete hektisch. Joey wirkte bereits verzweifelt.

„Jake!", ich legte meine Hände auf seine Schultern und schüttelte ihn ein wenig durch.

„Junge du Riesen Schisser, atme doch erstmal tief durch!", er sah mich aus großen panischen Augen an. Atmete aber tief durch.

„Ich mag es nicht wenn du mich so nennst.", murmelte er.

„Dann verhalt dich nicht so. Reiß dich zusammen. Uns kann nicht nachgewiesen werden, dass wir geschwänzt haben. Wenn einer fragt, wieso wir alle zur selben Zeit gefehlt haben, geben wir einfach Joey die Schuld. Sagen er hat gekocht, irgendwas war schlecht und wir haben alle das kotzen bekommen. Du schreibst dir eine Entschuldigung für den Tag und dann hast du mal ein paar Fehlstunden. Aber entschuldigte. Jeder kann mal Krank sein, und das wird einem dann nicht negativ angerechnet.", ich sah ihm während meiner Ansprache fest in die Augen.

„Das wird euch keiner glauben.", warf Joey ein.

„Ich kann kochen. Wenn es glaubwürdig sein soll, müsst ihr das Alex anhängen.", er schmunzelte ein wenig, und schaute mir endlich ins Gesicht. Es war ein Schritt in die richtige Richtung und nahm mir schonmal einen großen Stein vom Herzen.

„Okay, also wenn jemand fragt, Alex hat gekocht, etwas war nicht mehr ganz so gut, und deswegen haben wir alle das Kotzen bekommen.", Jake nickte. Er versuchte tief durch zu atmen und ganz langsam beruhigte er sich wieder.

„Okay.", meinte er und machte einen Schritt vom Auto weg.

„Das ist mein Kumpel!", Joey legte wieder den Arm um Jakes Schultern und wuschelte ihm einmal durch die Haare. Jake wurde ein wenig rot und versteckte ein Schmunzeln. Ich schüttelte schmunzelnd den Kopf und lehnte mich selbst dann ans Auto. Die anderen gingen bereits rein. Nur Hunter nicht. Der kam auf mich zu. Ich lächelte ihm müde entgegen.

„Kann es sein, dass du nicht gut geschlafen hast?", fragte er und stützte seinen Arm neben meinem Kopf am Auto ab.

„Doch doch.", log ich. Ich schlief nie gut. Es sei denn ich lag in Hunters Arm während wir einen Film schauten. Da schlief ich immer vor dem Ende ein.

„Du weißt schon, dass ich merke, wenn du lügst oder?", fragte er und lehnte sich mir entgegen.

„Du bluffst.", meinte ich mit zusammen gekniffenen Augen. Er zuckte die Schultern.

„Vielleicht. Aber diese Lüge ist offensichtlich. Immerhin hast du Augenringe bis nach Timbuktu.", er strich mit seinem Daumen unter meinem Auge entlang, was mich genüßlich die Augen schließen lies.

„Sollen wir nicht lieber zu mir fahren? Dann kannst du ein bisschen schlaf nach holen.", murmelte er. Ich schüttelte den Kopf und öffnete meine Augen wieder. Das wäre nicht das richtige. Absolut nicht.

„Ich hab Isa versprochen...", er seufzte auf.

„Du musst echt mehr an dich denken, Prinzessin."

 you wanna play with fire?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt