Kapitel 32

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Als Blaise und Draco bei Pansy auftauchten, war diese genervt und gab ihnen zu verstehen, dass sie eigentlich gar keine Zeit hatte, weil sie sich für eine Verabredung fertig machte.
„Du hast eine Verabredung?", fragte Blaise als Pansy vor einem Schminktisch saß und sich schminkte.
„So ist es."
Blaise tauschte mit Draco Blicke aus.
„Mit wem?", wollte Blaise weiterwissen.
„Henry", antwortete Pansy knapp. „Wir sind schon ein paar Mal miteinander ausgegangen und es sieht sehr gut zwischen uns aus."
Draco runzelte die Stirn.
„Henry Varley?"
„Wer sonst?", entgegnete Pansy und ihre Blicke trafen sich kurz im Spiegel. „Wir haben eine enge Bindung und ich gehe davon aus, dass diese Sache zwischen uns zu einer erfreulichen Bindung führen wird."
„Wie ernst ist das ganze?", hakte Blaise weiter nach und Pansy schnaubte verärgert und wandte sich auf ihrem Stuhl zu ihnen um.
„So ernst, dass ich hoffentlich nächstes Jahr um diese Zeit bereits seinen Nachnamen trage. Wieso geht ihr beide mir heute damit auf den Keks? Habt ihr nichts Besseres zu tun?"

Besseres sicherlich. Aber das hier musste geklärt werden.
„Wenn das zwischen Henry und dir so ernst ist", begann Draco, „Warum hast du dann Astoria vergiftet?"
In ihren Augen regte sich etwas und obwohl sie den Mund empört aufklappen ließ, hatte Draco diese Regung eindeutig gesehen.
„Ich habe was? Bist du verrückt?", sprach sie empört. „Wie kommt ihr auf den Gedanken, dass ich diese... Bedeutungslose Person vergiften würde? Was geht mich Astoria Greengrass an?" Sie schüttelte herablassend den Kopf. „Außerdem wird doch gegen Avery ermittelt."
„Avery war es nicht", antwortete Blaise und Pansy musterte sie beide und wandte sich von ihnen ab. Sah wieder ihr Spiegelbild an. „Er hat sich in der Aurenzentrale befragen lassen, und zwar mit Veritaserum. Er ist ausgeschlossen. Potter ermittelt weiter."
„Und wie kommt Potter auf mich?", fragte Pansy tonlos.
„Kommt er nicht", antwortete Draco kalt. „Ich war es."

Ihre Blicke begegneten sich im Spiegel.
„Das ist lächerlich", wisperte sie. „Wieso sollte ich ..."
„Du hast uns gesehen, habe ich recht?", sprach Draco und Pansy senkte die Lider. „Du hast Astoria und mich gesehen und hast eins und eins zusammengezählt, und zwar bevor es langsam raus sickerte, was zwischen ihr und mir ist."
„Wo sollte ich euch denn bitte sehen?"
Er schnaubte.
„Hör auf damit, Pans. Du weißt genau, wo du mich gesehen hast, und zwar in der Straße wo wir uns getroffen haben vor dem Pizzabäcker." Sie sagte nichts. „Du weißt, wo, nicht wahr? In der Straße, wo auch Millicent wohnt?" Sie presste die Lippen zusammen. Es machte Draco verrückt. „Wieso?", fragte er gereizt. „Wieso hast du das getan?"
Ihre Blicke begegneten sich wieder.
„Ich..."
„Pansy verdammt!", platzte Draco. „Ist dir klar, dass sie fast gestorben ist. Dass sie einfach erstickt wäre, wenn ich nicht nach ihr gesucht hätte? Wie knapp sie dem Tod von der Schippe gesprungen ist?"

Pansys Körper bebte und Draco war kurz davor ihr einen Fluch aufzuhalsen.
„Mach den Mund auf oder ich schleppe dich höchstpersönlich zu Potter. Ich schwöre es."
„Pansy", drängte sie Blaise und es sprudelte aus ihr heraus.
„Ich wollte sie doch gar nicht töten. Ich wollte... sie nur ein wenig ärgern. Ich dachte, sie muss sich übergeben oder kann ihr Bad nicht verlassen."
„Pansy", wiederholte Blaise schockiert und Draco hatte hiermit seinen Verdacht nur bestätigt.
Sie hatte keine Ahnung, was sie da eigentlich getan hat.
„Ich wollte sie doch nicht töten. Ich dachte, sie würde einen Tag krank herumliegen. Rizinusöl ist doch gar nicht giftig."
Blaise schlug sich gegen die Stirn.
„Aber Rizinusöl sind nicht den direkten Samen des Wunderbaumes. Das Öl wird aus ihnen zwar gewonnen, ist aber frei von Eiweißstoffen und deshalb ungiftig. Merlin, Pansy. Das hatten wir im zweiten Jahr in Hogwarts."

Sie wimmerte, während die ersten Tränen über ihre Wangen rollten.
„Das wusste ich doch nicht." Sie sah gequält zwischen ihnen hin und her. „Ich wollte sie nicht verletzten. Ich... ich war nur so wütend."
„Wütend?", fragte Draco. „Warum?"
„Weil Alienor bei meiner Mutter von ihr erzählt hat. Darüber, dass du und sie etwas miteinander habt." Sie senkte den Blick und schniefte. „Ich habe dich zuvor zwar schon mal in der Straße gesehen, habe aber das damals nicht in Bezug gebracht. Erst als Millicent mir fast nebenbei erzählt hat, dass sie auch hier wohnt, habe ich es verstanden."
„Und darum vergiftest du sie?"
„Ich war so wütend", wisperte sie. „So wütend auf dich und auf sie. Sie schlägt dich und respektiert dich nicht und du springst mit ihr ins Bett."
„Aber du und ich sind nur Freunde!", schimpfte Draco. „Deine scheiß Eifersucht ist total unbegründet."

„Ich weiß. Ich weiß", presste sie schwer hervor und wimmerte noch mehr. „Ich war einfach sauer." Sie sah ihn wieder an und wirkte wie ein Häufchen Elend. „Ich wollte sie nicht töten. Wirklich. Das müsst ihr mir glauben." Blaise sah Hilfe suchend zu Draco und Draco fuhr sich erschöpft an die Stirn. „Was... was passiert jetzt mit mir?"
Das war die Frage. Er hatte keine Ahnung.
„Draco?", sprach Blaise und Draco schüttelte den Kopf.
„Ich habe keine Ahnung. Ich müsste es Potter sagen. Der Aurorenzentrale." Pansy schien noch blasser zu werden. „Du hast Astoria fast umgebracht."
„Aber doch nicht mit Absicht!", protestierte sie hysterisch. „Ich wollte sie nicht töten. Das müsst ihr mir glauben."
Draco glaubte ihr das tatsächlich. Glaubte, dass seine Vermutung genau ins Schwarze getroffen hatte.



Er versprach Pansy gar nichts. Ging nachhause in seine Wohnung und erzählte Astoria davon. Die immer nachdenklicher wurde und zum Schluss beinahe, wie eine Marmorstatue im Schneidersitz auf dem Sofa saß und ins Leere starte. Sie zuckte zusammen als er nach ihrer Hand griff und leise
„Tori", sprach. „Sag doch was."
Sie holte tief Luft, schüttelte den Kopf und amtete dann langsam aus.
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll oder was du hören möchtest."
„Was denkst du?"
Sie schien darüber nachzudenken und lächelte dann gequält.
„Dass Parkinson dümmer ist, als ich gedacht habe?" Er lächelte schwach zurück und sie atmete erneut schwer aus und strich sich ihre offenen Haare hinters Ohr. „Ich weiß nicht, was wir tun sollen. Ich glaube ihr das wirklich, dass sie einfach nur wollte, dass ich den ganzen Tag auf der Toilette verbringe und sie den Unterschied zwischen Rizinusöl und den direkten Samen des Wunderbaumes nicht kennt." Das glaubte Draco ihr auch. Pansy war noch nie gut in Kräuterkunde gewesen. „Ich bin erstaunt, dass sie das mit dem Gift unterbringen geschafft hat, trotz der Versiegelung."
„Ich habe dir schon immer gesagt, du sollst deine Wohnung magisch sichern."
Sie rollte stumm mit den Augen.

„Wenn Potter davon weiß und sie vor das Gamot muss, wird sie vermutlich eingesperrt. Zumindest für schwere Körperverletzung", fachsimpelte sie und Draco stimmte ihr zu. Da war er sich sicher. „Anderseits weiß niemand davon außer Pansy selbst, Blaise, du und ich", fügte sie hinzu und er zog die Brauen zusammen.
„Wir können das nicht ignorieren", sprach er atemlos als er begriff, worauf sie hinauswollte.
„Wir ignorieren es ja nicht, wir handeln eben auf unsere Art."
Er lachte falsch auf.
„Astoria. Sie hat dich beinahe umgebracht. Du hast wochenlang mit den Folgen gekämpft."
„Ja, weil sie dümmer ist als ein Flubberwurm."
„Wir müssen es melden und ..."
„Und was?", unterbrach sie ihn. „Parkinson ins Gefängnis schicken, weil sie zu dumm ist den Unterschied zwischen Samen des Wunderbaumes und normalen Rizinusöl zu unterscheiden?"
„Wenn das Gamot das so sieht wie wir, bekommt sie vielleicht Bewährung oder eine Geldstrafe."

Sie lachte falsch auf.
„Bitte Draco. Denk nach. Die Familie Parkinson sind nach dem Krieg viel zu gut weggekommen. Es wurde ermittelt und die Beweise waren zu schwach. Glaub mir, die werden sie nicht mit einer Geldstrafe davonkommen lassen. Davon abgesehen, wer soll ihr denn das bitte glauben, dass sie so dumm ist, was Kräuter angeht? Das ist das Wissen für Zweitklässler in Hogwarts."
Er atmete schwer aus.
„Und jetzt? Willst du das einfach ignorieren?"
Sie zuckte die Schultern.
„Keiner hat sie im Verdacht, oder?"
„Du verzeihst ihr das einfach so?"
Sie lachte lustlos und stand auf.
„Ich bin viel, aber nicht heilig. Ich werde ihr das nie verzeihen. Eifersüchtige Kröte. Ich werde ihr das noch vorhalten, wenn ich alt und klapprig bin." Er folgte ihr und hielt sie zurück, als sie ins Schlafzimmer gehen wollte. „Was...", fing sie an und schloss die Augen als er seine Lippen auf ihre legte.
„Weißt du, dass du süß bist?", wisperte er und sie boxte ihn.
„Ich bin nicht süß."
Er lachte leise und sie schlang ihre Arme um seinen Hals, nur um seinen Mund in Beschlag zu nehmen. Er presse sie gegen den Türrahmen zum Schlafzimmer und sie keuchte auf, während sich seine Hände unter ihr Shirt schoben.

Merlin, er würde davon nie genug bekommen. Niemals. Dieses Verlangen zu ihr war wie eine Droge. Eine Sucht, die nie gestillt werden konnte. Sie zerrte an seiner Kleidung und er tat es ihr gleich. Befreite sie von ihrer Bekleidung. Er schob sie weiter ins Schlafzimmer als er ihren BH öffnete und küsste sie dabei hungrig. Er warf sie mit seinem Gewicht um, sodass sie beide aufs Bett fielen. Er küsste ihren Hals, während sie ungeduldig seine Hose öffnete. Sie beide waren verrückt, eindeutig. Aber gut verrückt. Er stöhnte rau auf, als ihre Finger seinen Penis umschlossen.
„Astoria...", presste er schwer hervor und ihre Blicke begegneten sich. Merlin, sie war so schön.
Viel zu schön für ihn. Er küsste sie innig. Teilte ihre Lippen. Vermischte ihren und seinen Atem miteinander. Ihre Finger fuhren durch seine Haare.

Er löste sich von ihr, nur um ihren Hals zu küssen, ihr Schlüsselbein und lächelte als sie seinen Namen schwer murmelte.
„So ungeduldig?", fragte er rau, als sie sich gegen ihn presste.
„Halt die Klappe", erwiderte sie atemlos und er lachte leise gegen ihre Haut.
Er befreite sich selbst von seiner Hose, während sie weiter ihre Beine spreizte. Er fluchte beinahe verzweifelt auf. Sie klammerte sich schmerzhaft an ihn, als er nach vorne stieß und sie beide aufkeuchten, als er in ihre Hitze eindrang. Merlin, sie war einfach nur perfekt. Sie fanden wie üblich sehr schnell ihren gemeinsamen Rhythmus. Das hier würde heute nicht lange dauern, das wusste Draco. Ihre Blicke begegneten sich wieder und er lächelte als sie es tat, nur um sich hinab zu ihr zu beugen und sie innig zu küssen, während er sich weiter in ihr bewegte. Sie beide an die Grenze zwang, um über die Klippe zu springen. Sie war perfekt für ihn.






Astoria sah sich um, während sie wieder in den Ballsaal eintrat. Sie hatte die Waschräume aufgesucht und ließ jetzt ihren Blick über die hohe Gesellschaft gleiten. Ihr Auftauchen an der Seite von Draco zu diesem Event, der hohen Gesellschaft, war trotzdem ein kleiner Skandal. Das Gerede und Getuschel war eindeutig wahrnehmbar und das obwohl doch scheinbar Alienor ihr Bestes getan hatte, jeden weiterzutragen, dass Draco Malfoy mit Astoria ein Verhältnis pflegte. Zumindest wusste Pansy scheinbar von ihr, dass Draco und sie etwas miteinander hatten. Und obwohl das Gerücht umging und sogar die Presse zuvor schon spekuliert hatte, schien es den meisten den Atem zu verschlagen. Astoria hielt es für eine unsinnige Reaktion. Wobei Lucius glaubte, dass das Gerede vor allem so angeheizt war, wegen der Ermittlungen aufgrund ihrer Vergiftung. Aber es war ihr im Grunde egal. Sie wollte tanzen, mit Draco und ihr Ballkleid tragen. Sie liebte das graue Kleid mit den leichten rosafarbenen Akzenten.

Draco fand es schön. Hatte es ihr gesagt, bevor sie aufgebrochen waren. Sie fuhr über den Stoff und sah sich um. Sie sah Blaise und Tracey bei deren Eltern stehen. Blaise Mutter wirkte stolz und zufrieden. Sie wusste von Tracey, dass Blaise Mutter sie akzeptierte an der Seite ihres Sohnes. Auch ohne, dass Tracey Italienisch sprach. Die beiden gaben auch einfach ein schönes Paar ab. Sie blickte sich um. Suchte Draco und seine Eltern und wollte gerade weiterziehen in den Saal als eine vertraute Person vor sie trat und sie wich mit Absicht nicht zurück. Sie wollte keine Angst zeigen. Nie mehr vor dieser Person.
„Können wir reden?", fragte er ruhig und sie schnaubte.
„Ich wüsste nicht, wozu."
Sie hatte dieser Person nichts mehr zu sagen. Avery war mit ihrer Mutter ebenfalls hier. Astoria hatte die beiden ignoriert. Sie hatte weder ihrer Mutter noch diesem Mann etwas zu sagen. Keinen von beiden.

„Es wird nur einen Moment dauern", meinte Avery kühl und Astoria schnappte nach Luft, als der Kerl es tatsächlich wagte, sie am Arm zu packen und aus dem Saal zu ziehen. Sie riss sich vor den geöffneten Türen von ihm los.
„Fass mich nicht an!", fuhr sie ihn an und einige Menschen, die abseits der Tanzfläche standen, wandte sich irritiert nach ihnen um.
Avery hob etwas die Hände.
„Es tut mir leid. Bitte, ich möchte nur reden."
Sie hob ihren Kopf höher.
„Wozu? Ist nicht alles geklärt? Lasst Potter dich nicht endlich in Ruhe?"
„Astoria...", begann er und schüttelte den Kopf. „Hör zu, ich weiß, dass du mit deiner Mutter gesprochen hast."
„Und hast du sie bestärkt?", unterbrach sie ihn kühl. „Ihr erklärt, dass ich lüge? Dass ich nicht die Wahrheit sage?"
„Nein", antwortete er und schluckte hart. „Ich... ich habe gesagt, dass ich dabei war. Aber dass nichts passiert ist."

Sie starrte ihn an, bevor sie beinahe hysterisch auflachte.
„Nichts passiert? Der einzige Grund, warum nichts passiert ist, ist Lucius, der euch beide nieder geflucht hat." Avery senkte den Kopf. „Wäre er nicht gewesen, hätte mich zuerst Rowl vergewaltigt und anschließend du. Tu nicht so, als wäre es dein scheiß verdienst, dass es dazu nicht gekommen ist."
„Astoria..."
„Du warst dabei", unterbrach sie ihn zittrig. „Du hast mich festgehalten."
Sie hatte das Gefühl, die blauen Flecke ihrer geschundenen Handgelenke wieder zu spüren.
„Ich möchte das hinter mir lassen. Es war ein Fehler. Es tut mir leid", sprach er und sah sie dabei fest an. „Verstehst du das? Ich weiß, dass du mir nicht glaubst, aber ich liebe deine Mutter. Ich liebe sie wirklich."
„Das interessiert mich nicht", zischte sie.
„Bei Merlin", brach es aus ihm heraus. „Verstehst du nicht, dass ich einfach nur möchte, dass wir alle eine Familie sind."
Sie lachte.
„Das wird niemals passieren."
Was glaubte er? Dass sie heile Familie spielen würde?

Sie wollte sich abwenden, wieder in den Saal gehen und fuhr zu ihm herum, als er wieder nach ihrem Arm griff.
„Astoria..."
„Lass mich los", forderte sie, aber sein Griff lockerte sich nicht.
„Wenn du es für mich nicht tust..." Noch schöne wäre es, wenn sie es seinetwegen täte, dachte sie bitter. „...dann tu es für deine Mutter."
„Meine Mutter war nie für mich da. Sie hat sich lieber um ihre eigenen Wehwehchen gekümmert. Das konnte sie schon vor dem Krieg gut."
„Astoria", fing er wieder an und sie beide sahen auf, als eine kühle Stimme meinte.
„Nimm deine dreckigen Hände von ihr." Sie spürte Erleichterung als Draco lässig in der Tür stand, die Händen in den Hosentaschen. „Habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt? Nimm deine Hände von ihr", knurrte Draco und Avery ließ sie langsam los, während Draco neben sie trat. Sein Blick voller Sorge auf ihr. „Alles in Ordnung?", fragte er sanft und sie nickte.

„Ich habe nur mit ihr geredet", sprach Avery gereizt. „Das ist eine Sache, die dich nichts angeht, Malfoy."
„Ist dem so?", schnarrte Draco. „Ich denke, dass die Sache mich sehr wohl etwas angeht. Ich weiß Bescheid."
„Du bist ihr Freund, nicht mehr und nicht weniger, Malfoy. Spiel dich nicht auf. Das steht deinem Vater schon nicht gut zu Gesicht."
Astoria keuchte Dracos Namen als dieser Avery am Kragen packte.
„Lass uns eines klarstellen. Du greifst nicht meine Familie an. Du kommst ihr nicht mehr nahe. Du drohst ihr nicht."
„Sie ist nicht deine Familie", presste Avery schwer hervor und versuchte sich zu befreien.
„Sie ist ein Teil meiner Familie. Und irgendwann wird sie meine Frau sein. Die Mutter meiner Kinder. Also halte dich von ihr fern oder du wirst es bereuen. Hast du das verstanden?"
„Draco", sprach Astoria erneut und berührte ihn dabei an der Schulter.
Er sah sie kurz über seine Schulter hinweg an, bevor er den Älteren losließ. Ihr Herz schlug schnell in ihrer Brust. Draco griff nach ihrer Hand und meinte völlig ruhig, als wäre nichts passiert, als hätte er nicht gerade Avery am Kragen gepackt
„Komm".

Er nahm ihre Hand und ging mit ihr zurück in den Saal. Einige Damen und Herren, die eindeutig mitbekommen hatten, was gerade passiert war, tuschelten. Astoria konnte sich darauf kaum konzentrieren. Sie hatte das Gefühl, ihr Herz würde aufhören zuschlagen. Hatte... hatte Draco gerade diese Dinge gesagt? Dass sie ein Teil seiner Familie war. Dass er sie irgendwann heiraten würde? Sie gemeinsam Kinder haben würden? Ihr wurde fast schwindelig.
„Liebes", sprach Narzissa sie sofort an, als bei Lucius, Narzissa und Theodores Mutter ankamen. „Geht es dir nicht gut?"
„Sie hatte nur eine Begegnung mit Avery", knurrte Draco und ließ dabei ihre Hand nicht los.
In Lucius Augen regte sich etwas und Mrs. Nott meinte leise.
„Edward war mir schon früher ein unangenehmer Charakter. Ich verstehe nicht, was Cecilia in ihm sieht?"
Das wusste Astoria auch nicht. Sie zuckte zusammen, als Draco seine Hand auf ihren Rücken legte und Theos Mutter bereits über Emily Parker schwärmte, die mit Theo schon den ganzen Abend tanzte.
„Alles in Ordnung?", fragte er leise. Sein Blick voller Besorgnis und Liebe.
Für sie. Nur für sie. Sie lächelte milde und nickte. Er griff kurz wieder nach ihrer Hand und liebkoste sanft ihre Finger. Sie liebte ihn. Bedingungslos und er empfand dasselbe für sie.


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