Astoria stand mit verschränkten Händen vor der großen Fensterfront und sah nach draußen. Fixierte einen fernen Punkt in der Londoner Innenstadt. Sie spürte die Wut, die in ihr brodelte. Sie fühlte sich wie in einem schlechten Theaterstück. Sie hörte, wie Charworth sich räusperte.
„Und im Grunde, ist das der Stand." Der Stand. Sie hätte fast hysterisch aufgelacht. „Miss Greengrass?", hakte der Anwalt nach.
„Miss Greengrass?", wiederholtes ich Wessex, der zweite Anwalt.
„Astoria", sprach Lucius ruhig, als sie keinerlei Reaktion zeigte und sie holte tief Luft, bevor sie sich umwandte.
Sie befanden sich in dem kleinen Konferenzraum von Lucius Firma. Die drei Männer saßen an dem großen Konferenztisch und musterte Astoria, während diese erneut tief Luft holte.
„Das bedeutet, wir tun nichts."
Und das fühlte sich nicht nur absolut falsch an, sondern trieb sie in den Wahnsinn.
Die Anwälte tauschen Blicke aus und Wessex lehnte sich etwas auf seinem Platz zurück.
„Nun, das Problem ist, Miss Greengrass, dass wenn wir handeln, dann riskieren wir Lucius Freiheit, und das möchte keiner von uns. Auch Sie nicht."
„Aber Lucius hatte nichts mit den Morden zu tun. Er hat mir das Leben gerettet", wehrte sie ab.
„Nun, das behaupten Lucius und sie. Aber wir können davon ausgehen, dass Avery eine andere Story erzählen wird. Er weiß mit Sicherheit, dass wir wissen, dass er dort in der Nacht auch war. Und er wird Lucius ins Feld führen, bevor er selbst nach Askaban geht."
Sie schnaubte.
„So ein Unsinn. Ich weiß doch, was wirklich passiert ist. Was die Wahrheit ist."
Charworths Stimme war ruhig.
„Miss Greengrass, bei allen nötigem Respekt. Sie waren ein Kind und sie waren in ihrem Schlafzimmer versteckt. Sie können weder gesehen haben, noch bezeugen, was zuvor passiert ist, bevor Lucius auf sie traf. Und genau das wird Avery aufzeigen. Deshalb weiß er, dass wir nichts tun werden. Dass er nichts zu befürchten hat."
Sie wandte sich von ihnen wieder ab. Sie würde den Verstand verlieren.
„Ist das ein Scherz?", fragte sie schwer. „Ein Vergewaltiger, Folterer und Mörder kommt frei?", presste sie zitternd hervor.
Charworths seufzte.
„Ich fürchte, ich habe keine besseren Nachrichten, Miss Greengrass. Veritaserum ist im englischen Gamot immer noch verboten bei der Befragung von Zeugen. Außer Mr. Avery nimmt dies freiwillig."
Sie biss sich so fest auf die Zunge, dass sie Angst hatte, sie abzubeißen. Versuchte sich auf den Schmerz zu konzentrieren.
„Meine Herren, würden sie mich kurz mit Miss Greengrass allein lassen", bat Lucius.
Sie hörte, wie die beiden Anwälte aufstanden und den Raum verließen.
„Das ist nicht fair", knurrte sie und spürte nicht nur die Wut in sich pulsieren, sondern auch ihre Magie.
„Astoria..."
Sie wandte sich dem Tisch zu und knallte ihre Hände auf die polierte Fläche.
„Es ist nicht fair. Er hat das Gefängnis verdient."
Lucius nickte zustimmend.
„Ja, du hast recht."
Sie lachte falsch auf.
„Und doch können wir nichts tun. Kommt er wirklich einfach damit davon?"
Sie würde ihn eigenhändig ermorden.
„Es gib einen Weg", sprach Lucius und ihre Blicke trafen sich. „Wir sagen die Wahrheit", fügte er hinzu und ließ den Satz so stehen.
„Nein", sagte sie scharf und ihre Brust fühlte sich eng an.
„Astoria", sprach er und es hörte sich an als würde er mit einem kleinen Kind sprechen. „Bitte. Für dein Seelenheil und..."
„Wir hatten einen Deal", unterbrach sie ihn deutlich. „Und ich werde diesen nicht brechen."
„Ja, denn hatten wir, Astoria. Aber heute, liegen die Karten anders." Sie schüttelte entschieden den Kopf und er stand auf. „Du hast mir eine lebenslange Haftstrafe erspart."
„Das war der Deal", antwortete sie rau und er lächelte schwach, während er auf sie zutrat, und seine Hände besorgt auf ihre Schultern legte.
„Ja, das war er und ich danke dir dafür. Aber wenn es Gerechtigkeit geben soll..."
„Gerechtigkeit", lachte sie falsch auf. „Wo ist das Gerecht?"
„Ich war ein Todesser, Astoria. Ich habe schlimme Sachen gesehen und auch getan."
Sie schüttelte erneut den Kopf.
„Nicht so wie er. Du bist nicht er."
Kein Stück.
„Und dennoch ein Todesser und nur deine Aussage hat damals für Bewährung gesorgt. Aber wenn es Gerechtigkeit und Frieden geben soll. Für dich. Dann werden wir nicht darum herumkommen, die Wahrheit zu sagen. Ich bin mir sicher, dass... dass es kein Lebenslänglich mehr werden wird und wenn doch, dann ist es so."
„Du hast mir damals mein Leben gerettet", flüsterte sie und er lächelte schwach.
„Ja"
„Und der Deal war, mein Leben gegen deines."
„Astoria...", sagte er entschieden und sie streifte seine Hände ab.
„Ich werde diesen Deal nicht brechen. Ich halte mein Wort."
„Tori", sagte Lucius entschieden als sie den Konferenzraum verließ.
Sie lief beinahe blind Richtung Aufzüge. Sie würde einen Weg finden und wenn es das letzte war, was sie tun würde. Sie würde nicht einfach aufgeben und diesen Bastard gewinnen lassen.
Und was war das für ein dämlicher Vorschlag von Lucius. Die Wahrheit erzählen? Was für eine Wahrheit? Dass Lucius eingeschritten war? Sie weggebracht und gepflegt hatte? Dass sie genau wusste, dass er auch in jener Nacht im Anwesen war und doch... das Richtige getan hatte. Davon abgesehen, wäre sie mit dran, wegen Falschaussage unter Eid. Sicher, sie war damals ein Kind, aber sie hatte genau gewusst, was sie tat. Sie hatte das getan, was getan werden musste, um das Überleben ihrer Familie nach dem Krieg zu sichern. Nach dem Tod ihres Vaters. Es musste einen Weg geben, Avery Dingfest zu machen. Er durfte nicht straflos davonkommen. Das würde sie nicht ertragen. Es würde sie wahnsinnig werden lassen.
Heute Morgen war sie mit seinem Vater im Konferenzraum gewesen. Draco hatte die beiden Männer, die bei ihnen waren, erkannt. Es waren Anwälte von seinem Vater. Er hatte keine Ahnung, um was es ging. Der Termin war nicht vermerkt gewesen. Er wusste nur, als er wieder an Raum mit der Glasfront vorbeigekommen war, dass nur noch die beiden Anwälte und sein Vater dort gewesen waren. Astoria war nicht mehr aufgetaucht in der Arbeit und als er seinen Vater mittags nach ihr gefragt hatte, tat dieser es ab.
„Ich glaube, sie hat irgendeinen Termin."
Einen Termin? Er wusste nichts von einem Termin? Und wie seltsam war es, dass sein Vater nicht wusste, wo seine Assistentin steckte. Draco war sich sicher, dass irgendetwas vor sich ging, er wusste nur noch nicht, was es war. Aber er hatte sich vorgenommen, seinen Vater heute nach der Arbeit damit zu konfrontieren. Wenn Astoria ihm die Geschichte nicht erzählte, dann musste es Lucius tun.
Zumindest war das der Plan als er die Eingangshalle durchquerte und den Salon betrat. Er sah nicht nur seine Mutter beim Eintreten, sondern auch eine ältere Dame, mit hochgestecktem weißem Haar. Draco wollte sich rasch umwenden und hielt inne, als seine Mutter sagte
„Draco, wie schön, dass du da bist. Wir haben dich heute gar nicht erwartet."
Verdammt. Die alte Dame wandte ebenfalls den Kopf. Ihr Blick beinahe spöttisch.
„Ich glaube, Narzissa. Draco ist weniger erfreut, mich zu sehen."
Sie war eine garstige, böse Hexe. Eine entfernte Verwandte von seinem Vater, die wie die anderen Vorfahren seines Vaters noch in Frankreich lebte. Alienor Luynes, die seine Eltern und er Großtante nannten, obwohl sie es nicht war.
„Natürlich freue ich mich", sprach Draco und küsste die Hexe vertraut auf die Wange zur Begrüßung. „Es ist schön, dich zu sehen, Großtante Alienor."
Die Frau mit den eisgrauen Augen schnaubte und sah Draco spöttisch an.
„Ich wünschte, ich könnte das gleiche von dir behaupten. Aber wie ich höre, bereitest du deiner Mutter immer noch Sorgen."
Draco zog fragend ihre Brauen nach oben und Narzissa seufzte.
„Alienor, so war das nicht gemeint."
„Unsinn", wehrte die Hexe ab und Draco rollte innerlich mit den Augen als die Ältere ihn scharf ansah. „Immer noch unverheiratet. Keine Enkel in Sicht."
„Ich wusste nicht, dass ich so nahe dem Tode bin, dass ich jetzt dringend Erben zeugen muss."
„Draco", zischte Narzissa und Alienor lächelte nur etwas spöttisch.
„Frech, wie eh und je. In diesem Punkt ähnelst du wahrlich deinem Vater." Was Draco kaum glauben konnte. „Die Sicherung der Familie ist, gerade in unserer Position, immer die wichtigste Aufgabe, mein Junge. Lass dir das gesagt sein. In deinem Alter war dein Großvater schon längst verheiratet. Und selbst dein Vater schon verlobt."
„Zeiten ändern sich, Großtante", seufzte er.
Wieso war er nochmal hierhergekommen? Was wollte die alte Sabberhexe hier überhaupt?
„Zeiten ja, aber nicht die Aufgaben, die mit unserer Verantwortung daher gehen." Er atmete tief ein und sagte nichts. Er würde gegen diese Frau ohnehin verlieren. „Wenigstens streitest du nicht mehr mit Miss Greengrass, wie deine Mutter mir berichtet hat."
Nein, er vögelte sie nur. Aber dies Alienor an den Kopf zu werfen, würde der alten Hexe, die stark konservativ war, vermutlich den Rest geben.
„Sie ist wirklich reizend", sagte seine Mutter und Draco stellte sich hinter die Sitzgelegenheit, auf der sie saß, um Abstand zu gewinnen.
„Natürlich ist sie das. Ihre Mutter stammt aus einer Familie mit lauter hübschen Frauen und im Gegensatz zu ihrem Großvater, war ihr Vater ein gebildeter, kluger und ehrenhafter Mann. Das liegt in ihren Genen. Sie wird, trotz des Verlustes des Vermögens eine gute Partie machen, glaub mir Narzissa. Blut und Herkunft spielen in unseren Kreisen immer noch eine wichtige Rolle und sie stammt aus einer sehr alten englischen Familie ab. Gesegnet, mit einem hübschen Äußeren, wie ihre große Schwester."
Sie würde nur eine Partie machen, wenn es nach ihm ginge.
„Wo ist Vater?", warf er ein und die beiden Frauen sahen ihn an.
„Willst du dich schon wieder in Luft auflösen?", fragte die Ältere. „Kaum fünf Minuten hier und schon willst du wieder weg. Wie unhöflich."
„Es gibt Wichtigkeiten zu bereden, Großtante."
Dinge, die nicht warten konnten, weil er sonst noch verrückt wurde. Dracos Mutter wollte den Mund aufmachen als die Tür zum Salon erneut geöffnet wurde und eine junge, für Draco unbekannte, blonde Frau eintrat.
„Hast du dich zurechtgefunden, Liebes?", fragte seine Mutter vertraut und Draco runzelte die Stirn, als die Blondine mit einem starken französischen Akzent antwortete.
„Natürlich. Es ist mir ja nicht unbekannt." Sie trat näher und blieb strahlend vor Draco stehen. „Hallo Draco. Schön, dich zu sehen."
Er hob die Brauen und zuckte etwas zurück als sie ihn auf die Wange küsste.
„Du wirst so erschrocken?", stellte sie amüsiert fest und Narzissa meinte gelassen.
„Ihr kennt euch doch?"
„Kennen wir?", wiederholte Draco irritiert.
Seine Mutter lachte leise.
„Das ist doch Cora. Weißt du das nicht mehr? Ihr habt als Kinder früher gemeinsam gespielt."
„Cora?", fragte er nach und seine Mutter, so wie die Blondine nickten.
Er hatte keine Ahnung.
„Ihr seid sogar verwandt. Um ein paar Ecken", meinte die alte Hexe ruhig und winkte Cora zu sich. „Cora Montesquiou-Fezensac. Sie begleitet mich, während ich durch Europa reise."
„Ich habe mich so gefreut, dich zu sehen", sprach Cora. „Ich habe gehofft, du kannst mir England ein wenig zeigen. Es ist schon Jahre her, dass ich hier war. Damals waren wir ja praktisch noch Kleinkinder."
Draco beschlich ein seltsames Gefühl. Ein ganz schlechtes Gefühl. Als würde sich eine Schlinge um ihn legen.
„Ich... arbeite sehr viel"
Er hatte keine Zeit für diesen Unsinn. Er musste mit Astoria sprechen.
„Du wirst dir doch ein wenig Zeit für die Familie nehmen können, Draco", ermahnte ihn Alienor.
„Wir haben uns gedacht", mischte sich Dracos Mutter sanfter ein. „Dass ihr beide gemeinsam auf den großen Sommerball gehen könntet."
Daher wehte der Wind.
„Ich... weiß nicht, ob ich an diesen Abend kann." Er hatte darüber noch gar nicht nachgedacht, aber er würde sicher dort nicht mit Cora auftauchen, wenn dann mit Astoria. „Wenn ihr mich bitte entschuldigen würdet", gab er so freundlich wie möglich vor und flüchtete regelrecht aus dem Salon, während seine Großtante schimpfte, über sein ungehobeltes Verhalten.
Es war ihm egal.
Er steuerte das Arbeitszimmer seines Vaters an und trat ein, ohne zu klopfen, was er sofort bereute. Lucius saß an seinem Schreibtisch und ihm gegenüber seinem Anwalt Charworth, ein großgewachsener, schlanker Mann mit hellbraunem Haar und Schnauzer. Lucius Augen verdunkelten sich gefährlich. Draco wusste ganz genau, wie sehr es sein Vater hasste, wenn er nicht anklopfte.
„Draco", ermahnte ihn sein Vater. „Du störst."
Charworth stand auf.
„Im Grunde sind wir ohnehin fertig, Mr. Malfoy. Ich kann mich nur wiederholen. Ich sehe das so, wie Miss Greengrass. Sie sollten auf sie hören. Seelische Belangen spielen in dem Fall keine Rolle."
Draco runzelte die Stirn, während sein Vater ebenfalls aufstand und dem Anwalt die Hand gab.
„Danke, Mr. Charworth, ich werde darüber nachdenken."
Der Mann nickte Draco kurz zu und verschwand.
„Was wollte Charworth?", fragte Draco irritiert.
„Einen rechtlichen Ratschlag abgeben", entgegnete Lucius kühl und setzte sich. Einen Ratschlag? Was sah der Anwalt wie Astoria? „Ist etwas passiert, oder warum bist du hier?"
Er zögerte einen Augenblick, bevor er ruhig meinte.
„Ich möchte mit dir über Astoria sprechen."
Lucius Brauen wanderten nach oben.
„Über Astoria? Wieso? Sag nicht, ihr habt schon wieder gestritten?"
Er schüttelte den Kopf.
„Nein, wir haben nicht gestritten." Sie schliefen nur ständig miteinander. „Welche Abmachung haben du und Astoria?"
Sein Vater versteifte sich augenblicklich und in seinen Augen regte sich etwas, bevor er sich von Draco abwandte.
„Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst."
„Ist das dein Ernst?", fragte Draco scharf gegen. „Du kannst das nicht abstreiten. Ich weiß genau, dass ihr irgendetwas da laufen habt. Astoria sagt, sie kann es mir nicht sagen."
„Weil es dich nichts angeht", erwiderte Lucius harsch. „Was zwischen Astoria und mir steht, geht dich nichts an."
Er trat näher an den Schreibtisch, während sein Vater irgendwelche Unterlagen in eine Mappe räumte.
„Du kannst mich nicht so abspeisen. Ich bin kein Kind mehr. Ich habe das Recht..."
„Das Recht?", lachte Lucius gespielt auf. „Es geht dich schlichtweg einfach nichts an. Das ist eine Sache zwischen Astoria und mir. Ende der Diskussion."
Draco schnaubte.
„Du kannst nicht ..."
Er brach ab als er hastige Schritte hörte und seine Mutter erschien. Sie schien wütend zu sein.
„Wieso bist du so unhöflich?", konfrontierte sie Draco direkt und er rollte mit den Augen. „Cora ist unser Gast. Musstest du so abweisend sein?"
„Ich weiß genau, was du da bezweckst", wehrte Draco entschieden ab. „Und ich werde nicht mit Cora oder sonst irgendeiner Verwandten auf einen Ball gehen und irgendwelchen Kupplungsversuchen von dir erliegen."
„Merlin", murmelte Lucius und die Wangen von Narzissa wurden rot.
„Kupplungsversuchen? Das hat etwas mit Respekt, Anstand und Höflichkeit zu tun. Sie ist hier Gast und ich erwarte, dass du höflich und zuvorkommend bist. Himmel, nicht jede Einladung soll dich zu irgendetwas drängen."
„Nur jede zweite, ja?"
Seine Mutter sah Hilfe suchend zu seinem Vater.
„Jetzt sag doch auch etwas, Lucius."
„Ich halte mich da raus."
„Lucius...", fing seine Mutter scharf an und Dracos Vater nahm die Mappe unter den Arm und sah beinahe streng in die Runde.
„An euch beiden. Ich habe momentan Wichtigeres zu tun, als mich mit irgendwelchen Besuchern rumzuschlagen oder zu entscheiden, mit wem Draco auf irgendeinen Ball geht."
Mit niemandem. Er konnte auf diesen dummen Ball getrost verzichten. Astoria machte sich ohnehin nichts aus solchen Dingen.
„Wo willst du hin?", fragte die Blondine als Lucius die Tür ansteuerte.
„Zu Astoria. Mit ihr reden."
Der Blick seiner Mutter wurde plötzlich besorgt und ihre Wut schien zu verschwinden.
„Was hat Mr. Charworth gesagt?"
„Dass ich nichts tun soll", meinte Lucius schwer und schüttelte den Kopf. „Ich halte das nicht für richtig, Zissy."
Sie griff nach seiner Hand.
„Aber wenn sogar der Anwalt, das sagt."
Zur Hölle, um was ging es. Sein Vater beugte sich vor und küsste seine Mutter sanft auf den Mund.
„Ich bin bald zurück. Ich will nur sichergehen, dass es ihr gut geht."
Seine Mutter nickte und sie beide sahen seinem Vater nach.
„Was zum Teufel, geht hier vor?", fragte Draco als die Schritte seines Vaters nicht mehr zu hören waren und seine Mutter drehte sich abrupt zu ihm um. „Was für eine beschissene Abmachung haben Vater und Astoria miteinander getroffen? Was geht hier vor?"
Seine Mutter schien etwas blasser zu werden.
„Mutter", sagte er streng, „Was geht hier vor?"
„Ich kann nicht. Ich kann darüber nicht reden, Draco. Es ist eine Einigung zwischen deinem Vater und Astoria."
Er schüttelte den Kopf.
„Nein. Du weißt, was passiert ist."
„Draco..."
„Hat es mit dem Krieg etwas zu tun?", unterbrach er Narzissa und als sie die Lider kurz senkte, wusste er, dass er recht hatte. Er trat auf sie zu. „Mum", sprach er leise. „Was... was geht hier vor? Jahrelange habe ich davon nichts gewusst und kaum taucht Avery wieder in England auf, tauchen Anwälte auf und Gespräche werden geführt..."
„Draco", sagte seine Mutter leise. „Ich kann dir dazu nichts sagen."
„Können oder darfst du nicht?" Sie sagte nichts. „Mum"
Sie griff nach seiner Hand.
„Dein Vater weiß, was er tut. Du musst ihm vertrauen, Draco." Vertrauen? Wie sollte er ihm vertrauen, wenn er nicht wusste, was hier gespielt wurde? Sie drückte seine Finger. „Komm bitte zurück in den Salon. Wir haben Gäste." Er rollte mit den Augen und seine Mutter fügte hinzu. „Bitte, Draco."
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Leidenschaft umfasst Liebe und Hass
FanfictionSie war für Draco ein Dorn im Auge und es machte es nicht gerade besser, dass sein Vater ihr Mentor war und er sie praktisch jeden Tag zu Gesicht bekam. (Drastoria).
