Draco hatte das ganze Wochenende darüber nachgedacht, was besser wäre: Greengrass darauf ansprechen und alles klären. Darauf hinweisen, dass es ein Fehler war und nie wieder passieren würde und sie am besten nie mehr in ihrer beider Leben darüber sprachen. Oder, es einfach ignorieren. Er hatte sich auch noch nicht für eine Option entschieden als er am Morgen die Firma betreten hatte. Aber er hatte noch Bedenkzeit gehabt, weil sein Vater mit seiner persönlichen Assistentin zuerst einen Termin außer Haus hatte, und das beruhigte ihn seltsamerweise keineswegs. Denn er wusste, er konnte dieser Situation nicht auf ewig entfliehen. Er wünschte sich, sein Vater hätte niemals darauf bestanden, dass er das mit Greengrass klärte. Zur Hölle, er wünschte sich, seine Eltern hätten niemals Kontakt mit ihr aufgebaut und würden aufhören sie anzuhimmeln. Scheiße, er wünschte sich, er wäre ihr nicht hinterhergegangen. Bei Merlin, er hätte mit ihr nicht schlafen dürfen. Sie war pures Gift.
Darüber dachte er auch nach als er am späten Vormittag sich dem Büro seines Vaters näherte und seine Stirn runzelte sich. Sie war nicht allein. Eine bekannte Gestalt stand neben ihr vor dem Schreibtisch und schien ihr etwas zu erzählen. Was zur Hölle tat er hier? Draco trat näher und die Aufmerksamkeit von Greengrass richtete sich sofort auf ihn. In ihren Augen regte sich etwas. Unbehagen, er wusste es ganz genau.
„Theo", sagt er schwungvoll und Theodore wandte sich um.
„Draco. Schön, dich hier zu sehen."
Draco unterdrückt ein Schnauben. Schön, ihn hier zu sehen? Er war hier in der Firma seiner Familie.
„Was tust du hier?", fragte Draco und Theo wirkte beinahe verlegen.
Er lachte unsicher auf.
„Ich habe... Astoria kurz besucht."
Er hatte was? Greengrass schien etwas sagen zu wollen als Lucius den Kopf aus dem Büro streckte und nach ihr verlangte.
Theo und er sahen ihr nach und Draco wandte sich von ihr ab als ihm bewusstwurde, dass er auf ihren Hintern sah. Scheiße. Das musste aufhören. Schlimm genug, dass er in der letzten Nacht schon wieder von dieser Nummer im Archiv geträumt hatte und es sich angefühlt hatte, als wäre es erst kurz davor passiert gewesen. Was war nur los mit ihm? Sie war eine verdammte Hexe. Nicht besser oder schlechter als andere. Es gab hübschere. Wenig Bissiger. Andere, die weniger eine Furie waren wie sie.
„Sie ist klasse", meinte Theo und grinste Draco breit an.
Merlin, er würde durchdrehen. Er hasste diesen inoffiziellen Greengrass-Fanclub.
„Ich dachte, du hast auf der Gartenparty kaum ein paar Sätze mit ihr gewechselt?"
Theo steckte seine Hände in die Hosentaschen seiner Anzughose.
„Ich habe mit Tracey gesprochen. Sie hat den Kontakt hergestellt. Wir waren gestern Kaffee trinken."
„Tracey und du?", fragte er irritiert.
„Nein, Astoria und ich. Es war... sehr nett." Er gluckste. „Ich glaube, ich rede zu viel."
Theo und viel reden? Das wären Neuigkeiten.
Theos Armbanduhr piepste und er sah darauf.
„Die Arbeit?", riet Draco als er bemerkte, dass sein Freund unruhig wurde.
„Ja, und ich will momentan den Kobold in meiner Abteilung nicht verärgern" Theodore arbeitete in Gringotts. „Er ist so ein richtig mies gelaunter Kobold."
„Haben die jemals gute Laune?", hakte Draco amüsiert nach und sie beide glucksten.
„Nun ja, manche. Aber er ist ein riesiges Arschloch. Das kannst du mir glauben."
Greengrass kam wieder mit einem Ordner unter dem Arm und legte diesen auf den Schreibtisch.
„Theo, ich muss...", fing sie an und Theo lächelte ruhig.
„Ich weiß, weiterarbeiten. Ich auch. Aber du überlegst dir das wegen Donnerstagabend, ja?"
Sie schenkte ihm ein ehrliches Lächeln.
„Natürlich."
Und Draco traute kaum seinen Augen als Theo sich vorbeugte und Greengrass auf die Wange küsste. Seit wann traute sich Theodore so etwas zu? Er wirkte sonst immer völlig unbeholfen bei Frauen. Theo verabschiedete sich von Draco und dieser sah ihm beinahe verwirrt hinterher.
Er wandte sich erst wieder Greengrass zu als diese sich an ihren Schreibtisch setzte und ihn scheinbar ignorierte.
„Greengrass", meinte er tonlos und sie sah nicht einmal auf als sie kühl seinen Namen sagte.
Sie waren also beim Ignorieren der ganzen Problematik. Dann musste er sich wenigstens nicht entscheiden, wie sie mit der Sache umgingen. Er wollte gehen und sein Kopf legte sich schief als er einen Blumenstrauß auf dem Sideboard neben Greengrass wahrnahm. Sie hatte hier nie Blumen. Niemals. Zumindest konnte sich Draco nicht daran erinnern. Ein runder gebundener Strauß in rosa-pfirsich Farben, bestehend aus Germini, Rosen und Santini und Salal. Er trat an ihr vorbei und näherte sich dem Strauß, um nach der Karte zugreifen, die darin war.
„Hey!", fing Greengrass sofort an und sprang auf, um ihm die Karte wohl zu entwenden. Er hielt sie einfach über seinen Kopf. „Spinnst du Malfoy?", fragte sie gereizt und zerrte an seinem Ärmel, er gluckste.
Sie war ein Zwerg. Zumindest kleiner als er.
„Was, hast du Geheimnisse?", fragte er amüsiert nach.
„Ist dir eigentlich klar, dass das nicht nur unhöflich ist...", schimpfte sie und er drehte sich etwas von ihr weg, um den Umschlag zu öffnen. „Sondern auch eine Verletzung von gut ein Dutzend Regeln und Rechten ist?"
„Ich bin dein Vorgesetzter", meinte er lapidar und sie lachte gespielt auf.
„Und du glaubst, du kannst dir deshalb alles erlauben, ja?"
So ziemlich, ja. Aber das sagte er ihr nicht.
„Danke für den schönen Nachmittag", las er vor und erkannte Theos Handschrift sofort. „In großer Bewunderung. Theo. Wie niedlich, du hast einen weiteren Verehrer", höhnte er und sie riss ihm die schmucklose Karte aus der Hand.
„Gib her." Er reichte ihr den Umschlag und sie funkelte ihn an als sie auch danach griff und die Karte wieder darin einsteckte. „Du bist so ein Arschloch. Weißt du das? Er ist dein Freund."
„Na und? Ich kann mich trotzdem darüber amüsieren, dass dir jemand den Hof macht. Du solltest dich geehrt fühlen."
„Was? Denkst du, ich habe nicht genug Verehrer?"
„Oh bitte, Greengrass", spottet er. „So besonders bist du auch nicht."
Sie wandte sich von ihm ab und legte die Karte in ihren Schreibtisch, während sie sich auf ihren Platz setzte.
„Wobei ich denke, dass du es besser treffen könntest", fügte er stichelnd hinzu und ihre Augen funkelten.
„Hör auf, so über ihn zu reden."
Er gluckste.
„Verteidigst du ihn? Du kennst ihn doch nicht einmal richtig."
„Gut genug, um zu wissen, dass Theo ein anständiger, netter und lieber Kerl ist. Anders als andere gewissenlose, egoistische Arschlöcher aus euren Kreisen."
„Süß", höhnte er. „Beschreibst du jemanden den du Datest oder mit dem du Kaffeekränzchen veranstaltest."
„Verschwinde Malfoy", forderte sie ärgerlich und zeigte mit ihrem Finger in Richtung Tür.
„Was, wenn nicht?", fragte er herausfordernd und verschränkte die Hände vor der Brust.
Ihre Wangen glühten vor Wut und sie beide zuckten zusammen als eine vertraute Stimme fragte
„Gibt es ein Problem bei euch beiden?"
Sein Vater.
Lucius blickte die beiden skeptisch an und Astoria schüttelte den Kopf.
„Nein, alles bestens. Draco wollte gerade gehen."
Wollte er nicht. Eigentlich.
„Wir haben uns gerade über Theo unterhalten."
Sein Vater wirkte nun völlig irritiert.
„Theodore? War er vorhin nicht hier?"
Greengrass wurde rot und Draco lachte sich innerlich zu Tode.
„Er wollte nur kurz Hallo sagen", zitterte ihre Stimme.
„Und hat Blumen gebracht", fügte Draco hinzu und Greengrass funkelte ihn an.
„Das klingt doch nett", gab sein Vater vorsichtig von sich und Greengrass griff nach einer Mappe.
„Ist es auch. Hier sind die Briefe."
Sein Vater nahm sie dankend entgegen und ging wieder, während Draco ihm langsam folgte, nicht ohne schief zu grinsen, während sie ihn immer noch voller Zorn anfunkelte.
Bei Merlin, Draco Malfoy war eine der unausstehlichsten Personen, die sie kannte. Sie hatte sich regelrecht vor dem ersten Arbeitstag gefürchtet, weil sie nicht gewusst hatte, wie sie mit der Situation umgehen sollte und war im Grunde erleichtert gewesen, dass Malfoy ihr die ersten Stunden nicht über den Weg laufen konnte. Doch kaum war er da, benahm er sich wie der letzte Idiot auf diesen Planeten. Hatte er schon einmal etwas von Privatsphäre gehört? Oder dem Briefgeheimnis? Scheinbar nicht. Nein, er führte sich lieber auf, wie ein kleines zähes Kind, dass nichts Besseres zu tun hatte, als ihr auf die Nerven zu gehen. Bei Morgana, wie konnte er so über Theodore herziehen? Waren die beiden nicht sogar Freunde. Gute Freunde, laut Theos Erzählung gestern in dem Kaffee.
Die Einladung war überraschend und spontan gewesen. Sicher, sie hatte Tracey erlaubt, die Kontaktdaten weiterzugeben. Aber als Theodore sich tatsächlich bei ihr am Sonntagmorgen meldete und dann auch noch per Telefon, war Astoria mehr als überrumpelt gewesen. Erstens war sie erst spät in der Nacht nachhause gekommen und damit noch schlaftrunken und vor allem hätte sie nicht damit gerechnet, dass Theodore Nott sich telefonisch melden würde und dann scheinbar damit ausgezeichnet umgehen konnte. Verrückt. Sie war im ersten Moment sprachlos gewesen und hatte erst die Fassung gefunden als Nott gefragt hatte, ob sie noch dran wäre. Sie hatte ihm zugesagt und die beiden hatten sich am Nachmittag in einem kleinen Café in der Innenstadt in London getroffen. Es war schön gewesen.
Er schien Manieren zu haben. War freundlich. Aufmerksam. Und er konnte interessante Geschichten erzählen. Er war kein Langweiler, wie sie zuerst angenommen hatte. Er hatte interessante Interessen. Und ja, sie hatte nicht damit gerechnet, dass er bei ihr in der Arbeit auftauchte und dann noch mit Blumen. Aber es war eine furchtbare nette Geste gewesen und dann kam Malfoy und machte alles kaputt, dieser überhebliche Idiot. Er glaubte tatsächlich, dass er alles machen und tun konnte, nur weil er Draco Malfoy war. Ihr Vorgesetzter, sie hätte beinahe aufgelacht, was ihr aber im Halse stecken geblieben war. Denn im Grunde würde er irgendwann Lucius ablösen. Zur Hölle mit ihm. Sie würde ihn am liebsten verfluchen. Bei Merlins Bart, wie konnte sie mit diesem Volltrottel nur schlafen?
„Theodore Nott also?", riss Lucius bekannte Stimme sie aus ihren Überlegungen und Astoria blickte ihn irritiert an.
Sie saß vor seinem Schreibtisch, während Lucius Malfoy die Schreibmappe durchging, die sie ihm vorhin gebracht hatte und die Dokumente unterschrieb. Die letzten hoffentlich für heute. Die Sonne war fast schon untergegangen. Sie hätte schon längst Feierabend gehabt.
„Es war nur ein Nachmittag in einem Café", erwiderte sie ruhig. „Nicht mehr und nicht weniger."
Lucius musterte sie mit diesem seltsamen Blick, denn er auch gehabt hatte als sie ihren Abschluss geschafft hatte. Ein Blick, den er ihr viel zu oft schenkte und im Grunde nicht zu der Abmachung passte, die sie beide miteinander hatten. Anderseits war seit der Abmachung vieles anders geworden.
„Er scheint ein großes Interesse an dir zu haben. Aber scheinbar du nicht an ihm."
Sie schüttelte kaum sichtbar den Kopf.
„Darüber wage ich noch kein Urteil zu fällen. Denn ich kenne ihn kaum."
Lucius brummte und unterschrieb ein weiteres Blatt, bevor er wieder aufsah und ihre Blicke sich begegneten.
„Du weißt, dass manche Theodore nicht... nun, es gibt einen Grund, warum nicht viele Hexen in unseren Kreisen sich auf ihn stürzen."
Sie rollte mit den Augen.
„Ja, was aber nichts mit seinem Charakter zu tun hat, sondern wohl eher an der Abstammung liegt, nicht wahr?" Wie mittelalterlich. Er wollte etwas sagen, doch Astoria war schneller. „Ich weiß, dass seine Mutter keine Reinblüterin ist und ich weiß auch, dass sein Großvater ein Todesser war." Sie legte den Kopf schief. „So wie du." Lucius schnaubte und Astoria senkte den Blick. „Auch wenn ich dich wohl nicht mit Nott Senior vergleichen würde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du deinen eigenen Sohn versuchen würdest umzubringen, nur weil er mit einer Nicht-Reinblüterin sich abgibt."
Und sie geheiratet und Theo gezeugt hatte.
„Ich weiß, ich sollte es besser wissen", fachsimpelte sie weiter. „Aber ich fand es seltsam, dass Theo damit anfing." Sie lachte falsch auf. „Mich darüber aufzuklären, dass er nicht zwingend eine gute Partie ist, trotz Titel, Rang und Vermögen. Ist das nicht bizarr?"
Theo war zu ehrlich für diese Gesellschaft.
„Das sind eben diese Kreise", meinte Lucius ruhig und ihre Augen trafen sich wieder. „Ich sage nicht, dass es gut ist, Astoria. Aber so geht es eben in der Gesellschaft zu."
Sie rollte mit den Augen. Nur in der hohen englischen Gesellschaft.
„So wie sich die jungen Herren in der Gartenparty für mich interessiert haben wegen der Abstammung. Obwohl sie wissen, dass meine Familie nichts hat. Ich nichts mitbringe, außer einen hervorragenden Stammbaum und einem hübschen Gesicht."
Ihr Verstand war da weniger wichtig. Zumindest hatte sie an diesem kurzen Nachmittag keinen Zauberer kennengelernt, der wahrlich an ihr selbst interessiert war. Außer vielleicht Theo. Aber an Narzissas Gartenparty hatte sie wenig mit ihm geredet.
„Du solltest dein Licht nicht so in den Schatten stellten und nicht mit allen Männern aus unseren Kreisen so hart ins Gericht gehen", antwortete Lucius sanft.
„Nein, eure Kreise. Nicht meine." Ihre Familie gehörte schon lange nicht mehr dazu. Sie wusste genau, was die Leute hinter vorgehaltener Hand tuschelten, auch wenn Narzissa Malfoy scheinbar mit allen Mitteln versuchte dies zu ändern. „Ich will gar nicht dazu gehören. Aber das weißt du bereits."
„Astoria, ich wollte keinen Streit anzetteln. Ich sorge mich um dich und interessiere mich daher auch um deine Kontakte."
Auch so eine komische Angewohnheit von Lucius, dass nur deutlich zeigte, dass sie schon weit weg von der geschäftlichen Ebene waren. Sie zuckte mit den Schultern.
„Er ist nett. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen. Er hat einen sehr angenehmen Charakter."
Lucius lächelte milde und nickte kurz, bevor er ruhig seiner Arbeit wieder nachging und Astoria ihm dabei zusah. Wie seltsam sich diese Beziehung zwischen ihnen entwickelt hatte. Hätte sie das damals geglaubt? Niemals. Es war ein Deal gewesen. Sie log und dafür half ihr Lucius Malfoy. So einfach war das. Doch jetzt war daraus schon so viel mehr geworden, dass sie oft nicht wusste, ob es echt war oder nur... ein Spiel von ihm. Sie vergaß viel zu oft, wer Lucius Malfoy mal gewesen war. Sie fuhr aus diesen Gedanken hoch als er die Mappe schloss und stand auf, um sie ihm abzunehmen.
„Auf den Brief und die Verträge für Kellermann muss Draco noch seine Unterschrift setzen." Sie seufzte innerlich und Lucius schmunzelte tatsächlich. „Es ist sein Deal. Das weißt du."
„Schon gut, ich hol die Unterschrift, damit die Briefe morgen rausgehen mit der Post", antwortete sie. „Benötigst du sonst noch etwas?"
Lucius schüttelte den Kopf.
„Nein. Und du machst dann bitte auch für heute Schluss, ja?"
Sie nickte stumm und verließ sein Büro.
Sie zögerte, bevor sie den Weg zu Malfoy Junior antrat. Wenn sie Glück hatte, war der Idiot schon vor Stunden gegangen. Dann würde sie den Brief und die Verträge ihm einfach auf den Tisch legen. Der Posten seines Assistenten war nicht besetzt und sie klopfte an seinem Büro. Es war leer, aber die Lichter brannten noch. Glück gehabt, dachte sie amüsiert und trat weiter in den Raum, der Lucius Malfoys Büro viel zu sehr ähnelte. Sie blieb vor dem dunklen Schreibtisch stehen und legte die Mappe darauf ab und wollte bereits gehen als ihr etwas ins Auge fiel. Sie beugte sich über den Tisch und griff umständlich nach dem Stück Stoff, das scheinbar in der obersten Schublade des Schreibtisches steckte und eingeklemmt war.
Sie keuchte auf als es tatsächlich ihr vermaledeit Slip war, der nach der Nummer mit Malfoy im Archiv wie vom Erdboden verschluckt gewesen war. War das sein verdammter Ernst? Er behielt ihren Slip und bewahrte ihn in der Schublade seines Schreibtisches auf? Dieses kranke Arschloch. Sie schrie fast erschrocken auf als sich eine Hand an ihre Hüfte legte und eine bekannte Stimme amüsiert fragte
„Sucht du was bestimmtes Greengrass?"
Sie wandte sich hektisch um. Er grinste, während ihre Wangen brannten.
„Fass mich nie wieder an, Malfoy", presste sie atemlos hervor.
„Oh bitte. Ich habe dich schon ganz anders angefasst. Falls du das vergessen hast." Als würde sie das jemals vergessen. Es war der größte Fehler ihres Lebens. „Sag mir lieber, was du in meinem Büro tust. Spionierst du mich aus?"
Sie schnaubte, während er um den Schreibtisch ging.
„Ich habe nur Unterlagen zum Unterzeichnen gebracht."
Wozu sollte sie diesen Idioten ausspionieren?
Sie wandte sich um und wollte gehen als er scharf sagte
„Greengrass."
Sie blieb zögernd stehen. Spannte ihr Kiefer an, bevor sie sich erneut zu ihm drehte.
„Was Malfoy?"
„Ich will das wieder haben", sagte er und sie runzelte die Stirn, bevor er mit den Fingern auf sie zeigte, und sie sah auf ihre Hand, in der sie immer noch ihren Slip umklammerte.
„Ganz sicher nicht", spuckte sie aus und funkelte ihn an.
„Das ist aber meine Trophäe", meinte er lapidar und kam auf sie zu.
„Das ist meine Unterwäsche, die du gestohlen hast."
„Nein, die du vergessen hast. Ich habe sie nur aufgesammelt und ich will sie wieder."
„Bist du irgendein Perverser, der Unterwäsche sammelt?"
Er gluckste.
„Nein. Nur bis jetzt deine und diese werde ich in Ehren halten." Er war verrückt. Eindeutig. Er blickte auf sie herab und griff ihr unters Kinn. „Weil sie mich daran erinnern wird, dass es tatsächlich Abgründe bei dir gibt, in deiner sonst so einseitigen Fassade." Einseitig? War das sein Ernst? Er wollte sich zu ihr beugen und stockte als er ihren Zauberstab an seinem Hals spürte. Er hob die Hände und trat einen Schritt zurück. „Ich habe dich unterschätzt."
Sie schnaubte. Das taten schon viel Leute.
„Du wirst mich nie wieder anfassen. Verstanden."
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Leidenschaft umfasst Liebe und Hass
Fiksi PenggemarSie war für Draco ein Dorn im Auge und es machte es nicht gerade besser, dass sein Vater ihr Mentor war und er sie praktisch jeden Tag zu Gesicht bekam. (Drastoria).
