H a n n a h
„Schlafzimmer !", stöhne ich irgendwann zwischen zwei Küssen, bevor unsere Lippen wieder heftig zusammenfinden. Beinahe sofort hebt er mich hoch, sodass ich meine Beine eng um seine Hüfte schließen kann. Mich selbst zu stoppen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sein Duft in der Nase, sein Geschmack auf der Zunge und sein harter Körper an meinem weichen vernebelt mir alle Sinne.
Ohne die Lippen auch nur einen winzigen Moment voneinander zu lösen, läuft Matt los. Bevor wir jedoch das Bett erreichen, drückt er mich mit den Rücken gegen eine Wand, küsst und leckt sich meinen Kiefer und Hals entlang und entlockt mir die verschiedensten Laute. Oh Gott, diese Zunge ! Was er damit wohl noch alles anstellen kann.
Ich brauche einen Augenblick, bis ich richtig wahrnehme, das er mich auf meine Füße gestellt hat und mich eigentlich nur die Wand hinter mir und seine Hände aufrecht halten. Sobald ich jedoch wieder einigermaßen sicher stehe und meine zitternden Beine unter im Griff habe, greift er nach dem Knopf meiner Jeans und schält sie mir langsam über den Hinter und die Beine. Habe ich eben noch gedacht, meine zitternden Beine unter Kontrolle gebracht zu haben, ist das damit wieder Geschichte. Allein sein Anblick, wie er jetzt vor mir kniet, mir erst meine Schuhe, meine Socken und dann die Jeans abstreift, könnte jede Frau auf der Stelle zum kommen bringen.
Nur noch im String und T-Shirt küsst Matt sich meine Oberschenkel hoch zu dem Scheitelpunkt meiner Beine und richtet sich dann wieder zu seiner vollen Größe auf, um mich blitzschnell von meinem Oberteil und dem Hellrosa BH zu befreien. Jetzt sollte ich mich wohl entblößt fühlen, nur noch im rosa String vor ihm zu stehen, vor allem da er immer noch vollständig angezogen ist. Doch sein lodernder Blick, lässt jedes noch so winzige bisschen Unbehagen einfach so verschwinden.
„Mmh, sie sind noch schöner als in meiner Vorstellung.", summt er erregt. Seine Hände umfangen meine nackten Brüste, während seine Daumen huldigend meine harten Brustwarzen umschmeicheln.
„Du hast dir meine nackten Brüste vorgestellt ? Ernsthaft ?", kommt es mir ungläubig und definitiv atemlos, über die Lippen, und werfe den Kopf in den Nacken.
„Ich weiß, das klingt jetzt nach einem grauenhaften Klischee, aber ich bin nunmal ein Mann.", murmelt er schulterzuckend vor sich, doch er sieht nicht im mindesten schuldbewusst aus, und drückt stattdessen einen feuchten Kuss auf meine Linke Brust, bevor seine Hände erneut zu meinen Oberschenkeln wandern. „Festhalten.", meint er harsch und ich merke erst jetzt wie sich meine Arme selbstständig von ihm gelöst haben und nur noch träge auf seinen Schultern ruhen. Augenblick verfestigere ich meinen Griff wieder, lasse mich Hochebenen und in der nächsten Sekunde schon in die weiche Matratze drücken, auf der ich schon seit Wochen schlafe.
Sein harter Körper liegt schwer auf meinem und obwohl ich das Gefühl vermisst habe und es etwas tröstlich vertrautes hat, verspanne sich mein Körper mit einem Mal. Bilder von Ian schießen ohne Vorwarnung durch meinen Kopf. Wie er mich anfasst, zuschlägt und ich löse mich ruckartig von den leidenschaftlichen Lippen und reiße die Augen auf, um mir selbst zu versichern, dass nicht Ian über mir ist, sondern Matt.
„Was ist los ?", fragt er leise und mustert mich mit zunehmender Besorgnis. Plötzlich ist jedes bisschen rohe Leidenschaft aus seinen Gesichtszügen verschwunden und er umfasst sanft meine Wangen. „Hey, rede mit mir, Sonnenschein. Was habe ich verpasst ? Was ist gerade in deinem Kopf passiert ?"
„Nichts.", sage ich schnell und will ihn wieder zu mir runter ziehen, doch er hält unbeirrt dagegen. Bedächtig wandern seine intensiven Augen über meine Züge, als versuche er mich zu entziffern oder ein Rätsel zu lösen.
„Hannah-"
„Ian.", presse ich schließlich tonlos die Antwort hervor und schlinge meine Arme und Beine fester um ihn, weil er sich eindeutig von mir lösen will. Fragend zieht er eine Augenbraue hoch und ich muss mich erstmal räuspern, um meine Stimme wiederzufinden. „Ich weiß nicht warum sein Gesicht ausgerechnet jetzt in meinem Kopf auftaucht und ich schwöre bei Gott, das ist schon seit Jahren nicht mehr passiert... aber das hier ist das erste mal, das ich jemandem körperlich näher komme, nachdem er wieder aufgetaucht ist... ich- Gott, es tut mir leid-"
DU LIEST GERADE
Bittersweet Enemies
RomanceSie sind wie Hund und Katz oder Feuer und Benzin, -höchst explosiv und immer Gefahr laufend, sich gegenseitig umzubringen. *** Auf den eigenen Beinen zu stehen, ist für die toughe, manchmal etwas kühle und grundsätzlich sehr direkte Hannah Collins...
