Eine Fanfiction aus dem Highlander-Universum. Filme... Serien... ein bunter Mix
POV: Penelope
...der Wagen mit uns Frauen wird auf den Marktplatz gebracht. Wir sehen mittlerweile alle aus, wie das was man uns vorwirft zu sein: Hexen. Die Folter hat bei jeder der Frauen Spuren hinterlassen. Einige von ihnen können kaum noch laufen. Ihre Wunden haben sich entzündet. Im Gegensatz zu den Verletzungen der Frauen, sind meine Wunden längst wieder verheilt. Bzw. Ich bin auf die Forderungen der Richter eingegangen, um der größten Folter zu entgehen und mein Geheimnis zu bewahren.
Meine Wunden schließen sich, kurz nachdem sie mir zugefügt werden, ein klares Zeichen für Hexerei. Mag sein. Dennoch bin ich keine Hexe.
Als der Wagen hält zerrt man uns rüde vom Wagen, einige der Frauen stürzen und schlagen auf dem harten Stein auf. Als ich ihnen zu Hilfe eilen möchte, zerrt jemand an meinen Ketten und ich werde herumgerissen. Wütend funkel ich den Schafrichter an. Nein! Ihr habt mich nicht gebrochen! Dennoch folge ich einfach. Umso schneller das hier vorbei ist, umso schneller kann ich verschwinden.
Der Tod durch das Feuer wird schmerzhaft. Wie jedes Mal. Es ist nicht das Erste Mal, dass man mich als Hexe verbrennt. Und wie so häufig war es meine Schuld, weil ich einfach nicht die Klappe halten kann. Mein Blick schweift über die gröhlende Menge. Gespürt habe ich ihn bereits, aber unter diesen vielen Menschen konnte ich ihn noch nicht finden. Erst als man uns auf das Schafott bringt und auf dem Scheiterhaufen fesselt sehe ich seine missbilligenden Blicke. Methos ist die letzten Tage in der Stadt geblieben. Wenn ich ehrlich sein soll, ging ich davon aus, dass er mich alleine zurücklässt. Erleichtert erkannte ich, dass ich mich geirrt hatte. Als man die Holzscheite entzündete wappnete ich mich gegen den kommenden Schmerz, als ich plötzlich erneut das Gefühl hatte ein weiterer Unsterblicher tummelt sich unter der aufgebrachten Menge. Panik kam nun doch auf und ich suchte nach der Quelle dieses Gefühls. Als ich es endlich fand funkelten mich mordgierige Augen an. Ich hatte jedoch nicht sehr viel Zeit darüber nachzudenken. Die Flammen hatten mittlerweile meine Füße erreicht und verbrannten mein Fleisch. Der Schmerz ließ mich aufschreien. Erneut suchte mein Blick Methos. Jener fixierte den Fremden ebenfalls, er strahlte jedoch eine Ruhe aus, die mich ein wenig beruhigte. Vertrau ihm, schoss es mir durch den Kopf, bevor mich eine willkommene Ohnmacht umfing.
POV: Methos
Diese Frau bringt mich irgendwann noch ins Grab. Als ich sie vor 1500 Jahren fand war sie so unbeholfen und hilflos. Das hat sich gegeben, somit ist dies eine Sorge weniger, die ich habe. Dennoch schafft sie es immer wieder sich in Schwierigkeiten zu bringen. Wir hätten einfach weg reiten können, nichts hiervon wäre passiert, aber nein! Sie muss sich ja einmischen. Was hat es ihr gebracht? Einige Nächte in einer Zelle und am Ende der Scheiterhaufen. Wird sie daraus lernen? Natürlich nicht! Sie wird das nächste Mal genauso reagieren und versuchen jemandem zu helfen, dem nicht zu helfen ist. Frustriert verschränke ich die Arme vor der Brust, als ich spüre, wie sich ein weiterer Unsterblicher nähert.
Jesterfield! Ein unangenehmer Kerl. Ich sehe Lope, wie ihr Blick panisch auf dem Neuankömmling liegt. Ihr wird bewusst, wenn die Flammen ihre Arbeit getan haben, könnte sie ihren Kopf verlieren. Keine Angst, mein Schatz, ich bin hier und werde deinen Hals retten.
Mal wieder.
Als ihre Schreie verstummen dränge ich mich durch die Menschen zu dem Unsterblichen der seit einigen Tagen ebenfalls in der Stadt ist.
„Hat ihnen das Schauspiel gefallen, Jesterfield?", erkundige ich mich.
„Doc Brown? Sie hätte ich hier am wenigsten erwartet!"
Derzeit lebe ich als Arzt in dieser Stadt. Ich wollte mit Penelope gen Osten ziehen, da ich schon zu lange hier bin. Den Leuten fällt so langsam auf, dass ich nicht altere. Allerdings mussten wir nun noch einige Tage unplanmässig hier bleiben, weil ihr zu großes Herz mal wieder über den Verstand siegte.
„Die Damen bekamen vor der Hinrichtung noch einige Kräuter, um es zu erleichtern." Was keineswegs eine Lüge war.
„Verstehe. Sie ist ja wirklich eine Schönheit, fast schon eine Schande diesen Kopf zu nehmen. Aber wie heisst es: Es kann nur einen geben."
Ich nicke bestätigend.
„Sie finden es nicht vielleicht etwas feige einer wehrlosen Frau den Kopf abzuschlagen?"
Er überlegt kurz: „Nein! Mal eine leicht verdiente Trophäe. Und wenn wir uns das nächste mal an einem nicht so öffentlichen Ort treffen, ist ihr Kopf der nächste, den ich mir holen werde", droht er mir mit einem Lächeln.
„Das können sie zumindest versuchen."
Er verneigt sich höflich und verschwindet.
Meine Aufmerksamkeit richtet sich wieder auf das Schafott. Dort sind nun alle Frauen den Flammen erlegen. Die Feuer werden gelöscht und die Leichname weggebracht. Kein Wunder, dass der Kerl so schnell verschwunden ist. Wenn er vor mir bei Lope ist, dann verliere ich sie. Darüber will ich jetzt nicht nachdenken. Ich stoße die Menschen um mich herum zur Seite, um den Schafrichtern mit den Leichen folgen zu können. In einer Seitengasse lassen sie den Wagen stehen und gehen tatsächlich in eine Taverne.
Ja klar, die Toten laufen ja nicht weg. Dann werden sie jetzt den Beweis für Hexerei bekommen.
Die Schwere der Verbrennungen lassen ihren Körper nur sehr langsam heilen, so dass es etwas länger dauern wird. Unauffällig lehne ich mich an eine Hauswand und warte, bis ich spüre, dass sich uns ein weiterer Unsterblicher nähert. Er wird doch wohl nicht auf die Idee kommen sie hier in der Stadt enthaupten zu wollen.
Auch wenn es keinen Sinn hat mich zu verstecken drücke ich mich an die Hauswand. Er muss mich ja nicht sofort sehen. Tatsächlich biegt Jesterfield in die Gasse ein und hält auf den Wagen zu. Er schaut sich suchend um, geht jedoch weiterhin auf den Wagen zu. Plötzlich spüre ich noch eine weitere Präsenz eines unsterblichen. Was ist das hier? Klassentreffen?
Eine weitere Gestalt kommt um die Ecke. Ich benötige einige Momente, als ich erkenne wer sich dort nun tummelt. Fitz, was machst du hier?, schießt es mir den Kopf.
Hugh Fitzcairn, eine englische Nervensäge. Harmlos, freundlich, ein Frauenheld, und in diesem Moment überrascht er mit seinem Auftauchen. Ich bleibe ruhig und beobachte die beiden.
„Jesterfield. Sie Lump! Das was sie hier vor haben, werde ich nicht dulden!", proklamiert Fitzcairn. „Die Dame ist gerade unter Schmerzen gestorben sie werden dies nicht ausnutzen!"
„Wer will mich davon abhalten?"
Jetzt trete ich aus dem Schatten.
„Zwei gegen einen, ich denke wir haben da ganz gute Chancen."
Fitzcairn grinst nun breit über sein Gesicht. Seine krausen Locken stehen in alle Richtungen ab und verleihen ihm ein komisches Aussehen, was häufig dazu führt, dass er unterschätzt wird.
„Ihr dürft euch nicht einmischen!", zischt Jesterfield.
„Es mischt sich niemand ein", sage ich in einem Brustton der Überzeugung.
„Niemand!", bestätigt Fitz.
Meine Hand legt sich wie von selbst auf mein Schwert. Auch wenn der Ort ungünstig ist, würde ich ihn dennoch angreifen. Er bekommt Penelopes Kopf auf keinen Fall!
Erneut überkommt mich das Gefühl eines weiteren Unsterblichen. So langsam wird's voll hier.
POV: Penelope
Ich atme tief durch, der Gestank der mir in die Nase steigt reizt mich zum Husten. Überrascht stelle ich fest, dass ich nicht begraben wurde. Nicht gut. Gar nicht gut. Als langsam mehr Sinne zurückkehren spüre ich die Nähe eines weiteren Unsterblichen. Ok, ich hoffe einfach, das es sich um Methos handelt und nicht dieser andere Kerl von der Hinrichtung ist.
Im Geiste gehe ich sämtliche Möglichkeiten durch, die mir bleiben, aber so viele sind es nicht. Verschwindet eine Leiche, werden die Menschen dies mit Hexerei erklären... dennoch, ich kann hier nicht liegen bleiben!
Vorsichtig beginne ich die verkohlten Körper von mir zu schieben und versuche aus dem Wagen zu kriechen. „Was tust du da?"
Oh, diesen verärgerten Ton kenne ich, dazu muss ich noch nicht einmal das Gesicht sehen, um zu wissen, wie sauertöpfisch er drein schaut.
„Verschwinden!"
Endlich konnte ich mich von den beiden Verblichenen befreien und krieche ans Ende des Wagens, um in das Grinsende Gesicht eines alten Freundes zu blicken. „Fitz!"
Mein Fuß bleibt an einem Arm hängen, ich verliere das Gleichgewicht und falle vom Wagen direkt in seine Arme.
„Keine Angst, meine holde Maid, Hugh Fitzcairn ist stets bereit."
„Charmeur."
Er stellt mich auf die Füße. Ich bemerke seinen Blick, eine Mischung aus Verlegenheit und Lust. Erst jetzt bemerke ich, dass das Feuer nicht viel von meiner Kleidung übrig gelassen hat.
Etwas unbeholfen versuche ich meine Blöße zu bedecken. Fitz schlüpft kurzerhand aus seinem Mantel und legt mir diesen um die Schultern. „Danke dir."
„Wir sollten verschwinden, wenn ihnen auffällt, dass eine Leiche fehlt, haben wir ein Problem."
„Wo ist Methos?"
Mein Begleiter deutet auf die beiden Gestalten, die gegenüber stehen und sich wütend anfunkeln. „Oh."
„Er hält ihn noch etwas in Schach, wir warten vor der Stadt, bis die beiden ihre Diskussion beendet haben."
Ich fange Methos Blick ein, der mir aufmunternd zunickt.
Auf dem Weg durch die Stadt konnten wir einige Kleider von Wäscheleinen zupfen, sodass ich mich nun, hinter einem Baum versteckt, wieder anziehen kann.
Fitz hat es sich derweil in einem schattigen Plätzchen bequem gemacht.
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Kurzgeschichten
ContoMeist flattern mir kleine Szenen durch den Kopf, die nicht für eine ganze Story taugen, aber zu einer Kurzgeschichte werden. Hier findet ihr alles mögliche aus Isitlove oder MeChat, sowie eigene Geschichten und Ideen. Ich wünsche viel Spaß beim Le...
