Dampfbad

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Der Dampf legte sich wie ein Schleier auf die Fliesenwände, ließ das Badezimmer kleiner und intimer wirken. Amara lag in der großen Wanne, das warme Wasser umschmeichelte ihre Haut, während der Duft von Lavendel die Luft erfüllte. Ihre Augen waren geschlossen, der Kopf leicht nach hinten geneigt, und die seltene Ruhe ließ sie fast vergessen, was draußen auf sie wartete.

Unbemerkt hatte sich die Tür geöffnet. Khan stand dort, angelehnt an die Wand, seine Arme verschränkt, während sein Blick auf ihr ruhte. Ihre dunklen, leicht feuchten Haare lagen wie ein Schleier über ihren Schultern, und das Wasser glitt wie flüssige Seide über ihre Haut.

Sein Atem wurde unbewusst tiefer, ein leises Flackern von Wärme in seinen Augen, als er sie so verletzlich und friedlich sah. Es war ein Anblick, der ihn innehalten ließ – eine Erinnerung daran, warum er kämpfte, warum er alles für sie tun würde.

Amara öffnete langsam die Augen, spürte plötzlich eine Präsenz. Als sie seinen Blick sah, zuckte sie leicht zusammen, das Wasser plätscherte leise um sie herum. „Khan!" rief sie überrascht, ihre Wangen röteten sich leicht.

Er lächelte, ein schiefes, ruhiges Lächeln. „Du hast mich nicht gehört. Das passiert selten."

„Das ist kein Grund, mich so zu erschrecken," sagte sie und zog sich instinktiv etwas tiefer ins Wasser zurück. Doch ihre Augen funkelten. „Wie lange stehst du da schon?"

„Lange genug," erwiderte er, seine Stimme tief und ruhig.

Ihr Blick wurde schmal, und sie spritzte ihm spielerisch etwas Wasser entgegen. „Du bist unmöglich."

„Vielleicht." Sein Tonfall blieb gleichmütig, doch ein Hauch von Belustigung lag in seinen Augen.

„Na gut," sagte sie schließlich und lehnte sich wieder zurück. „Wenn du schon so dreist bist, hier hereinzukommen, dann kannst du genauso gut mit ins Wasser steigen."

Seine Augenbraue hob sich leicht, ein Ausdruck von Neugier und Zurückhaltung. „Bist du sicher?"

Sie musterte ihn herausfordernd, ein Hauch von Neckerei in ihrer Stimme. „Oder hast du Angst?"

Ohne ein weiteres Wort begann Khan, sein Hemd aufzuknöpfen. Seine Bewegungen waren langsam, fast absichtlich, und Amara konnte nicht anders, als ihm zuzusehen. Die Muskeln unter seiner Haut spannten sich mit jeder Bewegung, und ihr Atem wurde unbewusst etwas schneller.

Als er sein Hemd ablegte und zur Seite legte, glitt ihr Blick über seine breiten Schultern und die Linien seiner Brust. Ihre Finger spielten gedankenverloren mit dem Wasser, während ihr Mund leicht geöffnet blieb.

Er zog seine Stiefel aus, dann die Hose, bis er schließlich nur noch in seiner Haut dastand. Sein Blick war fest auf sie gerichtet, und obwohl er ruhig und kontrolliert blieb, lag ein Hauch von Spannung in der Luft.

„Bist du sicher, dass du dafür bereit bist?" fragte er mit einem leichten Lächeln, doch in seiner Stimme lag ein dunkler Unterton.

Amara lachte leise, um ihre eigene Nervosität zu überspielen. „Ich dachte, du bist nie derjenige, der zögert."

Er trat in die Wanne, das Wasser bewegte sich sanft um ihn, während er sich hinter sie setzte. Amara spürte die Wärme seines Körpers sofort, ein Kontrast zum kühlen Badewannenrand hinter ihr. Sie lehnte sich langsam zurück, ihr Kopf ruhte auf seiner Brust, und ein leises Seufzen entwich ihren Lippen.

Khan legte seine Hände auf ihre Schultern, ließ sie dann sanft über ihre Arme gleiten, das Wasser hinterlassend, das in feinen Rinnsalen von ihrer Haut perlte. Sein Blick wanderte über den nassen Glanz ihrer Haut, das Spiel des Dampfes auf ihrem Hals und ihre geschlossenen Augen.

„Du bist schön," sagte er leise, fast flüsternd.

Amara öffnete die Augen leicht, drehte den Kopf und sah ihn an. „Du bist nicht schlecht darin, Komplimente zu machen."

Er lächelte, aber seine Finger glitten langsam von ihren Armen zu ihren Seiten, dann über ihren Bauch, wo sie leicht verweilten. Ihre Haut prickelte unter seiner Berührung, und ihr Atem ging ein wenig schneller.

„Du solltest öfter solche Momente für dich haben," murmelte er.

„Nur, wenn du nicht heimlich reinschleichst," erwiderte sie mit einem schwachen Lachen, doch ihre Stimme klang gedämpfter, tiefer.

Seine Finger glitten weiter, zeichneten kleine Kreise auf ihre Haut, während er seinen Kopf leicht senkte, seine Lippen nah an ihrem Ohr. „Vielleicht bleibe ich einfach," sagte er, und seine Stimme war kaum mehr als ein Hauch.

Amara spürte, wie eine wohlige Wärme durch ihren Körper zog. Sie legte eine Hand auf seine, ließ ihre Finger mit seinen verschränken. „Vielleicht solltest du das," flüsterte sie, ihre Stimme fast genauso leise.

Für einen Moment schien die Welt außerhalb des Badezimmers zu verschwinden. Nur das leise Plätschern des Wassers und ihre synchronen Atemzüge füllten die Luft. Es war ein Moment reiner Nähe, voller unausgesprochener Worte und gespannter Zärtlichkeit, die jeden Herzschlag intensivierte.

„Bleib einfach so," murmelte sie schließlich, ihre Augen wieder geschlossen.

Khan drückte sie fester an sich, seine Lippen berührten ihre Schläfe sanft. „Immer."

Und in diesem Moment, zwischen Wärme und Wasser, schien die Welt perfekt.

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