Kapitel 38 Alex

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Versuche wieder mehr zu schreiben, komme aber teilweise wegen der Schule nicht dazu.

Leute VOTEN nicht vergessen. Mach euch bemerkbar, zeigt mir das ihr meine Story lest.🌸


Es war ein sonniger Tag in Spanien, und ich stand da, vorne am Altar, umgeben von Menschen, die mich nur flüchtig kannten. Doch was sollte ich tun? Denn in meinem Beruf ist es schwer, echte Freunde zu finden. James war seit Jahren mein einziger bester Freund. Das war sehr traurig, da ich James aufwachsen gesehen hatte und wie ein Stalker gewartet hatte, bis er genügend alt war, ein Vampir zu werden, und bis ans Ende unserer Tage sein Leben mit mir zu verbringen, auch wenn er Jessica teilweise fast besser kennt. Warte, wieso ist das eigentlich?

Der Raum war überfüllt, die hohen Wände der Bibliothek schienen sich unter der Last der Gäste zu verengen. Flavia wollte unbedingt wie in einem Fantasybuch heiraten, auch wenn das nicht zu unserem Motto „schwarz" passte. Ich meine, alles hier ist beige, und die Bücher haben schöne Kontraste zueinander. Die Regale sind so hoch, dass es runde Treppen aus Glas um die Bücherregale gibt und Holzschnitzereien sich den Holzbrettern emporziehen. Um mich herum wurde es allmählich leiser, die Gespräche klangen wie das Raunen von Wind, das in einer fernen Ecke des Raumes verhallte. Ihre Aufmerksamkeit galt sich selbst, den Kleidern, ihren Frisuren, ihren Rollen in dieser Welt.

Doch ich wusste, was wichtig war.

Die Tür am Ende des Raumes.

Ich stand am Altar, ruhig und aufrecht, als ob der Raum um mich herum nicht existierte. Die Stimmen der Gäste waren zu einem fernen Murmeln geworden, und der Duft von Blumen, der sich durch die Luft zog, schien in meinem Inneren einen brennenden Drang zu wecken, etwas zu kontrollieren, etwas zu fordern. Etwas zu schützen. Der Geruch von Sonnenblumen, Lilien und weissen Rosen war für mich ein bekannter Geruch, denn seit ich wusste, welche Blumen Flavia mochte, besorgte ich ihr jeden Tag nach der Arbeit welche. Leonora, die nun schon in- und auswendig wusste, welche Blumen Flavia mochte, beriet mich tagtäglich aufs Neue. Sie erinnerte mich teilweise an das jüngere Ich von Victor, aber naja.

„Flavia...", dachte ich immer wieder in meinem Kopf. Ihre Nähe war alles, was ich wollte.

Ich ballte die Hand, die nervös auf dem Altartisch ruhte, zu einer Faust. Keine Unsicherheit, keine Zweifel – ich wusste, was zu tun war. Was für mich war. Und Flavia war mein Ein und Alles.

Die Zeit schien stillzustehen, als sich die Minuten dehnten und sich jeder Atemzug in meine Brust bohrte. Jeder Blick, der in meine Richtung fiel, wurde mit der gleichen Eiseskälte bedacht. Es waren nur flüchtige Blicke, nichts weiter. Kein Wunder, denn noch nie hatte es jemand wirklich gewagt, mich lange anzusehen. Ich konnte diese langen Blicke nicht haben, doch Flavias... Ich würde töten, um ihre Augen immer auf mir zu spüren, denn sie war die Erlösung. Sie war der Frieden in meiner Seele und sie war mein. Die Blicke glitten langsam durch den Raum, doch alle waren bedeutungslos. Denn das einzige, was jetzt zählte, war sie. Und dann, endlich, hörte ich es.

Die ersten Töne der Musik schwebten durch den Raum. Ein sanfter Klang, der sich wie eine zarte Welle über alles legte und die Geräusche der Welt um uns herum in den Hintergrund drängte. Alles wurde still. Die Menge verstummte, nur noch leises Getuschel war zu hören. Und dann trat sie ein.

Flavia.

Es war, als würde die Luft sich verformen. Jeder Schritt, den sie tat, zog meine ganze Aufmerksamkeit an sich. Ihre Gestalt war wie ein Traum, wie ein Bild, das nicht von dieser Welt zu sein schien. Das schwarze Kleid, das sich sanft um ihre Beine schmiegte und sich so perfekt an sie anpasste, dass man denken musste, es sei für sie gemacht. Für diesen Moment. In meinem Kopf wurde alles still, alle Gesichter verschwammen, und übrig blieb nur ihr Gesicht. Ihre Haare, die in glänzenden Wellen über ihre Schultern fielen, fingen das Licht ein und strahlten in der Dunkelheit der Kirche. Aber es waren vor allem ihre Augen, die mich gefangen nahmen. Ihre Augen, die mich durchdrangen, als könnten sie jedes Geheimnis in meiner Seele sehen.

Es gab nur noch uns.

Die Welt um uns herum verlor ihre Bedeutung. Es war, als ob die Zeit stillstand, als ob nur dieser Moment zählte. Es gab nur uns zwei.

„Flavia...", flüsterte ich, und die Worte brannten auf meinen Lippen. Ihre Schritte, ruhig und bestimmt, führten sie direkt zu mir, und als sie vor mir stand, fühlte ich den Drang, sie an mich zu ziehen, sie nie wieder loszulassen. Ihre Hand, die sich nach meiner ausgestreckte, war warm, lebendig, und als sich unsere Finger berührten, war es, als würde ein Teil von mir wieder an seinen Platz zurückkehren.

„Du siehst umwerfend aus", sagte ich, und der Klang meiner Stimme war fest und unerbittlich. Kein Zweifel, keine Unsicherheit – nur die reine Wahrheit. Es gab niemanden, der auch nur annähernd so war wie sie.

„Danke, aber ich wollte dir damit nicht die Show stehlen", sagte sie mit einem leichten, fast schelmischen Lächeln, das an den Ecken ihrer Lippen spielte. Es war eine Bemerkung, die sie für mich gemacht hatte, doch ich wusste, dass sie es genoss, mich ins Stocken zu bringen, denn Konter war ich mir von früher nicht gewohnt...

„Zeig mir ruhig, wie wunderschön du bist", entgegnete ich ohne Zögern, und die Worte trafen sie wie ein Versprechen. Ich wollte niemanden sehen. Niemanden ausser ihr.

Der Priester begann mit der Zeremonie, doch ich hörte kaum, was er sagte. Seine Worte waren nicht wichtig. Was wirklich zählte, war die Verbindung zwischen uns, die Hand, die fest in meiner lag, der Blick, der zwischen uns hin und her ging, und das stille Versprechen, das wir uns gaben – ohne ein einziges Wort zu verlieren.

„Alex...", flüsterte sie schliesslich, und der Klang ihrer Stimme liess etwas in mir zusammenziehen. Sie suchte nach meiner Bestätigung. Doch diese Frage war nicht wirklich wichtig. Ich war mir sicher.

„Ich bin mehr als sicher, Flavia. Du bist mein Alles."

Es war keine Frage. Es war ein Versprechen. Ein Versprechen, dass ich sie für immer beschützen würde, dass wir zusammengehören würden – und dass niemand, absolut niemand, sie jemals von mir trennen könnte.

Ihr Lächeln wurde weicher, als sie sich ein Stück näher an mich zog. „Dann lass uns das tun."

Ich nickte, und der Priester fuhr fort. Als er uns aufforderte, uns die Ringe anzulegen, konnte ich einen kurzen, fast nicht wahrnehmbaren Moment der Eifersucht in mir aufsteigen spüren. Nicht, weil ich ihr nicht vertraute, sondern weil sie meine war – und niemand durfte sie je wieder ansehen. Niemand durfte sich ihr nähern.

Die Zeremonie war beendet, und als ich „Ja" sagte, wusste ich, dass dieser Moment in unserer Geschichte nie wiederholt werden konnte. Es war mehr als nur ein Wort. Es war ein Schwur. Ein Schwur, den ich niemals brechen würde.

Etwas später...

Der Empfang begann, und während die Gäste sich versammelten, flüsterte die Luft vor Geselligkeit und Lachen, doch für mich war es nichts anderes als ein Hintergrundrauschen. Jeder, der mich ansah, war mir egal. Jeder, der versuchte, in den Mittelpunkt zu treten, war nur ein Schatten. Meine Augen suchten nur nach ihr. Flavia war an meiner Seite, ihre Hand fest in meiner, ihre Nähe war der einzige Trost in dieser Welt, die voller falscher Gesichter und belangloser Gespräche war.

Doch da waren die Blicke. Die Blicke der Männer, die sich in ihrer Nähe aufhielten, ihre Blicke, die sich für einen Moment auf sie richteten. Sie betrachteten sie wie ein Stück Torte, das sie sich am liebsten selbst nehmen würden. Ihre Worte, die versuchten, sie zu locken, waren wie das Summen von Fliegen in einem Raum, der viel zu klein für all ihre Leere war. Ich spürte den Drang, sie alle einfach wegzustossen, sie zu entfernen. Flavia war meine. Und das wussten sie auch.

Doch Flavia bemerkte nichts von diesen Blicken. Sie war in ihrer eigenen Welt, und das war vielleicht das Beste. Sie wusste, dass sie bei mir war. Und das war alles, was zählte.

Später...

Als wir in unser Haus zurückkehrten und die Stille des Abends uns umhüllte, zog ich sie näher an mich. Der Mond strahlte durch die Fenster, und der sanfte Wind rauschte draussen in den Bäumen. Wir sassen auf dem Sofa, der weiche Stoff unter uns, und ich zog sie in meine Arme, als ob ich sie nie wieder loslassen wollte.


Naaaa wie fandet ihr das Kapitel?????

Ich finde ich bin langsam total poetisch und romantisch Leutis. 🌸💕

Grüsschen

Malia🌸

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