Kapitel 37 Alex

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Ich hatte wirklich gedacht, das Kapitel wäre länger, während ich geschrieben habe, aber naja.🌸

Ich hoffe, ihr müsstet beim Lesen genauso lächeln wie ich beim Schreiben.🦋


Ich hasse es, zu streiten. Vor allem mit ihr, denn sie ist mein Leben und ich will das, was wir haben, für nichts auf dieser Welt eintauschen. Sie ist ein Wunder. Mein Wunder, schon alleine ihre Existenz ist ein Segen für alle. Flavia sitzt nun still in meinem Wagen, denn die letzten paar Minuten nach ihren Worten brechen die totale Stille aus. Denn wie kann sie sich so fühlen? Ich liebe es, sie ständig und in jeder Sekunde um mich zu haben, selbst wenn sie wütend oder eifersüchtig ist. Hat sie es ernst gemeint, braucht sie den Abstand? Warum müssen wir uns nun schon den zweiten Tag nacheinander streiten? Doch heisst es nicht immer, dass Streit eine Beziehung festigt?

Ich sehe zu Flavia, doch sie sieht nicht mehr wütend aus, nein, im Gegenteil, nur total erschöpft, mit einem weichen Ausdruck und ihrer süssen Falte, die sie immer im Gesicht hat, wenn sie verzweifelt oder verwirrt ist. Ihre Augen sind müde, und man sieht ihr an, wie sie alle paar Sekunden die Augen wieder ganz öffnet, um zu verhindern, dass sie einschläft. Leise öffne ich die Autotür und gebe ihr einen feinen Schubs, sodass sie wieder leise ins Schloss fällt.

Als ich auf Flavias Seite ankomme, ist sie bereits fast im Halbschlaf. Sanft nehme ich sie im Brautstyle auf meine Arme und streiche ihr sanft eine verlorene Strähne hinter ihr Ohr. Ich spüre, wie ihr Körper schlapp auf meinen Armen liegt, und ab und an kommt ein kleines Seufzen über ihre Lippen. Locker trage ich sie die Stufen hoch in unser Zimmer und lege sie ins Bett. Sie sieht so friedlich aus, umzingelt von den vielen Decken, die so sanft wie ihr Charakter ihr strahlendes Gesicht umhüllen. Ihre Haut wirkt sanft, und ich kann es nicht lassen, mit meiner Hand über ihr noch so friedliches Gesicht zu streichen.
Behutsam gebe ich ihr einen doch so gewohnten Stirnkuss, und genau in diesem Moment verrät sie sich, denn sie kann ihr Schmunzeln nicht zurückhalten, und ihre Grübchen kommen zum Vorschein, jene, die mit dem Kontrast der Sommersprossen mich fühlen lassen, als wäre ich gesegnet worden.

„Ich weiss, dass du wach bist, amore", sage ich leise, meine Stimme ein Hauch von nichts, doch ich bin mir sicher, dass man mein Schmunzeln aus meinen Worten heraushört.
Als sie auch nach weiteren Sekunden immer noch nicht antwortet, beschliesse ich, ihr erneut einen Kuss auf ihr eben noch dagewesenes Grübchen zu geben. Erneut kann sie ihr Lächeln nicht zähmen, ihre Haut wird heiser, und ich bilde mir ein, eine Röte auf ihren Wangen liegen zu sehen. Ich kann nicht anders, als ein warmes, raues Lachen auszubrechen, und sie kann es nicht lassen, mitzumachen. Kaum versehen wir uns, kugeln wir uns vor Lachen auf dem Rücken und halten uns wie Kinder die Bäuche. Ich kann nicht anders, als zu lachen, denn zu sehen, wie sie versucht hat, ihre süsse rote Wange von Zuneigung vor mir zu verstecken, war so süss und doch so hoffnungslos von ihr gewesen. Ihr Gesicht, nun ganz rot vom Lachen, glänzt vor Freude, und sie leuchtet diese Freude aus, diese Kraft, die mich schon immer in ihren Bann gezogen hatte. Sie strahlt sie aus, als wäre sie ein Sonnenstrahl, der einen direkt erwärmt. Sie ist dieses Lächeln, dieses Glück. Sie ist mein Glück und das Beste, was mir passieren konnte.

Später...

Wir entscheiden uns, ein paar Schritte am Strand entlang zu gehen. Es ist ein wundervoller Abend. Gemächlich laufen wir dem Wasser entlang, und schleichend wird es dunkel. Man kann sehen, wie die Sonne langsam hinter dem Meer verschwindet. Die Wärme des Sandes kitzelt unter den Füssen, und zögerlich wird es kühl. Flavias Haare wehen in der leichten Brise, und alles hier fühlt sich an wie in einem Traum.


Die Sonne ist gerade dabei, sich endgültig hinter dem Horizont zu verstecken, und nur noch die letzten Sonnenstrahlen erleuchten den Strand, als ich die Hand von Flavia ergreife. Das leise Rauschen der Wellen ist das einzige Geräusch, das den endlosen, fast total stillen Moment durchbricht. Ein letzter goldener Strahl des Abends tanzt über ihre Gesichter und taucht sie in ein warmes, fast übernatürliches Licht, während der Himmel in warmen Rottönen geschmückt ist. Auf dem Strand liegen einige Rosenblätter, doch ansonsten ist alles die pure Schönheit der Natur, genau wie sie sich laut Jessica ihren Traum-Antrag vorgestellt hat.
Doch trotz der Schönheit des Augenblicks ist etwas Dunkles in der Luft. Eine Spannung, die nicht nur durch den Wind, sondern auch durch die Anwesenheit meiner Vergangenheit genährt wird. Flavia spürt es, aber sie sagt nichts. Sie hat sich längst daran gewöhnt, denn sie ist sich selbst an die Gefahr gewöhnt und weiss damit umzugehen. Ihre Augen, wunderschön wie immer, tragen diesen Hauch von Temperament, der schon seit jenem Tag, an dem ich sie kennengelernt habe, in ihren Blicken zu finden ist.


„Ich habe dich nie gefragt, Flavia", beginne ich, und meine Stimme ist tief und ruhig. „Denn mich zu lieben bringt so viel mit sich, aber du bist hier, mit mir, und das bedeutet, dass du schon zu tief in meine Welt eingetaucht bist, um zurückzukehren."
Flavia schaut mir in die Augen, als wolle sie sich von der Wahrheit nicht abwenden. „Es ist okay, ich weiss genau, auf was ich mich eingelassen habe, und ich bereue keine Sekunde davon", sagt sie leise und fährt mir über meine Wange.
Ein raues Lächeln zieht über meine Lippen, aber es erreicht nicht meine Augen. Es ist ein Lächeln voller Geheimnisse, voller Rätsel, die niemals ganz gelöst werden sollten. Sie weiss, dass ich mehr bin als nur der Mann, den sie liebt. Ich bin ein Mann, dessen dunkle Verbindungen zu einer gefährlichen Welt führen, von der sie befreit sein sollte, doch mit mir nie befreit sein wird. Denn solange sie an meiner Seite bleibt, werden wir nie von der Mafia loskommen, nie das typische und ruhige Ehepaar sein, das früh in Rente geht. Nein, wir sind dafür verpflichtet und werden das auch noch in 20 Jahren sein. Doch ich kann sie auch nicht gehen lassen. Ich habe sie schon in mein Leben gelassen und könnte sie nicht mehr gehen lassen.
Der Wind weht stärker, und die Wellen kommen ruhig und gemütlich am Strand entlang. Eine dichte, schwere Atmosphäre legt sich über den Strand, und für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen.
Ich ziehe etwas aus meiner Jacke – eine kleine, schwarze Schachtel, die ich ihr entgegenhalte.

Flavia hat ihre Augen bereits von der Szene abgewendet, als der Ring in ihren Händen auftaucht. Es ist ein glitzernder Diamant, eingehüllt in die Dunkelheit, als würde das Licht um ihn herum verschluckt werden. Er ist perfekt. Perfekt für sie, denn er widerspiegelt ihre Stärke wie auch ihre Vergangenheit.
„Flavia", sage ich und knie mich vor sie hin, die Schachtel offen und fest in meinem Griff. „Willst du meine Frau werden? Aber sei dir bewusst, was das bedeutet. Du wirst nie mehr entkommen können."
Es ist keine Frage der romantischen Geste allein. Es ist ein Versprechen, das über das hinausgeht, was sie kennt. Denn noch vor zwei Jahren hätte sie nicht einmal gewagt, das hier zu erträumen. Ein Versprechen, das sie in die Dunkelheit meiner Welt zieht, in eine Welt voller Macht, Verrat und Geheimnisse. Aber auch in einer Welt, die, so weiss sie, nur sie und ich gehören wird.
Sie schaut auf den Ring und dann wieder in meine Augen, und für einen Moment fühlt es sich wieder an, als würde sie in meine Seele schauen. Ihre Augen erhellen sich, und sie sieht glücklich auf mich herab. Sie weiss, dass dieser Antrag nicht nur ein Bund des Lebens ist, sondern auch ein Bund des Schicksals. Ein Schicksal, das sie nicht länger abstreiten kann.
„Ja", flüstert sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch, und doch so intensiv, dass es mich einnimmt wie ein Feuer. „Ja, ich werde deine Frau", wiederholt sie. Ihre Stimme ist nur lauter und aufgestellt.
Die Worte, die in der Stille des Abends verhallen, sind gleichzeitig ein Versprechen und ein Fluch. Und als ich den Ring an ihren Finger schiebe, weiss Flavia, dass es kein Zurück mehr gibt. Der Wind trägt die Worte fort, und mit ihnen die Schatten einer Welt, die nie mehr die gleiche sein wird. Und ich kann nicht anders, als sie in die Luft zu heben, sie zu umarmen und zu küssen. Denn auch wenn sie auf Papier schon längst meine Frau ist, fühlt es sich so verdammt gut an, sie nun auch noch aus den richtigen Gründen heiraten zu können.
In diesem Moment ist es nicht nur die Liebe, die uns verbindet. Es ist das Wissen, das wir uns gefunden hatten und uns nie wieder loslassen werden. Es wird schwehr werden und das ichst gar keine Frage. Es war unsere Zukunft und wir hatten nunmal kein normales Leben, doch schon die vortellung davon sie nun auch auf ihren Willen als meine Frau zu haben fühlt sich so erleichternd an.

Ich liebte sie. Das Ganze passierten schon weit zurrück als sie mich in dem alten Büro von meinem Vater bedroht hat und seit dem versuchte es mein Gehir jeden Tag abzustreiten. Doch jetzt bin ich so froh, dass mein Herz gewonnen hat, denn ehrlich ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen könnte. Wie könnte ich jemals wieder ohne sie Leben? Diese Frage ist doch zum Glück jetzt keine Frage mehr die mich länger beschäftigen musste.



Wie findet ihr die erste Szene? Ich finde sie so süss.

Versuche im Moment mehr Poesie rein zu bringen. Ich hoffe man bemerkt das an meinem Schreibstil.

Voten und kommentieren nicht vergessen meine Süssen.

Grüsschen 

Malia🌸

Mafia dancesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt