Kapitel 34

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Nikita läuft mit mir aus dem Club, die kühle Nachtluft bläst gegen meinen Schweiß. Die Kälte macht mich lebendiger als je zuvor. Er dreht sich kein einziges Mal zu mir, läuft einfach voran. Kein einziges Wort.

Neben dem Club gibt es ein Gelände mit Bäumen. Es ist nicht schwer, dort hineinzugelangen. Nikita zieht mich da rein, als wäre es nicht das erste Mal, dass er das macht. Zieht mich hinter sich her, bis wir zwischen den Bäumen verschwinden. Er greift nach meinem Hosenbund und zieht mich an sich ran.

Mir bleibt die Luft weg. Sein Atem bebt. Und ich frage mich ... wie sehr will er es? Hat er darauf gehofft? Genauso wie ich zu Gott gebetet, dass es irgendwann passieren wird?

Es ist absolut kein Risiko mehr da. Wir sind nicht einmal in der Nähe des Zirkusgeländes, sondern irgendwo mitten in der Stadt, hinter Mauern und Bäumen.

Seine Lippen berühren fast meine, als er flüstert. „Wenn du jetzt einen Rückzieher m... mhh..." Ich presse meine Lippen auf seine, hart, hungrig. Meine Finger zittern vor Aufregung. Seine Wangen sind warm unter meinen Händen. Mein Körper drängt sich gegen ihn. Ich ziehe ihn an seiner Taille an mich ran und küsse ihn so fest, dass er zurück stolpert. Es ist, als wären unsere Hüften zwei Magnete, die einfach nur aneinander kleben wollen.

Mein Herz hämmert in meinen Ohren. Meine Hand trifft raues Holz, als wir gegen den Baum stolpern. Sein Kopf fällt zurück, sein Atem schwer und ungleichmäßig. Ein heiseres Geräusch entfährt ihm, als ich mich enger an ihn presse. Seine Finger graben sich in meine Hüften, sein Knie schiebt sich hoch und ich spüre ihn, hart, zwischen meinen Beinen, was mir endgültige Gewissheit gibt. Gott, verdammt nochmal. Er will mich wirklich genauso sehr, wie ich ihn will. Und es gibt absolut nichts mehr, was uns jetzt noch aufhält.

Ich ziehe ihn an den Kniekehlen enger um mich, und wir stolpern auf den Boden. Der Boden ist nass. Kalt. Weich unter meinen Händen. Es hat gestern noch heftig geregnet. Die Nässe kriecht durch meine Hose an meinen Knien, als ich mich über ihn beuge. Die Bäume schirmen fast jedes Licht ab, aber meine Augen haben sich an die Dunkelheit gewöhnt. Endlich tue ich, was ich die ganze Zeit wollte. Ich schiebe meine Hand unter sein Shirt. Er schaudert. Vielleicht nicht nur, weil meine Hand nass und kalt ist. Und dreckig.

Er lässt seinen Kopf auf den Boden fallen. Lässt es einfach zu. Lässt es mit sich machen. Lässt mich ihn überall berühren. Ich lasse meine Hand über seinen Körper fahren, seine nackte Haut am Bauch, der sich stark auf und ab senkt, die Muskeln, die sich dort anspannen, dann über seine Hose. Lasse meine Finger sanft über seinen Schritt fahren.

„Josh ..."

Ich starre ihn an. Er hat sein Kinn angehoben. Er bebt. Sein ganzer Körper bebt, als würde er sich vor Lust zusammenziehen. Ich kann jetzt alles mit ihm machen, oder? Alles, was ich will. Ich hab die absolute Kontrolle über ihn. Und ich will alles mit ihm machen, verdammt. Ich will, dass er den Verstand verliert wegen mir. Ich will, dass er stöhnt wegen mir. Dass er kommt wegen mir. Doch dann fällt mir leider Gottes ein, dass ich absolut keine Ahnung habe, wie ich das anstellen soll.

Ich meine, natürlich weiß ich, wie zwei Männer Sex haben – ich bin ja nicht unter einem Stein geboren. Aber ... soll ich das wirklich ... Ich meine ... machen wir das jetzt wirklich?

Ich schiebe mich hoch zu ihm und als ich sein Gesicht sehe, schließt sich in meinem Kopf etwas kurz. Seine Wimpern zittern. Und wie ergeben er aussieht ... Nikita, sonst so voller Gewissheit und voller Selbstbewusstsein. Diese Verzweiflung in seinem Gesicht zu sehen. Dieser Anblick ist wie eine Droge. Ich fahre über sein Gesicht, meine Hände sind immer noch voller Matsch. Fahre über seine glühenden Wangen, seine Unterlippe, die ich sanft runterziehe. Gott, ist er schön ...

I Chose Sin (Deutsch)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt