Ich beschloss, seine Aussage auf sich beruhen zu lassen. Zwar war es mir nicht egal, nein, aber was hatte ich denn für eine Wahl? Keine, na also.
"Dein Geschenk." verkündete ich an Heilig Abend stolz, grinste angestrengt noch immer und trat einen Schritt auf ihn zu. Ich weiß nicht mehr, ob ich zu dem Zeitpunkt entweder aufgeregt, nervös oder gespannt war. Jedoch war ich nicht die Ruhe selbst, soviel war klar. An diesem frühen Abend des vierundzwanzigsten habe ich mich herausgeputzt. Ich trug Schuhe mit Absatz, keine Mega-High-Heel, aber doch schon etwas, dazu ein dunkelweinrotes Kleid, das ich von Harry zum achtzehnten bekommen habe und eine schwarze Clutch.
"Ein Hund?" fragte er ungläubig und rang mit einem Gesichtsausdruck, doch es blieb er ausdruckslose, undefinierbare. Wie so oft. Er war aus dem örtlichen Tierheim und als ich diese großen Knopfaugen entdeckte, musste er mit. Ich habe ihm diesen Hun geschenkt als Kamerad, als Freund, vielleicht sogar als Ersatz für die Zigaretten, die Drogen. Okay Joey, kehr zurück zum Boden das ist ein Wunschdenken. Jedenfalls wollte ich damit bezwecken, dass Louis öfter raus an die frische Luft ging, mit dem Dackel Gassi ging und auf andere Gedanken als nur Alkohol kam. "Also - was sagst du zu ihm?" fragte ich und ich hasste diesen leichten Unterton von Unsicherheit in meiner Stimme. Mir war schon klar, dass mein Freund keinen Freundsprung machen würde, aber mit dieser trüben Reaktion hatte ich nun auch nicht ganz gerechnet. Das er einfach keine Emotionen zeigen konnte, wenn man sie sich so sehr wünschte. Schade war das, schade.
Vorsichtig strich der Großgewachsene dem Kleinen über die Schnauze, über die Ohren und ich wusste, dass das Eis so gut wie gebrochen war. Schlussendlich taufte er den kleinen Dackel Jack. Dabei war ich mir absolut nicht sicher, ob er ihn wegen dem Alkohol so nannte. Bei ihm wusste man ja nie weshalb er dies und das so und demnach tat. Alles musste erforscht werden, alles musste irgendwie über zehn Ecken überdacht und noch gegrübelt werden. War das sein Ziel? Mich ständig auf Trap damit zu halten?
Von dem dunkelhaarigem bekam ich eine Kette mit meinen Initialien darauf gestanzt und einen Ring, auf dem ein kleiner, ganz kleiner winziger, silberner Schmetterling saß. Obwohl ich mich nicht sonderlich für Schmuck interessierte, fand ich die beiden Stücke wirklich schön. Ich fragte den Brünetten nicht, ob es Echtsilber war oder das Kaufhaus-Silber. Ganz einfach weil es keinerlei Rolle für mich spielte. "Gefällt es dir?" flüsterte er an meine Lippen und ich nickte, berührte seine Lippen kurz, ehe er mein Kinn zu sich zog und mich endlich küsste. Danach legte er mir die Kette an und ich schob mir den Ring an den Ringfinger. Seine Augen leuchteten und um ehrlich zu sein, war ein Louis, der ein Mal, ein einziges Mal seine Gefühle zeigte, mehr Wert als jeder Schmuck der Welt.
Es war doch so, oder?
Die Feiertage vergingen rasend. Kaum war der eine herum, folgte er nächste, das Esssen, die Gäste. Alles war ein riesen Drumherum und der Aufwand schien von Jahr zu Jahr größer zu werden.
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An diesem Montagnachmittag roch es nach Moos, feuchter Luft und mordigem, nassem Geäst. Louis trug nichts weiter als einen tannenbaumgrünen Sweater, eine alte, abgewetzte Jeans und seine Stiefel, die oberhalb der Knöchel endeten. Wir machten mit Jack einen Waldspaziergang und wir warfen gefühlte hunderte Stöckchen in die Ferne, denen der Dackel allesamt nachsprang. Und plötzlich fühlte sich unsere Beziehung so etwas wie normal an. Ich fühlte mich neben ihm wie eine gewöhnliche Freundin und nicht wie die Schwester, die ihren Bruder hinterging.
Es war perfekt. Vielleicht sogar zu perfekt um wahr zu sein.
Am Abend kochte Louisbwie sollte es anders sein Nudeln mit irgendeiner Industriesauce. Es war mir egal, hauptsache irgendetwas zu essen. Nach dem Spaziergang hatte ich einen Riesenhunger und wir machten uns auch dementsprechend über das Essen her. Als ich mich auf die Couch warf und Louis aus dem Küchenfenster rauchte, entdeckte ich die aufgepackte Schachtel Zigaretten, daneben sein Handy mit einem eingehendem Anruf. Als ich den Namen auf dem Display sah, stockte mein Herz. Keine Minute später kehrte der Brünette hustend zurück, warf sich neben mich auf die Couch und fischte sich sein Handy. Er sah die Benachrichtigung von Jenny und ich konnte nicht anders, als eine abfälliges Schnauben hervorzustoßen. Als er sich umdrehte, kniff er prüfend die Augen zusammen. Ich wollte ihn anbrüllen, doch mir fehlte die Kraft, außerdem wollte ich mich nicht streiten. Nicht heute.
"Du spielst nicht fair." wisperte ich tonlos, ungläubig. Daraufhin zog er spottend die Braue nach oben.
"Das habe ich nie", hauchte er ganz leise, grinste kurz und küsste mich mitten auf die Lippen. Katapultierte eine Bombe nach der anderen mitten in mein Herz.
Stimmt, Louis, dachte ich und schob unauffällig die Zigaretten in die Taschen meiner Jeans. Das hast du nie.
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Okay kommt schon ein bisschen Shades of Grey musste in Football Teacher. Oder nicht? Doch, gell! :D Hoffe nach wie vor das euch das Kapitel ein wenig gefallen hat und würde mich irrsinnig sehr über euer Feedback freuen, wirklich.
PS. Meine Kurzgeschichte ist auf meinem Profil von der Wichtelaktion von Äl aka cxrls_ Schaut unbedingt mal bei der Aktion vorbei. c:
Much love and hugs from,
Nina x
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Football Teacher
Fanfiction❝Louis, bring es ihr bei.❞ ❝Ich unterrichte doch keine Mädchen!❞ ❝Ich weiß nicht, ob ich überlebe, also bitte tu mir den Gefallen.❞ All rights reserved © 2018 to admiredstyles
